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Weitere Informationen rund um die G20


Die deutsche G20-Präsidentschaft 2017

Am 1. Dezember 2016 übernahm Deutschland für ein Jahr den Vorsitz der G20. Unter dem Leitmotiv "Eine vernetzte Welt gestalten" basierte die Agenda der deutschen Präsidentschaft auf drei thematischen Säulen:

  • Stabilität sicherstellen
  • Zukunftsfähigkeit verbessern
  • Verantwortung übernehmen

Die deutsche G20-Agenda wurde vom Bundesentwicklungsministerium (BMZ) wesentlich mitgestaltet, denn alle drei Themenbereiche sind eng mit der Entwicklungszusammenarbeit verknüpft.

Das Gipfeltreffen der G20 Staats- und Regierungschefs fand am 7./8. Juli 2017 in Hamburg statt.


Die Ergebnisse in der Übersicht

G20-Gipfel in Hamburg setzt starkes Signal für globale Zukunftsthemen

Die Gra­fik kön­nen Sie hier als PDF her­un­ter­la­den (357 KB).


Wer ist die G20?

Die Gruppe der 20 (G20) ist das zentrale Forum für die internationale wirtschaftliche Zusammenarbeit. Zu ihr gehören die folgenden 19 wirtschaftsstärksten Industrie- und Schwellenländer: Argentinien, Australien, Brasilien, China, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Indien, Indonesien, Italien, Japan, Kanada, Mexiko, Russland, Saudi-Arabien, Südafrika, Südkorea, Türkei und die USA. Das 20. Mitglied ist die Europäische Union.

Das BMZ arbeitet mit sieben dieser Länder eng zusammen (Brasilien, China, Indien, Indonesien, Mexiko, Südafrika, Türkei).

Die G20-Staaten erwirtschaften mehr als 85 Prozent des weltweiten Bruttoinlandsprodukts, wickeln drei Viertel des Welthandels ab und stellen rund zwei Drittel der Weltbevölkerung.

Die Gruppe der 20 gibt es seit 1999. Ursprünglich waren die G20-Treffen ein Forum auf Ebene der Finanzminister und Notenbankchefs. Ihr vorrangiges Ziel war es, die Zusammenarbeit in Fragen des internationalen Finanzsystems zu verbessern. Während der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008 zeigte sich jedoch, dass für eine erfolgreiche Bewältigung derartiger Krisen eine Koordination auf höchster politischer Ebene erforderlich ist. Deshalb treffen sich bei den G20-Gipfeln seither auch die Staats- und Regierungschefs.

Die Staats- und Regierungschefs der G20 befassen sich bei ihren jährlichen Treffen traditionell mit Fragen des Wachstums der Weltwirtschaft, des internationalen Handels und der Regulierung der Finanzmärkte. Bei ihrem Gipfeltreffen in Seoul 2010 einigten sie sich auf eine globale Entwicklungsstrategie, die ein breitenwirksames Wirtschaftswachstum in den Mittelpunkt der Bemühungen um die Verminderung der weltweiten Armut stellt. Seither ist Entwicklungspolitik als Thema mit eigener Arbeitsgruppe fest im G20-Prozess verankert.


Wie arbeitet die G20?

Die Gruppe der 20 ist ein informelles Gremium. Ihre Beschlüsse entfalten politische Bindungswirkung und werden weitgehend in öffentlichen Rechenschaftsberichten nachgehalten. Es hat sich erwiesen, dass die Entscheidungen der G20 eine sehr hohe Signalwirkung haben und wichtige Reformen auf nationaler und internationaler Ebene anstoßen können.

Die G20-Präsidentschaft wird von den Mitgliedsstaaten im Wechsel für jeweils ein Jahr übernommen. Der Staat, der die Präsidentschaft innehat, schlägt die Beratungsgegenstände vor und ist für die Organisation, die Tagesordnung und die Auswahl der Gäste des Gipfeltreffens verantwortlich.

Zu den Gästen des Gipfeltreffens in Hamburg am 7. und 8. Juli 2017 zählten:

  • Spanien als permanenter Gast, Deutschland hat zudem die Niederlande, Norwegen und Singapur als Partnerländer zum G20-Prozess eingeladen.
  • Regionale Bündnisse wie die Asiatisch-Pazifische Wirtschaftsgemeinschaft (APEC), die Neue Partnerschaft für Afrikas Entwicklung (NEPAD) und die Afrikanische Union (AU).
  • Internationale Organisationen wie die Internationale Arbeitsorganisation (ILO), der Internationale Währungsfonds (IWF), der Finanzstabilitätsrat (Financial Stability Board - FSB), die Weltbank, die Welthandelsorganisation (WTO), die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) sowie die Vereinten Nationen (UN). Die deutsche G20-Präsidentschaft hat zudem die Weltgesundheitsorganisation (WHO) eingeladen.

Im Vorfeld des G20-Gipfels fanden zahlreiche Fachministertreffen statt, die einzelne G20-Themen bearbeiteten. Dazu kamen die für Finanzen, Außen-, Arbeits-, Gesundheits-, Agrar- sowie Informations- und Technologiepolitik verantwortlichen Minister zusammen.

Auch das BMZ wirkte an der inhaltlichen Vorbereitungen des Gipfels mit. Als zuständiges Fachressort führte es den Vorsitz in der Development Working Group (DWG) und der Global Partnership for Financial Inclusion (GPFI).


Dialog mit anderen Gruppen

Die G20 stehen in einem engen Dialog mit anderen Gruppen, um Impulse und Empfehlungen wichtiger gesellschaftlicher Gruppen in ihre Diskussionen und Verhandlungen einzubringen.

In verschiedenen Dialogforen erhalten internationale Vertreter der Wirtschaft (Business20), Nichtregierungsorganisationen (Civil20), Gewerkschaften (Labour20), Wissenschaft (Science20), Think Tanks (Think20), Frauen (Women20) und Jugend (Youth20) Gelegenheit, ihre Positionen darzustellen und der G20 Vorschläge zu unterbreiten.


Meldungen


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Lexikon der Entwicklungspolitik

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