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Zusammenarbeit konkret

Schutzgebiete in der Verantwortung lokaler Gemeinden in Madagaskar


Madagaskar: Aufforstung von Mangroven durch lokale Nutzergruppe

Madagaskar verfügt über eine weltweit einzigartige biologische Vielfalt mit einer außergewöhnlich hohen Zahl endemischer (also nur dort vorkommender) Tier- und Pflanzenarten. Diese sind jedoch stark bedroht durch die voranschreitende Entwaldung und Schädigung von Ökosystemen. Nach Angaben der Initiative Global Forest Watch gingen auf der Insel zwischen 2001 und 2014 fast zwei Millionen Hektar Wald verloren.

Dieser Herausforderung begegnet die Regierung Madagaskars mit einer Politik der Dezentralisierung bei der Bewirtschaftung von Naturressourcen. Unter anderem hat sie die Möglichkeit geschaffen, dass lokale Gemeinschaften neue Schutzgebiete planen, einrichten und verwalten. Damit soll die Fläche geschützter Gebiete insgesamt vergrößert werden.

Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit unterstützt das Umweltministerium und lokale Akteure bei der Entwicklung und Umsetzung gemeindebasierter Managementmodelle für diese neuen Schutzgebiete. Die lokalen Gemeinschaften erhalten vertraglich verbriefte Entscheidungsbefugnisse zur nachhaltigen Nutzung der Gebiete. Das Vorhaben unterstützt sie darüber hinaus bei der lokalen Wertschöpfung aus Ökotourismus, Bienenzucht und Kunsthandwerk, damit sie auch ökonomischen Gewinn aus den Schutzgebieten ziehen können.

Dadurch erhöht sich die Bereitschaft der Gemeinden, die Verantwortung für den Schutz der Gebiete zu übernehmen. Es hat sich gezeigt, dass dies besonders gut dort gelingt, wo heilige Stätten und Gräber, die für die Menschen von hohem kulturellem und spirituellem Wert sind, in die Gebiete einbezogen wurden.

Deutscher Beitrag: 12 Millionen Euro
Geplante Laufzeit: 2014 bis 2016

Lexikon der Entwicklungspolitik

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