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Tadschikistan

Sichere Landrechte begünstigen Bodenschutz

Berglandschaft im Pamir-Gebirge, Tadschikistan

Nach der Unabhängigkeit Tadschikistans von der Sowjetunion lieferte diese keine verbilligte Steinkohle mehr an das zentralasiatische Land. Dadurch stieg die Nachfrage nach Brennholz so sehr, dass beinahe alle Wälder zerstört wurden.

Deshalb hat Deutschland lokale Forstbehörden und Waldnutzer in der Pamir-Region dabei unterstützt, ein neues Modell der Waldbewirtschaftung zu entwickeln: Beim "Joint Forest Management" überträgt die staatliche Forstbehörde langfristige Nutzungsrechte für Waldparzellen an private Pächter, damit sie diese nachhaltig nutzen und vor illegalem Holzschlag und Überweidung schützen. Ein Gewinn für alle: Die Pächter verfügen über eine geregelte Holzversorgung und ein besseres Einkommen; die Behörde bekommt ein Drittel der Erträge und kann sich auf ihre Kernaufgaben konzentrieren; der Wald erholt sich wieder.

Das Modell ist ein wichtiger Beitrag zur Desertifikationsbekämpfung und zum Klimaschutz, denn die langfristigen Land- und Nutzungsrechte fördern eine verantwortungsvolle Bodenbearbeitung. Inzwischen ist das nachhaltige Waldmanagement in Tadschikistan rechtlich verankert und wird in die Breite getragen. So wird ermöglicht, dass sich Waldbestand und Lebensbedingungen der Waldnutzer auch außerhalb der Pamir-Region verbessern. In Kirgisistan ist ein ähnlicher Ansatz in Vorbereitung, in den die Erfahrungen aus Tadschikistan einfließen.

Lexikon der Entwicklungspolitik

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