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Peru

Wissen nutzen – Politik gestalten

Maßnahmen zur natürlichen Verjüngung von Trockenwäldern in Piura, Peru

Perus Böden sind stark von Desertifikationsprozessen betroffen. In den Trockengebieten des Landes leben rund 90 Prozent der Bevölkerung. Dazu gehört auch die Region Piura an der Nordküste. Hier leiden die Böden insbesondere unter der Abholzung des Trockenwaldes, unter unangepasster Landnutzung sowie unter Busch- und Waldbränden.

Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit unterstützt Peru mit einem Projekt zur "Integration von nachhaltigem Landmanagement und Desertifikationsbekämpfung in die Entwicklungs- und öffentliche Haushaltsplanung" und konzentriert sich dabei auf die Region Piura.

Im Rahmen des Projekts werden Informationen zum Stand der Boden- und Landdegradierung, der Funktionstüchtigkeit der Ökosysteme und den damit verbundenen ökonomischen Werten und Kosten gesammelt und bereitgestellt. Auf Basis dieser Daten können die Regional- und Lokalregierungen in Piura ihre Entwicklungsmaßnahmen und ihre öffentliche Haushaltplanung neu bewerten und überarbeiten. Im Wassereinzugsgebiet des Rio Piura wurde zum Beispiel ein System entwickelt, dass der lokalen Bevölkerung einen finanziellen Ausgleich für die Wasserbereitstellung bietet.

Erfahrungen aus technischen Maßnahmen des Projekts nutzte die Regionalregierung von Piura, um ein Managementmodell zur Wiederherstellung von degradierten Trockenwäldern einzuführen. Es setzt auf die natürliche Verjüngung der Wälder und ihren Schutz vor Bränden. So wurden bereits 2.600 Hektar Trockenwald erfolgreich wiederhergestellt.

Das peruanische Umweltministerium unterstützt darüber hinaus die Übertragung von Erfahrungen aus Piura auf die anderen Regionen des Landes.

Lexikon der Entwicklungspolitik

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