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Energie

Energiepolitik – Schlüssel für Armutsbekämpfung und Klimaschutz


Solarzellen in einer Anlage zur Gewinnung von Energie aus Sonnenlicht. Urheberrecht: danielschoenen/Fotolia.comWeltweit leben heute etwa zwei Milliarden Men­schen ohne Zugang zu einer modernen Ener­gie­versorgung: Sie haben dadurch keine Chance, aus eigener Kraft ihre Armut zu über­winden und ihre Lebensbedingungen zu verbessern. Die nach­haltige Versorgung dieser Menschen mit Energie ist der Schlüssel für die Bekämpfung der weltweiten Armut. Sie ist darum Ziel der deutschen Entwicklungspolitik.

Eine zukunftsfähige Energieversorgung mindert nicht nur die Armut. Sie vermeidet gleichzeitig die Abhängigkeit von teuren fossilen Brennstoffen, vor allem von Öl. Sie hilft, die Umwelt zu schonen – vor Ort und weltweit. Deutschland unterstützt darum die Verbreitung von nachhaltigen und dezentralen Techniken der Energiegewinnung und setzt sich für eine effiziente Energie­erzeugung und -verwendung ein.

Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) engagiert sich unter anderem für den verbesserten Zugang zu Energie. Es fördert Energievorhaben in mehr als 50 Partnerländern sowie zahlreiche regionale und globale Programme. Von 2004 bis 2009 wurden für bilaterale Energievorhaben insgesamt mehr als vier Milliarden Euro bewilligt. 2010 belaufen sich die Zusagen für erneuerbare Energien und Energieeffizienz auf nahezu 1,8 Milliarden Euro. Damit ist Energie der größte Förderbereich des BMZ.

Mit 23 Ländern hat die Bundesregierung vereinbart, im Energiesektor verstärkt zusammenzuarbeiten: Afghanistan, Ägypten, Albanien, Armenien, Aserbaidschan,  Bangladesch, Bosnien-Herzegowina, Brasilien, Georgien, Indien, Kosovo, Marokko, Mexiko, Mongolei, Montenegro, Nepal, Pakistan, Senegal, Serbien, Südafrika, Tunesien, Uganda und Ukraine.

Um die Zusammenarbeit im Energiesektor zu einer strategischen Partnerschaft mit den Entwicklungsländern auszubauen, hat die Bundesregierung in den vergangenen Jahren zahlreiche Initiativen gestartet und umfangreiche Finanzmittel zur Verfügung gestellt.

Lexikon der Entwicklungspolitik

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