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Internationale Politik

Engagement auf der Ebene der Europäischen Union


EU-FlaggeDie Europäische Union ist weltweit der größte Geber von entwick­lungspolitischen Leistungen: EU-Kommission und EU-Mitglieds­staaten stellen gemeinsam mehr als die Hälfte der globalen öffentlichen Mittel für Entwicklungs­zusammen­arbeit. Energie ist ein zentraler Arbeits­bereich der europäischen Entwicklungs­zusammen­arbeit.

Afrika-EU-Energiepartnerschaft

Eine umfassende Energiepartnerschaft zwischen Afrika und Europa wurde während der deutschen EU-Ratspräsidentschaft 2007 auf den Weg gebracht. Sie ist nun wichtiger Bestandteil der neuen Afrika-Strategie, die auf dem EU-Afrika-Gipfel Ende 2007 in Lissabon verabschiedet wurde.

Die Energiepartnerschaft legt Ziele fest, die gemeinsam erreicht werden sollen:

  • Stärkung des Zugangs zu Energie und einer sicheren Energieversorgung,

  • Förderung von technischen und personellen Kapazitäten sowie der Rahmenbedingungen für Investitionen im Energiebereich,

  • Steigerung der Investitionen, insbesondere in erneuerbare Energien und Energieeffizienz,

  • Verwendung der Einnahmen aus Öl- und Gasexporten für Entwicklung,

  • Steigerung der Transparenz und Verbesserung des Managements im Energiesektor,

  • Berücksichtung des Klimawandels und der notwendigen Anpassungsmaßnahmen.

Auf dem ersten hochrangigen Treffen der Afrika-EU-Energie­partnerschaft im September 2010 in Wien setzten sich die Teilnehmer klare Ziele: Unter anderem sollen bis 2020 weitere 100 Millionen Menschen in Afrika Zugang zu modernen und nachhaltigen Energiedienstleistungen erhalten und zusätzliche 10.000 Megawatt Strom aus Wasserkraft und 5.000 Megawatt aus Windenergie gewonnen werden.

Energieinitiative der EU (EUEI)

Die Energieinitiative der Europäischen Union (EU Energy Initiative, EUEI) wurde auf dem Weltgipfel 2002 in Johannesburg gestartet. Ziel der Initiative ist es, die weltweite Armut zu bekämpfen und den mehr als zwei Milliarden Menschen, die ohne moderne Energieversorgung auskommen müssen, einen Zugang zu nachhaltigen Energiedienstleistungen zu ermöglichen. Dabei arbeitet die Initiative eng mit Entwicklungsländern, Finanz­institutionen, der Privatwirtschaft und der Zivilgesellschaft zusammen.

Zu den EUEI-Projekten gehört zum Beispiel die AKP-EU-Energiefazilität. Mit den Finanzmitteln dieses Kreditrahmens werden Energievorhaben in ländlichen Regionen in Afrika, in der Karibik und im Pazifik (AKP) gefördert.

Partnership Dialogue Facility (PDF)

Die Partnership Dialogue Facility (PDF) ist ein im Rahmen der Energieinitiative der EU (EUEI) entwickeltes Finanzierungs­instrument. Sie wird von Deutschland und vier weiteren EU-Mitgliedsstaaten gefördert und über die GIZ in enger Abstimmung mit der EU-Kommission verwaltet.

Die Hauptaufgabe der PDF ist zum einen die Unterstützung von Entwicklungsländern in Sub-Sahara-Afrika und anderen Regionen bei der Ausarbeitung von Politikrichtlinien und regionalen sowie nationalen Strategien. Ziel ist, möglichst vielen Menschen Zugang zu Energie zu ermöglichen. Zum anderen trägt die PDF zur Umsetzung der Afrika-EU-Energiepartnerschaft bei. Sie unterstützt den Dialog mit und zwischen Partnerländern, ihren regionalen Organisationen, EU-Mitgliedsländern und der Europäischen Kommission.

Lexikon der Entwicklungspolitik

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