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Zusammenarbeit konkret

KAZA – Schutz für Wildtiere über Grenzen hinweg

Elefanten im KAZA-Schutzgebiet

Eines der weltweit größten grenzüberschreitenden Schutzgebiete entsteht zurzeit im südlichen Afrika. Mit dem "Grenzübergreifenden Schutzgebiet Kavango-Sambesi" (Kavango-Zambezi Transfrontier Conservation Area, KAZA TFCA) werden 36 einzelne Wildreservate und Nationalparks in Angola, Sambia, Simbabwe, Botsuana und Namibia zu einem einzigen Schutzgebiet zusammengefasst. Mit einer Fläche von 444.000 Quadratkilometern ist die geplante Schutzzone so groß wie Deutschland und Österreich zusammen.

In dem Gebiet sind 44 Prozent aller afrikanischen Elefanten sowie rund 3.000 Pflanzen und 600 Vogelarten beheimatet. KAZA umfasst auch die berühmten Victoria-Fälle, die zu den größten Wasserfällen der Erde zählen. Mit der Einrichtung dieses grenzüberschreitenden Schutzgebietssystems soll nicht nur die Biodiversität geschützt werden. Es soll auch eine nachhaltige Entwicklung gefördert und ein Beitrag zur Sicherung von Frieden und Stabilität in der Region geleistet werden. Ein weiteres Ziel der Initiative besteht darin, Einkommensquellen für die lokale Bevölkerung zu erschließen, etwa durch nachhaltigen Tourismus und das Management kommunaler Schutzgebiete.

Zunächst gilt es, eine Reihe von Regelungen in den fünf beteiligten Ländern weiterzuentwickeln und aufeinander abzustimmen. Das betrifft Themen wie den Schutz der Gebiete, den Aufbau ökologischer Korridore, die Bekämpfung der Wilderei, die Landnutzungsplanung, die Waldbewirtschaftung und den Tourismus. Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit unterstützt die KAZA-Länder zusammen mit der Peace Parks Foundation, dem World Wide Fund for Nature (WWF) und anderen Partnern bei dieser großen Aufgabe. Deutschland hat bisher 35,5 Millionen Euro für den Aufbau des KAZA-Schutzgebiets zur Verfügung gestellt.

Deutscher Beitrag: 35,5 Millionen Euro (einschließlich Zusage 2012)
Projektbeginn: 2009

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Lexikon der Entwicklungspolitik

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