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HIPC-Initiative

Schritt 1: Decision Point – der Entscheidungspunkt


Für den Prozess der Entschuldung werden zwei Zeit­punkte festgelegt: der Entscheidungs­punkt (Decision Point) und der Vollendungs­punkt (Completion Point).

Am Decision Point wird festgestellt, ob sich das Land für den Entschuldungs­prozess qualifiziert hat. Dazu muss es über einen gewissen Zeitraum, in der Regel drei Jahre, einen Nachweis über wirt­schafts­politische Reformen erbringen. Der Nachweis geschieht durch die Umsetzung eines Programms, das gemeinsam mit dem In­ter­na­ti­o­nalen Währungs­fonds (IWF) erarbeitet wird.

Die teilnehmenden Länder werden in dieser Zeit bereits unter­stützt, zum Beispiel durch Vorhaben der Ent­wick­lungs­zu­sam­men­ar­beit, die das wirt­schaft­liche Reformprogramm stützen. Anschlie­ßend wird eine sogenannte Schulden­trag­fähig­keits­analyse durch­geführt. Durch sie wird ermittelt, ob das Land die Kriterien für eine übermäßig hohe Verschuldung erfüllt.

Wenn ein Land die Voraussetzungen am Decision Point erfüllt, gewähren einige der multi­lateralen Or­ga­ni­sa­ti­on­en, etwa Weltbank, IWF, regionale Entwicklungs­banken und die im Pariser Club zusammen­geschlossenen Gläubiger­länder, schon während dieser Phase deutliche Schulden­erleichterungen. So werden zum Beispiel Tilgungen und Zins­zahlungen für laufende Kredite ausgesetzt.

Lexikon der Entwicklungspolitik

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