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Internationales Engagement

Bodenschutz als globales Nachhaltigkeitsziel

Logo: Globale Nachhaltigkeitsziele

Beim Weltgipfel in Rio wurde 2012 beschlossen, Vorschläge für universell gültige nachhaltige Entwicklungsziele (Sustainable Development Goals, SDGs) auszuarbeiten. Im Juli 2014 legte eine von den Vereinten Nationen eingesetzte Arbeitsgruppe 17 Vorschläge für die zukünftigen SDGs vor. Sie wurden im September 2015 beim Weltgipfel der Vereinten Nationen in New York (United Nations Sustainable Development Summit 2015) als Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung verabschiedet.

In vielen der 17 Ziele der Agenda 2030 wird der Schutz des Bodens indirekt berücksichtigt. Darüber hinaus wurde der Bodenschutz in Ziel 15 erstmals auch direkt als international verbindliches Ziel formuliert:

"Landökosysteme schützen, wiederherstellen und ihre nachhaltige Nutzung fördern, Wälder nachhaltig bewirtschaften, Wüstenbildung bekämpfen, Bodenverschlechterung stoppen und umkehren und den Biodiversitätsverlust stoppen."

Genannt wird dabei nicht nur die Bekämpfung der Desertifikation, sondern auch die Verminderung anderer Formen der Bodenverschlechterung. Konkret wird in Teilziel 15.3 vorgegeben, dass bis 2030 weltweit Landdegradierungsneutralität erreicht werden soll.

Dass das Thema Bodenschutz Eingang in die neuen globalen Entwicklungsziele gefunden hat, ist ein wichtiger Erfolg. Er zeigt, dass inzwischen auch auf internationaler Ebene das Bewusstsein dafür vorhanden ist, dass der Schutz des Bodens ein zentraler Aspekt für den gemeinsamen Einsatz gegen Armut, Hunger, Klimawandel und Artensterben ist: Bodenschutz ist damit als wichtiges "Querschnittsthema" auf dem Weg zu einer nachhaltigen Entwicklung anerkannt.

Lexikon der Entwicklungspolitik

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