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Programm "Ernährungssicherung und Resilienzstärkung" in Malawi

Ernährung von Frauen, Grund- und Vorschulkindern verbessern


Junge Frauen vor einem Haus in Ngara, Malawi

In Malawi ernähren sich viele Menschen auf dem Land überwiegend von Mais. Der macht zwar satt, liefert aber nicht genug Nährstoffe und Spurenelemente. Die einseitige Ernährung führt zu Mangelerscheinungen mit schwerwiegenden Folgen: Mangelernährte Kinder werden dauerhaft in ihrem Wachstum und ihrer geistigen Entwicklung geschädigt. Fast jedes zweite Kind in Malawi ist davon betroffen.

Auch unter Schwangeren und Müttern ist Mangelernährung verbreitet. Das ist eine schwere Belastung nicht nur für die Frauen und Kinder selbst, sondern auch für die wirtschaftliche Entwicklung Malawis, das zu den am wenigsten entwickelten Ländern weltweit gehört.

In den besonders stark betroffenen Distrikten Dedza und Salima arbeitet die deutsche Entwicklungszusammenarbeit im Rahmen der Sonderinitiative "EINEWELT ohne Hunger" daran, die Ernährungssituation von Frauen und Kindern zu verbessern. Gewohnte Ernährungsmuster lassen sich nicht von heute auf morgen verändern. Deshalb setzt das Programm "Ernährungssicherung und Resilienz" auf verschiedenen Ebenen an: Gesundheitsdienste beraten Mütter und Schwangere, wie sie die Ernährung ihrer Familien verbessern können. Sie lernen von Landwirtschaftsberaterinnen und -beratern, wie sie eine Vielzahl von Obst, Knollen- oder Hülsenfrüchten anbauen können.

In Kochkursen lernen die Frauen, mit lokal erhältlichen Nahrungsmitteln abwechslungsreiche, ausgewogene Mahlzeiten auf den Speiseplan zu bringen. Auch Grundschulen nehmen das Thema Ernährung auf, zudem wird die Versorgung der Kinder mit gehaltvollem Schulessen unterstützt. Ergänzt wird das Programm durch Gesundheits- und Hygieneberatung.

In den kommenden Jahren werden davon 15.000 Mütter und 8.000 Grund- und Vorschulkinder profitieren. Eine ausgewogenere Ernährung wird die Entwicklung vieler Kinder verbessern – und damit die Zukunftschancen einer ganzen Region.

Lexikon der Entwicklungspolitik

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