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Äthiopien

Nachhaltiges Landmanagement für Ernährungssicherheit

Landwirtschaftliche Flächen mit einem terrassierten Bewässerungssystem in Alaga, Äthiopien

Der wichtigste Wirtschaftszweig in Äthiopien ist die Agrarwirtschaft. Doch die wachsende Bevölkerung, eine fortschreitende Desertifikation und die Auswirkungen des Klimawandels erschweren zunehmend eine produktive Landnutzung. Dies gilt insbesondere im Hochland, das von Erosion und Bodendegradierung betroffen ist. Da Speichermöglichkeiten für saisonale Niederschläge fehlen, wird Landwirtschaft dort hauptsächlich als Regenfeldbau betrieben, also ohne zusätzliche Bewässerung. Um die Erträge zu erhöhen, werden auch Böden mit geringer Fruchtbarkeit genutzt. Das begünstigt Degradierung und Erosion, mindert schließlich die Ernteerträge und gefährdet die langfristige Ernährungssicherung des Landes.

Um diese Entwicklung zu stoppen, unterstützt Deutschland das nationale Programm zur nachhaltigen Landbewirtschaftung im äthiopischen Hochland. Degradierter Boden soll wieder nutzbar gemacht werden, indem großflächig Erosionsrinnen gebaut, Terrassen errichtet und begrünt sowie Hanglagen stabilisiert werden.

Finanzielle Mittel der Bundesregierung und anderer Geber fließen außerdem in die kommunale Infrastruktur, unter anderem um das Bewässerungsproblem zu lösen. Damit die Böden dauerhaft erhalten bleiben, berät das äthiopische Landwirtschaftsministerium kleinbäuerliche Betriebe, wie nachhaltige Landwirtschaft funktioniert. Auf diese Weise wurden bereits 180.000 Hektar Boden wieder nutzbar gemacht, wovon rund 194.000 Haushalte profitieren.

Lexikon der Entwicklungspolitik

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