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Arbeitsfelder und Instrumente

Klimawandel, Katastrophen­risiko­management und nachhaltige Entwicklung

Frauen waschen Kleider in den überschwemmten Gebieten im Süden Somalias im Dezember 2006.

Der Klimawandel äußert sich nicht nur durch Temperaturanstiege und Veränderungen der Ökosysteme, sondern wirkt sich auch gravierend auf das menschliche Zusammenleben aus. Die sozialen Folgen des Klimawandels sind nicht geschlechtsneutral: Männer und Frauen sind unterschiedlich stark vom Klimawandel betroffen.

So fordern Naturkatastrophen zum Beispiel dann viele weibliche Todesopfer, wenn Warnungen Frauen nicht erreichen oder sie Überlebenstechniken wie Schwimmen nie erlernt haben. Das Risiko von Frauen und Kindern, in Folge von Naturkatastrophen zu sterben, ist bis zu 14-mal höher als bei Männern.

Zudem führen klimatische Phänomene wie Wassermangel und Verschlechterung der Ackerböden dazu, dass Frauen immer mehr Zeit und Kraft für die Erledigung ihrer Arbeiten benötigen. Um das Überleben ihrer Familie zu sichern, müssen sie auf den Feldern härter und länger arbeiten und längere Wege bewältigen, um Nahrungs- und Futtermittel, Wasser und Brennholz zu holen. Aufgrund ungünstiger rechtlicher Rahmenbedingungen und fehlender finanzieller Mittel haben Frauen häufig nicht die Möglichkeit, bei zunehmenden Problemen in der Landwirtschaft auf einen alternativen Erwerbszweig auszuweichen.

Auch bei der Anpassung an den Klimawandel spielen Männer und Frauen unterschiedliche Rollen. Frauen haben in vielen Bereichen großes Potenzial, aktiv auf den Klimawandel zu reagieren und alternative Strategien der Ernährungssicherung zu entwickeln. Ihr spezifisches Wissen und ihre Erfahrungen bleiben jedoch vielfach ungenutzt.

Deutschland fördert in seinen Kooperationsländern deshalb Maßnahmen, die dazu dienen, das Potenzial von Frauen besser zu nutzen und ihnen einen besseren Zugang zu Informationen (auch zu Frühwarnsystemen) zu verschaffen. Die deutsche Entwicklungspolitik hat das Ziel, alle Vorhaben zur Anpassung an den Klimawandel und zum Umwelt- und Ressourcenschutz geschlechtersensibel zu gestalten.

Auch das Klimaabkommen von Paris (2015) erkennt die Gleichberechtigung der Geschlechter und das Empowerment von Frauen als grundlegende Prinzipien zur Bewältigung des Klimawandels an. Es ruft dazu auf, sämtliche Maßnahmen zum Aufbau von Wissen und Fähigkeiten in diesem Bereich geschlechtergerecht zu gestalten.

Umfassende Informationen über das deutsche Engagement zum Schutz des Klimas und zur Abfederung der Folgen des Klimawandels finden Sie ​hier.

Lexikon der Entwicklungspolitik

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