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Handlungsebenen

Vor Ort: Ursachen von Konflikten beseitigen


Rund die Hälfte der Ko­ope­ra­tions­länder der deutschen Ent­wick­lungs­zu­sam­men­ar­beit zählt zur Gruppe der so­ge­nann­ten "fragilen und von Konflikten be­troffenen Staaten", also Staaten mit schwachen In­sti­tu­tionen, in denen Sicher­heit, Wohl­ergehen und Ent­wick­lungs­chancen der Menschen nur teil­weise oder gar nicht gewähr­leistet sind. Krisen­prävention ist eine Quer­schnitts­aufgabe aller Vorhaben der deutschen Ent­wick­lungs­zu­sam­men­ar­beit in diesen Konflikt­län­dern. Im Auftrag oder mit Un­ter­stüt­zung des BMZ setzen sich Durch­füh­rungs­orga­ni­sa­tionen und Nicht­re­gierungs­or­ga­ni­sa­tio­nen (NROs) vor Ort dafür ein, die struk­tu­rellen Ursachen von Konflikten zu erkennen und zu beseitigen.

Zusätzlich können Friedens­ent­wick­lung und Krisen­prävention mit Ko­ope­ra­tions­ländern als Schwer­punkte der ge­mein­sa­men Ent­wick­lungs­zu­sam­men­ar­beit vereinbart werden, wie zum Beispiel in der Ko­ope­ra­tion mit Kolumbien, Philippinen, Sri Lanka oder Timor-Leste. Dadurch werden alle Maß­nah­men dieses Arbeits­bereichs gebündelt und können noch mehr Wirkung erzielen.

Friedensentwicklung ist ein äußerst anspruchs­volles Arbeits­feld. Die in diesem Bereich ein­ge­setz­ten Mit­ar­bei­ter­innen und Mit­ar­bei­ter der deutschen Ent­wick­lungs­zu­sam­men­ar­beit benötigen eine starke Motivation, viel Geduld, besondere Fach­kennt­nisse und große Sensibilität. Um sie auf ihren Einsatz in Konflikt­län­dern vor­zu­be­rei­ten, hat das BMZ gemein­sam mit den Durch­füh­rungs- und Nicht­re­gierungs­or­ga­ni­sa­tio­nen spezielle Fort­bil­dun­gen und Seminare entwickelt.

Ausführliche Informationen zu diesem Thema finden Sie in der Rubrik Ziviler Friedensdienst.

Lexikon der Entwicklungspolitik

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