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Arbeitsfelder und Instrumente

Frauen und Armutsbekämpfung

Ein Mädchen in einem Slum in Bangladesch schaut in einen Spiegel

Frauen sind in besonderem Maße von Armut betroffen. Armut ist nicht nur Ausdruck fehlenden Einkommens, sondern drückt sich auch in fehlenden Rechten, fehlender Würde und mangelnden Chancen auf gesellschaftliche und politische Einflussmöglichkeiten aus.

In den vergangenen 30 Jahren haben sich die Möglichkeiten für Frauen, ihre Armut aus eigener Kraft zu überwinden, erheblich vergrößert – allerdings gibt es weiterhin viele Hindernisse, die noch überwunden werden müssen. Nach wie vor haben Frauen weniger Chancen auf wirtschaftlichen Erfolg: Weltweit leisten Frauen 66 Prozent der Arbeit, produzieren 50 Prozent der Lebensmittel, bekommen aber nur 10 Prozent des Einkommens und besitzen nur 1 Prozent des Vermögens.

Unbezahlte Arbeiten, zum Beispiel in der Familie oder im informellen Sektor, werden besonders häufig von Frauen geleistet. In der Landwirtschaft verfügen Frauen über weniger Farmland als Männer. Und auch in anderen Wirtschaftsbereichen sind von Frauen geführte Unternehmen im Durchschnitt kleiner und weniger ertragreich als Firmen, die im Besitz von Männern sind.

Besonders deutlich werden diese Probleme, wenn Mädchen und Frauen von Mehrfachdiskriminierung betroffen sind, wenn sie also nicht nur mit fehlender Geschlechtergleichheit und Armut, sondern auch noch mit weiteren Formen der Benachteiligung konfrontiert sind. Zum Beispiel wenn sie zu ethnischen Minderheiten gehören, mit Behinderungen leben oder in besonders abgelegenen Gegenden wohnen.

Der strukturelle Zusammenhang zwischen Armut und Geschlechterungleichheit wird daher in vielen Programmen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit berücksichtigt. Für alle Programme gilt: Armut ist nicht geschlechtsneutral.

Umfassende Informationen über das deutsche Engagement zur Reduzierung der weltweiten Armut finden Sie hier.

Lexikon der Entwicklungspolitik

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