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Deutscher Beitrag

Verminderung des Fach­kräfte­mangels im Gesund­heits­sektor


Ein Chirurg und sein Assistent bei einer Augenoperation in Kathmandu, Nepal.

Weltweit fehlen schätzungsweise 4,3 Millionen Gesund­heits­fach­kräf­te; Subsahara-Afrika trägt 25 Prozent der globalen Krank­heits­last, verfügt aber nur über 3 Prozent der global verfügbaren Gesund­heits­fach­kräfte. Durch Ab­wan­de­rung von Gesund­heits­fach­kräften wird das Problem noch verschärft. Die deutsche Ent­wick­lungs­zu­sam­men­arbeit unter­stützt in vielen Ländern Maß­nah­men gegen den Fach­kräfte­mangel, zum Beispiel den Aufbau, die Aus­rüstung und Er­wei­terung angepasster Aus­bil­dungs­struk­turen für Gesund­heits­fach­kräfte und die Ein­füh­rung moderner und fle­xi­bler Instru­mente des Personal­managements.

Auf internationaler Ebene kooperiert die Bundesregierung mit der Global Health Workforce Alliance (GHWA), die bei der Welt­gesund­heits­orga­nisation an­ge­sie­delt ist.

Beispiel Malawi: Integrierte Arbeitskräfte

Der Bedarf an qualifiziertem medizinischem Personal steigt in Afrika stetig und kann kaum durch den lokalen Arbeitsmarkt ge­deckt werden. Zusätzlich schwächt die fehlende oder un­zu­rei­chen­de Aus­bildung die Leis­tungs­fähig­keit der Gesund­heits­systeme. Die Personal­lage im Gesund­heits­sektor in Malawi ver­deut­licht das Problem: Für 12 Millionen Einwohner sind nur 13 Gynä­ko­lo­ginnen und Gynä­kologen tätig.

Mit finanzieller Unterstützung des BMZ werden sogenannte Integrierte Fachkräfte nach Malawi entsendet. Dabei werden deutsche und europäische Experten auf dem hiesigen Arbeits­markt rekrutiert und für tem­po­räre Einsätze in Partner­ländern an lokale Arbeit­geber ver­mittelt, um ihr in Deutsch­land erworbenes Know-how weiter­zu­geben. Im Rahmen des Pro­gramms arbeiten in Malawi aktuell 13 deutsche Ex­per­tinnen und Experten an der Aus- und Weiter­bildung von medi­zi­nischem Personal und der Weiter­ent­wicklung der Gesund­heits­systeme. Hierdurch konnte in Malawi unter anderem die Zahl der mit HIV infizierten Neu­ge­borenen bereits wirkungsvoll reduziert werden.

Lexikon der Entwicklungspolitik

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