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Internationale Politik

Africa Renewable Energy Initiative

Klimafreundliche Energie für Afrika


Logo: Initiative für Erneuerbare Energien in Afrika (Africa Renewable Energy Initiative, AREI)

Wirtschaftliche und soziale Entwicklung braucht Energie. Erneuerbare Energien und Energieeffizienz bieten große Potenziale, nachhaltige Entwicklung und Klimaschutz effektiv miteinander zu verbinden.

Insbesondere in den afrikanischen Staaten südlich der Sahara ist der fehlende Zugang zu moderner Energie ein großes Entwicklungshemmnis. Etwa die Hälfte der Bevölkerung hat dort keinen Zugang zu Elektrizität. 2014 haben die Menschen in Afrika pro Kopf im gesamten Jahr durchschnittlich genauso viel Strom verbraucht wie die Menschen in Deutschland in nur einem Monat (0,57 Megawattstunden). In Subsahara-Afrika liegen die Werte noch deutlich niedriger (in Tansania beispielsweise bei 0,1 Megawattstunden).

Politisches Signal

Die Africa Renewable Energy Initiative (AREI) setzt hier an und fördert den Zugang zu Energieversorgung unter anderem durch dezentrale Ansätze. Sie ist eine von afrikanischen Akteuren entwickelte und geführte Initiative zur beschleunigten Nutzung erneuerbarer Energien auf dem Kontinent. Die AREI verfolgt das Ziel, bis 2020 zusätzlich zehn Gigawatt Stromerzeugungsleistung aus erneuerbaren Energien zu installieren. Das entspricht der Größenordnung von zehn großen Kohlekraftwerken.

Bis 2030 soll die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien auf mindestens 300 Gigawatt anwachsen. Das kommt einer Verdopplung der derzeitigen Stromerzeugungskapazitäten des Kontinents gleich. In Deutschland beträgt die installierte Leistung aus erneuerbaren Energien bereits rund 100 Gigawatt. Die Bundesregierung kann ihre Erfahrungen mit der Energiewende einbringen, um die afrikanischen Partner zu unterstützen.

Die AREI ist ein klares politisches Signal an die Welt, dass Afrika einen Ansatz der Umgestaltung gewählt hat, um nachhaltige Entwicklung durch einen klimafreundlichen Ausbau der Energieversorgung voranzutreiben. Mit diesem Ansatz leistet die AREI einen wertvollen Beitrag zur Umsetzung des Pariser Klimaabkommens. Gleichzeitig trägt die AREI direkt zum Erreichen der nachhaltigen Entwicklungsziele 7 (Energie) und 13 (Klima) bei und ist damit auch für den Agenda 2030-Prozess von großer Bedeutung.


Infografik: Initiative für Erneuerbare Energien in Afrika (AREI)
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Infografik: Initiative für Erneuerbare Energien in Afrika (AREI)


Internationale Unterstützung

Im Juni 2015 haben die G7-Staaten unter deutscher Präsidentschaft beschlossen, die AREI zu unterstützen und damit die Nutzung und den Ausbau erneuerbarer Energien in Afrika zu beschleunigen. In einer gemeinsamen Gebererklärung auf der Klimakonferenz im Dezember 2015 in Paris hat die G7 zusammen mit der Europäischer Kommission, den Niederlanden und Schweden ihre Unterstützung für die AREI bekräftigt: Die Staatengruppe kündigte an, den Ausbau der erneuerbaren Energien in Afrika auf Basis bestehender Initiativen bis 2020 mit zehn Milliarden US-Dollar finanziell zu unterstützen. Deutschland und Frankreich sind dabei mit drei Milliarden Euro die größten Geber.

Bei den Klimaverhandlungen im November 2016 dokumentierten die Geber in einer gemeinsamen Erklärung und einer Broschüre ihre Fortschritte bei der Erfüllung ihrer Zusagen aus dem Vorjahr. 2016 haben die G7, die Europäische Kommission, Schweden und die Niederlande gemeinsam mehr als 4,3 Milliarden US-Dollar an Neuzusagen für erneuerbare Energien, Stromübertragung und Energieeffizienz in Afrika gemacht. Mit 1,2 Milliarden Euro war Deutschland 2016 der größte bilaterale Geber der Gruppe und leistet damit einen erheblichen Beitrag zur Zielerreichung der AREI.


Lexikon der Entwicklungspolitik

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