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Regional: Zusammenschlüsse von Staaten fördern


Versammlung auf kommunaler Ebene. Urheberrecht: GIZ GhanaRegionale Zu­sam­men­schlüs­se von Staaten spielen eine be­deu­ten­de Rolle bei der Krisen­prä­ven­tion. Sie werden des­halb von der deut­schen Ent­wick­lungs­po­li­tik gefördert

Ein wichtiger Partner ist die Afri­ka­nische Union (AU), die eine eigene Krisen­prä­ven­tion und Konflikt­be­wäl­ti­gung in Form der Afri­ka­ni­schen Sicher­heits­ar­chi­tek­tur (African Peace and Security Architecture, APSA) ein­ge­richtet hat. Dabei wurde sie von der Bun­des­re­gie­rung umfang­reich unter­stützt, unter anderem durch den Aufbau der AU-Abteilung für Frieden und Sicher­heit aus Mitteln der Ent­wick­lungs­zu­sam­men­ar­beit. Darüber hinaus beteiligt sich Deutsch­land auch an der Ent­wick­lung und Ver­mitt­lung ziviler Trainings­inhalte an ver­schie­de­nen afri­ka­ni­schen Trainings­ein­rich­tun­gen wie dem Kofi Annan In­ter­na­tional Peacekeeping Training Center in Ghana, an denen zivile und militärische Einsatz­kräfte auf die Teil­nahme an Friedens­missionen vorbereitet werden.

Andere regionale In­sti­tu­tionen bearbeiten spezifische Probleme, etwa die Nutzung na­tür­licher Res­sour­cen, den Aufbau von Konflikt­früh­warn­systemen oder die Aus­bil­dung von Polizisten und Wahl­beobachtern. Beispiele dafür sind die Fluss­kom­mis­sio­nen der Nil-Anrainer­staaten oder die In­ter­na­ti­o­nale Konferenz der Großen Seen Region (ICGLR).

Auch den Gefahren der unerlaubten Verbreitung von Klein­waffen kann mit regionalen Ansätzen wirk­samer begegnet werden, als dies auf national­staat­licher Ebene möglich wäre. Die deutsche Ent­wick­lungs­zu­sam­men­ar­beit unterstützt die Ent­wick­lungs­ge­mein­schaft des Südlichen Afrikas (SADC) wie auch die Ost­afri­ka­ni­sche Ge­mein­schaft (EAC) bei der Ent­wick­lung und Umsetzung von Maß­nahmen der Kleinwaffenkontrolle.

Lexikon der Entwicklungspolitik

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