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Niger

Flussschwellen für fruchtbare Böden

Talschwellen für den Bodenschutz in Niger

Niger gehört zu den zehn ärmsten Ländern der Welt. Der größte Teil des in der Sahelzone liegenden Landes besteht aus Wüste, die übrige Fläche aus Trockensavanne. Die Existenzgrundlage der Menschen in Niger ist durch fortschreitende Desertifikation bedroht. Die Konkurrenz um die immer knapper werdenden Böden verursacht Konflikte und zwingt die Menschen zur Migration.

Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit unterstützt die Menschen in Niger bei ihrem Einsatz gegen Desertifikation und Bodendegradierung. Dabei steht besonders die Rückgewinnung von degradierten Flächen für die Land-, Forst- und Weidewirtschaft im Fokus.

In Trockenflusstälern, in denen die Böden bereits stark geschädigt sind, werden sogenannte Talschwellen gebaut. Diese verteilen das Regenwasser auf den Hangflächen und verringern so die weitere Bodenerosion. Da das Wasser nicht mehr so schnell abfließt, sondern stattdessen versickern kann, bauen sich die Grundwasserreserven wieder auf, die dann für die Landwirtschaft nutzbar sind. Unfruchtbar gewordene Ackerflächen können sich nach und nach regenerieren. Mithilfe einer verbesserten Bewässerung erhöhen sich die Ernteerträge wieder – und damit verbessern sich auch die Ernährungssicherheit und die ökonomische Situation der lokalen Bevölkerung.

Lexikon der Entwicklungspolitik

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