Hauptinhalt

Zusammenarbeit konkret

Erhalt von Biodiversität durch den Verbund geschützter und nachhaltig genutzter Gebiete in Mexiko

Bergregion Sierra Madre Oriental

Mexiko gehört zu den 17 sogenannten "megadiversen" Ländern der Welt. Diese beherbergen zusammengenommen über 70 Prozent der globalen Artenvielfalt. Die Bergregion Sierra Madre Oriental im Nordosten Mexikos ist einer der "Biodiversitäts-Hotspots" des Landes, also eine Region mit einer besonders hohen Zahl endemischer (nur dort vorkommender) Tier- und Pflanzenarten. Doch illegale Abholzung, Umwandlung von Wald in Agrarflächen und das Wachstum von Dörfern und Städten, mitunter indirekt durch staatliche Subventionen gefördert, lassen die Biodiversität schwinden. Es gibt kaum noch großflächige intakte Waldgebiete.

Um der zunehmenden Zerstückelung der Waldflächen entgegenzuwirken und die wichtigen ökologischen Funktionen solcher Naturräume zu erhalten, müssen die bewirtschafteten Flächen zwischen den Naturschutzgebieten in ein Gesamtkonzept nachhaltiger Land- und Ressourcennutzung einbezogen werden. Dies unterstützt das Vorhaben "Schutz der Biodiversität in der Sierra Madre Oriental" mit einem innovativen Korridorkonzept. Es bildet den Kern einer regionalen Strategie für nachhaltige Entwicklung.

Bis zum Projektbeginn 2012 gab es lediglich einen Plan der nationalen Schutzgebietsbehörde zur Einrichtung eines ökologischen Korridors. Mit Unterstützung des BMZ gelang es ihr, gemeinsam mit den Umweltministerien der beteiligten fünf Bundesländer funktionierende Abstimmungsgremien einzurichten und Beteiligungsprozesse zu organisieren.

Erst damit konnte der Plan erfolgreich umgesetzt werden: Die Vertreter der verschiedenen Regierungsebenen, der Land- und Forstwirtschaft, der Stadtentwicklung und der Verkehrsplanung sowie Landbesitzer und indigene Gemeinschaften einigten sich auf eine mehr als vier Millionen Hektar große und 200 Gemeinden umfassende Region für den Ökokorridor. Rund 100 Organisationen aus öffentlichem Sektor, Zivilgesellschaft, Privatwirtschaft und Universitäten haben bereits begonnen, mit konkreten Maßnahmen und Investitionen von insgesamt drei Millionen Euro die gemeinsame Vision in die Tat umzusetzen.

Das Projekt prüft zudem gemeinsam mit den zuständigen Behörden landwirtschaftliche Förderprogramme, damit sie neu auf "Korridor-Verträglichkeit" ausgerichtet werden können.

Deutscher Beitrag: 7 Millionen Euro
Geplante Laufzeit: 2012 bis 2016

Lexikon der Entwicklungspolitik

Fenster schließen

 

Seite teilen