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Internationale Politik

Internationale Organisation für Erneuerbare Energien (IRENA)


Logo der Internationalen Organisation für Erneuerbare Energien (IRENA)

Am 26. Januar 2009 wurde in Bonn von 75 Staaten die Internationale Organisation für Erneuerbare Energien (International Renewable Energy Agency, IRENA) gegründet. Bis Juni 2012 hatten 158 Staaten sowie die Europäische Union das Statut von IRENA unterzeichnet. 107 Unterzeichner sind Entwicklungsländer.

Der rasante Mitgliederzuwachs zeigt die Bedeutung, die Regierungen weltweit den erneuerbaren Energien zumessen. Sie haben erkannt, dass der Klimawandel und die immer knapper werdenden fossilen Ressourcen eine grundlegende Umstruk­turierung der Energiesysteme erfordern. Ziel der Organisation ist es daher, weltweit die Lücke zwischen dem enormen Potenzial der erneuerbaren Energien und deren noch relativ geringem Anteil am Energieverbrauch zu schließen.

IRENA ist mit diesem Ziel die einzige internationale Organisation, die sich ausschließlich auf erneuerbare Energien konzentriert. Schwerpunkt der Arbeit ist, Industrie- und Entwicklungsländer gleichermaßen zu beraten, die richtigen Rahmenbedingungen zu schaffen, Kompetenzen aufzubauen sowie Finanzierung und Technologie- und Wissenstransfer für erneuerbare Energien zu verbessern.

Ihren Hauptsitz hat die IRENA in Abu Dhabi. Daneben werden in Bonn ein Innovations- und Technologiezentrum für erneuerbare Energien (IITC) und in Wien ein Verbindungsbüro zu inter­natio­nalen Organisationen im Energiebereich aufgebaut.

Die Initiative der Bundesregierung zur Gründung von IRENA wurde von Spanien und Dänemark aktiv unterstützt. Innerhalb Deutschlands wurde der Gründungsprozess der neuen Organi­sation vom Bundesumweltministerium und Bundes­entwicklungs­ministerium in enger Kooperation mit dem Auswärtigen Amt vorangetrieben.

Lexikon der Entwicklungspolitik

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