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Meeresschutz

Marine Artenvielfalt und Kampf gegen Meeresmüll

Taucher und Meeresschildkröte

Meeresmüll ist eine große Gefahr für marine Ökosysteme und für die Gesundheit von Menschen und Tieren, aber auch für die Fischerei- und Tourismuswirtschaft. Vor allem Plastikverpackungen und Kunststoffreste schwimmen in den Weltmeeren. Zudem wird Mikroplastik, vor allem über Kosmetikprodukte, in die Weltmeere eingetragen und von menschlichen und tierischen Organismen aufgenommen.

Jährliche gelangen derzeit schätzungsweise 4,8 bis 12,7 Millionen Tonnen Plastikabfall in die Meere. Stellenweise schwimmen auf den Ozeanen Ansammlungen von Abfall in der Größe Mitteleuropas.

Durch die globale wirtschaftliche Entwicklung und die wachsende Bevölkerung entsteht weltweit immer mehr Müll. Nach wissenschaftlichen Schätzungen könnte es im Jahr 2050 mehr Plastik als Fische in den Ozeanen geben. Zur Vermeidung von Müll in den Meeren fehlen oft Abfallwirtschaftssysteme, die eine geordnete Müllabfuhr, Deponien und Recyclinganlagen zur Entsorgung und Wiederverwertung von Abfällen sicherstellen.

Die G20 hat daher einen Aktionsplan zur Vermeidung und Reduktion von Meeresmüll verabschiedet. Die Mitgliedsstaaten verpflichten sich darin, den landseitigen Abfalleintrag in Flüsse und ins Abwasser zu verringern und damit für weniger Müll im Meer zu sorgen.

Ein Kernstück des Aktionsplans ist eine freiwillige Plattform, das "Global Network of the Committed", das die Umsetzung des Plans unterstützen soll. Die Plattform soll dafür sorgen, auch nichtstaatliche Akteure durch Vernetzung und Erfahrungsaustausch einzubinden. Denn auch Akteure wie der Privatsektor müssen mithelfen, indem sie zum Beispiel weniger Plastik produzieren. Die G20 hilft damit, bestehende internationale Vereinbarungen umzusetzen. Dazu gehört zum Beispiel SDG 14.1, das dazu aufruft, bis 2025 die Meeresverschmutzung durch Abfall und Nährstoffe, insbesondere von landbasierten Quellen, deutlich zu reduzieren.


Lexikon der Entwicklungspolitik

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