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Erneuerbare Energien

Wasserkraft:
Energie umweltfreundlich gewinnen


Wasserkraft hat bereits heute einen weltweiten Anteil von 15 Prozent an der Stromerzeugung. So deckt zum Beispiel Lateinamerika mehr als zwei Drittel seines Strombedarfs aus Wasserkraft, überwiegend produziert in Großwasserkraftwerken. Die Wasserkraft vereint zwei große Vorteile: Ihre Erzeugungs­kosten sind niedrig, und viele Reservoirs liefern zahlreiche Nebennutzen wie Bewässerung, Trinkwasserversorgung, Beiträge zum Hochwasserschutz und zur Schiffbarkeit von Flüssen.

Für den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien kann die Wasserkraft also eine sehr wichtige Rolle spielen. Allerdings muss bei jedem neuen Kraftwerk die Frage der Nachhaltigkeit besonders sorgfältig geprüft werden. Denn der Neubau von Wasserkraftwerken – vor allem der Bau großer Staudämme – greift stark in die Natur und das Leben der Menschen in der Region ein. Bei unvermeidbaren Umsiedlungen muss darauf geachtet werden, dass die Bevölkerung angemessen entschädigt und am Ertrag des Projekts beteiligt wird. Auch die Grundlagen zum Lebensunterhalt müssen langfristig erhalten werden.

Das BMZ unterstützt Partnerländer bei Planung und Bau von Projekten zur Nutzung der nachhaltigen Wasserkraft, vor allem im Bereich der sogenannten Kleinwasserkraft. Große Staudamm­projekte werden nur selten gefördert und müssen in jedem Fall die Empfehlungen der Weltstaudammkommission (WCD) erfüllen. Gefördert werden außerdem Vorhaben, durch die stillgelegte Wasserkraftwerke modernisiert und wieder in Gang gesetzt werden. Oft ist die wiederhergestellte Stromversorgung Voraussetzung für weitere Entwicklungsprojekte, etwa im Bereich der Aus- und Fortbildung von Handwerkern.

Lexikon der Entwicklungspolitik

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