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Ernährungssicherung

G20-Initiative für Jugendbeschäftigung im ländlichen Raum

Eine Bäuerin beim Handtraktor-Training: An der landwirtschaftlichen und naturwissenschaftlichen Universität von Malawi können sich Bäuerinnen und Bauern Zugmaschinen zu günstigen Preisen tageweise ausleihen.

In vielen Entwicklungsländern machen junge Menschen mittlerweile den größten Anteil der Bevölkerung aus, dies gilt insbesondere für Länder südlich der Sahara. Die Mehrheit von ihnen lebt im ländlichen Raum und trotz der zunehmenden Urbanisierung ist erkennbar, dass auch die ländliche Bevölkerung weiterhin anwächst.

Doch häufig bietet der ländliche Raum wenig attraktive Beschäftigungsmöglichkeiten und Zukunftsperspektiven. Auch im Hinblick auf die Förderung einer politischen und sozialen Stabilität und der Bekämpfung von Fluchtursachen ist es daher zentral, jungen Menschen im ländlichen Raum eine dauerhafte soziale und wirtschaftliche Perspektive zu geben.

Die Landwirtschaft hat ein besonderes Potenzial, Arbeitsplätze zu schaffen und gleichzeitig dazu beizutragen, den steigenden Bedarf nach Nahrungsmitteln sicherzustellen. Von erhöhter Produktion profitieren auch die vor- und nachgelagerten Wirtschaftszweige, um so den ländlichen Raum zu entwickeln. 

Die G20 nimmt sich dieser großen entwicklungspolitischen Herausforderung an und fördert mit der G20-Initiative für Jugendbeschäftigung im ländlichen Raum das Zusammenspiel von Innovationen, Investitionen und Partnerschaften für mehr Beschäftigung, und verbesserte Ernährungssicherung. Konkret sollen unter anderem bis 2022 fünf Millionen Jugendliche von Ausbildungsprogrammen profitieren und eine Million Arbeitsplätze für junge Menschen entstehen. Dieses Ziel leistet einen wichtigen Beitrag zur neuen "G20-Afrika-Partnerschaft".

Die Initiative fokussiert auf Maßnahmen zu den folgenden sechs Aktionsfeldern: (1) Ausrichtung auf die existierenden Strategien und Politik der Entwicklungsländer, (2) Wissensaustausch und Daten, (3) Förderung von Ausbildung, (4) Förderung von Jugendbeschäftigung im Kontext von Konflikt und Fragilität, (5) Verbesserung von fairem und nachhaltigem Zugang zu Land, (6) Steigerung von verantwortlichen Investitionen und Finanzierungen für Jugendbeschäftigung im ländlichen Raum.


Lexikon der Entwicklungspolitik

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