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Frieden sichern 

Eine verknotete Pistole: Das Werk "Non Violence" des schwedischen Künstlers Carl Fredrik Reuterswärd steht als Friedenssymbol seit 1988 vor dem Hauptsitz der Vereinten Nationen in New York.

Friedensentwicklung: Eine Aufgabe der Entwicklungspolitik

Kriege und gewaltsame Konflikte zählen zu den schlimmsten Entwicklungs­hemmnissen. Sie verursachen großes Leid, zer­stö­ren die wirt­schaft­liche und soziale Infra­struk­tur und schwächen staatliche In­sti­tu­tionen. 22 der 34 Ent­wick­lungs­länder, die weit davon entfernt sind, die Mil­len­ni­ums­ent­wick­lungs­ziele zu erreichen, zählen zu den Konflikt- be­zie­hungs­weise Post-Konflikt-Ländern. Laut Welt­ent­wick­lungs­bericht 2011 der Weltbank sind Menschen in diesen Ländern doppelt so häufig unter­ernährt und leben mit 50 Prozent höherer Wahr­schein­lichkeit unter der Armuts­grenze als Menschen in Ent­wick­lungs­ländern ohne gewaltsame Konflikte. Weiterlesen


Krisenprävention: Gewalt verhindern, bevor sie ausbricht

Im Jahr 2011 wurden nach Untersuchungen der Arbeitsgemeinschaft Kriegs­ur­sa­chen­for­schung (AKUF) weltweit 36 be­waff­ne­te Konflikte und Kriege geführt. Seit Ende der 1990er Jahre haben inner­staat­liche Gewalt­konflikte zwischen­staat­liche Kriege weit­gehend ab­ge­löst. Die meisten dieser Konflikte werden inner­halb von Ent­wick­lungs­ländern ausgetragen. Ein Krieg kann ein Land oder eine Region um Jahrzehnte zurück­werfen. Die Kosten für den Wieder­aufbau der Infra­struk­tur sind enorm. Nicht nur Häuser und Straßen, auch soziale Struk­turen werden durch Krieg zerstört; Versöhnung fällt umso schwerer, je mehr mensch­liches Leid erfahren wurde. Gewalt zu verhindern, bevor sie ausbricht, ist daher das Ziel der Krisenprävention. Weiterlesen


Konfliktbearbeitung: Gewaltfreie Lösungen entwickeln

Ein wichtiges Ziel der Ent­wick­lungs­po­li­tik ist es, den Ko­ope­ra­tions­ländern im Krisenfall zu helfen, Konflikte gewaltfrei zu beenden. Maßnahmen werden dann darauf ausgerichtet, die Lage zu ent­schär­fen und ge­mein­sam mit den Akteuren vor Ort fried­liche Lösungen zu entwickeln. Der Dialog auf Regierungs­ebene und die Stärkung der Fähig­keiten von Ent­schei­dungs­trägern in Politik, Staat und Ge­sell­schaft, kooperative Lösungen zu ent­wickeln, sind zentrale Ansatz­punkte der Ent­wick­lungs­zu­sam­men­ar­beit. Durch begleitende Maß­nah­men kann sie darüber hinaus den Hand­lungs­spiel­raum für po­li­ti­sche Lösungen erweitern helfen. Weiterlesen


Friedensförderung: Versöhnung und Wiederaufbau

Um langfristig Frieden zu schaffen, reicht es nicht, die Gewalt zu beenden. Wenn die Ursachen eines Konfliktes nicht beseitigt werden, kann er immer wieder ausbrechen. Maß­nah­men des Wieder­auf­baus müssen von Ver­söh­nungs­prozessen begleitet werden, um eine Grund­lage für stabile soziale Struk­turen zu schaffen. Es gilt, den betroffenen Staat in die Lage zu ver­set­zen, seine Auf­gaben wieder wahr­zu­nehmen. Dazu fördert das BMZ die Ent­wick­lung von per­so­nellen und insti­tu­tio­nellen Kapazitäten. Gleich­zeitig unter­stützt es die Arbeit von Wahrheits- und Menschen­rechts­kommissionen, die juristische Aufarbeitung von Kriegs­ver­brechen sowie Versöhnungs­projekte und Programme zur psycho­lo­gi­schen Betreuung von Kriegsopfern. Weiterlesen


Gewalt gegen Kinder in bewaffneten Konflikten

Anders als früher sind Zivilisten – und vor allem Kinder – inzwischen die Haupt­leid­tra­gen­den gewalt­samer Aus­ein­an­der­set­zun­gen. Rund eine Milliarde Kinder und Jugend­liche leben nach Schätzung des Kinder­hilfs­werks der Ver­ein­ten Nationen (UNICEF) in Gebieten mit be­waff­neten Konflikten. Exzessive Gewalt­erfahrungen, Flucht, Vertreibung und das Zerreißen von Familien trau­ma­ti­sieren Kinder schwer. Viele sind durch die Folgen von Kriegen auf sich allein gestellt. Nach Angaben des Flücht­lings­hilfs­werks der Vereinten Nationen (UNHCR), das sich welt­weit um Flücht­linge, Staaten­lose, Asyl­suchende und Binnen­ver­trie­bene kümmert, sind rund die Hälfte der 34 Millionen Flüchtlinge Kinder. Weiterlesen


Ziviler Friedensdienst: Fachleute im Einsatz für den Frieden

Der Zivile Friedensdienst (ZFD) wird von deutschen Friedens- und Ent­wick­lungs­orga­ni­sa­tionen getragen und vom Bun­des­mi­nis­te­ri­um für wirt­schaft­liche Zu­sam­men­ar­beit und Ent­wick­lung finanziert. ZFD-Fachkräfte unter­stützen welt­weit in Krisen­regionen ört­liche Partner­or­ga­ni­sa­tionen dabei, Grundlagen für einen nach­hal­ti­gen Frieden zu schaffen. Sie ver­mit­teln in Kon­flik­ten, bringen Anliegen be­nach­tei­lig­ter Menschen an die Öffent­lich­keit, be­glei­ten ehe­malige Soldaten auf ihrem Weg ins zivile Leben, arbeiten mit trau­ma­ti­sier­ten Opfern von Gewalt oder er­mög­li­chen Flücht­lingen die Rück­kehr in ihre Heimat. Sie ar­bei­ten dabei immer mit lo­ka­len Or­ga­ni­sa­ti­on­en und Initiativen zusammen. Weiterlesen


Fragile Staatlichkeit: Herausforderung für die Entwicklungspolitik

Rund 1,5 Milliarden Menschen leben in Ländern, die von Gewalt, Konflikten und unsicheren politischen Verhältnissen geprägt und weit davon entfernt sind, die Mil­len­ni­ums­ent­wick­lungs­ziele bis zum Jahr 2015 zu erreichen. Denn Konflikte und Fragilität führen häufig zu weiteren Entwicklungsproblemen wie Armut, Hunger und Menschenrechtsverletzungen. In 40 Prozent aller Länder, die einen Konflikt durchlaufen haben, kommt es innerhalb von zehn Jahren nach dessen Ende erneut zu gewalttätigen Aus­ein­an­der­set­zun­gen. Aus eigener Kraft können diese sogenannten "fragilen Staaten" die Spirale von Armut und Gewalt nicht mehr durchbrechen. Weiterlesen


Weiterführende Informationen

Hier finden Sie eine Auswahl von Links auf Dokumente und Internetseiten, die ergänzende Informationen zu den Themen Friedensentwicklung, Krisenprävention, Konfliktbearbeitung, Friedens­förderung, Kinder in bewaffneten Konflikten, Ziviler Friedensdienst und fragile Staatlichkeit bieten. Weiterlesen


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Lexikon der Entwicklungspolitik

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