Hintergrund
Wachsende Weltbevölkerung –
wachsende Nachfrage nach Nahrungsmitteln
Experten gehen davon aus, dass bis zum Jahr 2050 mehr als neun Milliarden Menschen auf der Erde leben werden, die meisten davon in Entwicklungsländern. Der wachsenden Nachfrage nach Nahrungsmitteln steht nur eine begrenzte landwirtschaftliche Nutzfläche gegenüber: Die Ernährung der Bevölkerung muss gesichert werden, obwohl pro Kopf immer weniger Ackerland und Weidefläche zur Verfügung stehen und das Wasser knapper wird. Möglich ist das durch eine Steigerung der Produktivität, bei der gleichzeitig die Ökosysteme geschützt werden müssen – eine große Herausforderung für die Agrarforschung. mehr
Internationale Kooperation
Forschung als Beitrag zur Ernährungssicherung
Anfang der 1970er Jahre wurde aufgrund des weltweit anhaltenden Bevölkerungswachstums und stagnierender Ernteerträge eine riesige Hungerkrise prognostiziert. Deshalb wurde 1971 die Beratungsgruppe für Internationale Agrarforschung (Consultative Group on International Agricultural Research, CGIAR) gegründet. Sie unterstützt zurzeit 15 internationale Forschungszentren verschiedener Disziplinen. Am Anfang wurden Ertragsverbesserungen für Weizen, Mais und Reis erforscht, später kamen Kartoffeln, Maniok und Hirse sowie wichtige Hülsenfrüchte hinzu. Auch die Entwicklung leistungsfähiger Produktionssysteme in der Tierhaltung, die Bekämpfung von Tierkrankheiten und der Erhalt der genetischen Vielfalt sind Themen dieser angewandten Forschung. Dazu baut die CGIAR zum Beispiel ein weltweites Netz von Genbanken auf. mehr


