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Finanzdienstleistungen für benachteiligte Bevölkerungsgruppen

Niemanden zurücklassen

Flüchtlingscamp in Jordanien

Weltweit haben etwa zwei Milliarden Menschen keinen Zugang zu Finanzdienstleistungen wie Krediten oder Konten. Dies betrifft vor allem die schwächsten Bevölkerungsgruppen, wie Arme, Frauen, Jugendliche, Flüchtlinge und die ländliche Bevölkerung – insbesondere in Afrika.

Im neuen Aktionsplan für Finanzielle Inklusion setzt sich die G20 für die Bereitstellung von Finanzdienstleistungen insbesondere für diese Gruppen ein. Ziel ist es, im Sinne der Agenda 2030 Armut zu bekämpfen, Ungleichheit zu reduzieren und Investitionen in Bildung und unternehmerische Tätigkeit zu ermöglichen.

Die deutsche Präsidentschaft hat dabei einen besonderen Schwerpunkt auf die Einbeziehung von Flüchtlingen und Binnenvertriebenen gelegt.

Wenn Menschen gezwungen sind, ihre Heimat zu verlassen und sich auf der Flucht befinden, dann ist der Zugang zu sicheren und kostengünstigen Finanzdienstleistungen häufig schwierig. Durch die Möglichkeit, Geld sicher aufzubewahren und von Verwandten und Freunden schnell und kostengünstig zu empfangen oder auch einen Kredit aufzunehmen, können Perspektiven von Menschen auf der Flucht verbessert werden. Digitale Lösungen können dabei eine besondere Rolle spielen. Sie ermöglichen es, Finanzdienstleistungen kostengünstig und auch in entlegenen Gebieten bereitzustellen und die Identifizierung zu erleichtern.

Um Hindernisse, beispielsweise bei der Eröffnung eines Bankkontos, abbauen zu können und auf bereits existierenden Lösungsansätzen aufzubauen, organisierte die Globale Partnerschaft für finanzielle Inklusion (GPFI) in diesem Jahr einen Workshop mit Regierungsvertretern sowie Organisationen aus der humanitären Hilfe und der Entwicklungszusammenarbeit sowie dem Finanzsektor. Im Rahmen der deutschen G20-Präsidentschaft wurden entsprechende Handlungsfelder und Politikempfehlungen in einem GPFI-Politikpapier zusammengestellt.


Lexikon der Entwicklungspolitik

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