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NELGA - Exzellenznetzwerk Land Governance in Afrika

Fachkräfte ausbilden und nachhaltige Landpolitik fördern

Nomaden im Norden Kenias

In Afrika sind unsichere Landrechte und eine unklare Bodenordnung noch immer ein zentrales Entwicklungshindernis. Wer keinen sicheren Zugang zu Boden und anderen natürlichen Ressourcen hat, läuft eher Gefahr, zu hungern oder zu verarmen.

Die Afrikanische Union, ein Zusammenschluss von über 50 afrikanischen Staaten, hat erkannt, wie dringend die Landpolitik verbessert werden muss. Sie gründete daher 2006 die Initiative für Landpolitik (Land Policy Initiative, LPI). Diese Initiative soll durch bessere Landeigentums- und Landnutzungsrechte dabei helfen, dass Kleinbauernfamilien in Afrika aus eigener Kraft ihre Armut überwinden und für die eigene Ernährung sorgen können.

In vielen afrikanischen Ländern fehlt es bisher an Fachkräften, die die verantwortlichen Stellen bei der Planung und Umsetzung beraten können. Know-how in Bereichen wie Vermessung, Landnutzungsplanung, Landtitelregistrierung und Katasterwesen muss aufgebaut werden. Ebenso ist es notwendig, dass sich die Aus- und Weiterbildungsangebote an Hochschulen verbessern. Um Entscheidungen zur Verteilung von Land zu treffen, Land Grabbing zu verhindern und vor allem Kleinbäuerinnen und -bauern den Erwerb von und Zugang zu Land zu erleichtern, werden fundiertes Wissen und räumliche Daten benötigt.

Kompetenzen fördern und vernetzen

Mit dem Projekt "Stärkung der Beratungskapazitäten für Afrika" unterstützt das BMZ die Initiative für Landpolitik unter anderem dabei, ein Exzellenznetzwerk zu Landpolitik in Afrika (Network of Excellence on Land Governance in Africa, NELGA) aufzubauen.

Das Netzwerk aus afrikanischen Universitäten und Forschungseinrichtungen, Beraterinnen und Beratern sowie afrikanischen und internationalen Expertinnen und Experten soll dazu beitragen, eine nachhaltige, entwicklungsorientierte Landpolitik und die entsprechenden Richtlinien umzusetzen.

Universitäten und andere Aus- oder Weiterbildungsinstitutionen werden dabei unterstützt, ihre Bildungsprogramme fachlich zu verbessern und stärker an der Nachfrage zu orientieren. Um Ausbildungsprogramme aufzubauen und zu optimieren, ist der Wissenstransfer zwischen internationalen sowie zwischen afrikanischen Universitäten zentral.

Zusätzlich baut die Weltbank im Rahmen eines Treuhandfonds ein innovatives Forschungsbegleitprogramm auf. Es stellt wissenschaftliche Erkenntnisse für den kontinentalen und nationalen Wissensaustausch, Politikberatung sowie Aus- und Weiterbildungsangebote zur Verfügung.


Lexikon der Entwicklungspolitik

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