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Arbeitsfelder und Instrumente

Förderung von Frauen im Bereich ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Ernährungssicherung

Eine Frau begutachtet den Mais auf einem Feld am Rande von Bangui in der Zentralafrikanischen Republik.

Der Lebensunterhalt weiter Teile der Bevölkerung in den Entwicklungsländern hängt weitgehend von der Landwirtschaft ab – und damit von den Frauen: Sie produzieren den größten Teil der Nahrungsmittel.

Trotzdem haben sie häufig nur wenige Gestaltungsmöglichkeiten. Ihnen fehlen die dazu nötigen Rechte und finanziellen Mittel und auch das Land ist fast immer im Besitz der Männer. Weltweit haben Frauen, die in ländlichen Gebieten leben, dadurch sehr häufig geringere Entwicklungschancen als Männer. Die Armut unter ihnen ist besonders hoch und die Bildungschancen sind besonders niedrig.

Gleichberechtigter Zugang zu Land, zu landwirtschaftlicher Beratung und zu Produktionsmitteln wie Saatgut oder Dünger kann die Produktivität der Frauen erheblich steigern. Dadurch verbessert sich die Lebensmittelversorgung der gesamten Bevölkerung und die Gefahr von Hunger sinkt.

Nach Schätzungen der Welternährungsorganisation (FAO) könnten weltweit rund 150 Millionen Menschen vor Hunger bewahrt werden, wenn Bäuerinnen in Entwicklungsländern die gleichen Mittel und Möglichkeiten für ihr landwirtschaftliches Engagement erhalten würden wie Bauern. In Ländern mit einer starken Benachteiligung von Frauen und mit hoher weiblicher Analphabetenrate leiden mehr Menschen an Hunger als in vergleichbaren Ländern mit mehr Gleichberechtigung. Die Zahl der unterernährten Kinder in Südasien könnte sich durch eine entsprechende Förderung von Frauen um 13,4 Millionen und in Subsahara-Afrika um 1,7 Millionen verringern.

Mit der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung hat sich die internationale Staatengemeinschaft zum Ziel gesetzt, alle Formen der Mangelernährung zu beenden und den Ernährungsbedürfnissen von heranwachsenden Mädchen, schwangeren und stillenden Frauen und älteren Menschen Rechnung zu tragen.

Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit engagiert sich darum intensiv für die Gleichberechtigung der Geschlechter in den Bereichen der ländlichen Entwicklung und Ernährungssicherung. Dazu soll insbesondere die Teilhabe von Frauen in der Landwirtschaft und Nahrungsmittelproduktion sichergestellt und ihre aktive Einbindung in landwirtschaftliche Wertschöpfungsketten, zum Beispiel durch berufliche Bildung, gefördert werden.

Umfassende Informationen über das deutsche Engagement für ländliche Entwicklung finden Sie hier.

Lexikon der Entwicklungspolitik

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