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Sonderinitiative EINEWELT ohne Hunger

Programm "Ernährungssicherung und Resilienzstärkung"


Kleinbäuerinnen in Burkina Faso

Im Rahmen des Programms "Ernährungssicherung und Resilienzstärkung" setzt die Sonderinitiative "EINEWELT ohne Hunger" Maßnahmen in elf Ländern um. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Ländern südlich der Sahara und in Asien, weil dort die Ernährungssituation von Frauen und Kleinkindern besonders kritisch ist. Das Programm setzt auf einen Mix aus verschiedenen Ansätzen: Beratung zur Ausweitung der Landwirtschaft auf neue Produkte und Märkte, Aufklärung über ausgewogene Ernährung und Hygiene, Verbesserung von Gesundheitsdiensten und die Verankerung erfolgreicher Ansätze in nationale politische Strategien sind nur einige der Aktivitäten. Das Programm trägt dazu bei, die Ernährungssituation und Widerstandskraft gegenüber Hungerkrisen von bis zu vier Millionen Menschen zu verbessern.

Grundlegendes Ziel des Programms ist, dass sich arme Haushalte jederzeit – auch in Zeiten von Hungerkrisen – ausreichend und gesund ernähren können. Hauptzielgruppe sind Frauen im gebärfähigen Alter, Schwangere, stillende Mütter und Kleinkinder. Maßnahmen zur strukturellen Bekämpfung von Hunger und Mangelernährung sind eine der wirksamsten Investitionen in die Zukunft. Die Verbesserung der Ernährungssituation führt zu besseren körperlichen und geistigen Entwicklungschancen für die Kleinkinder. Davon profitieren sämtliche Haushaltsmitglieder – und die gesamte Volkswirtschaft eines Landes.

Die Ziele im Kampf gegen Hunger und Mangelernährung sind:

  • verbesserte Qualität und vielfältigere Nahrung,
  • stabiler Zugang zu und höhere Verfügbarkeit von Nahrung,
  • besseres Angebot von Dienstleistungen in den Bereichen Landwirtschaft, Gesundheit, Bildung, soziale Sicherung sowie Wasser, Sanitärversorgung und Hygiene für ernährungsgefährdete Menschen.

Für das Programm "Ernährungssicherung und Resilienzstärkung" stehen bis 2020 knapp 70 Millionen Euro zur Verfügung. Zielländer sind derzeit Äthiopien, Benin, Burkina Faso, Indien, Jemen, Kambodscha, Kenia, Malawi, Mali, Sambia und Togo.

Um eine möglichst hohe Wirkung zu erzielen, knüpfen die Aktivitäten an bestehende Programme der deutschen Entwicklungszusammenarbeit in verschiedenen Bereichen an. Auf diese Weise erhält die Verbesserung der Ernährungssituation von Frauen und Kindern auch ein höheres politisches Gewicht.

Lexikon der Entwicklungspolitik

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