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Der deutsche Beitrag

Biologische Sicherheit: Risiken vermeiden und eigenständige Kompetenzen fördern


Laborant in einem Gentechniklabor in Berlin,

In vielen Partnerländern der deutschen Entwicklungszusammenarbeit fehlten nach der Verabschiedung des Cartagena-Protokolls Experten und Einrichtungen, die nötig sind, um die biologische Sicherheit zu gewährleisten. Im Rahmen der deutschen "Biosafety Capacity Building Initiative" unterstützte die Bundesrepublik von 2000 bis 2011 Länder und Regionalorganisationen beim Ausbau entsprechender Kapazitäten.

Zu den Maßnahmen gehörten zum Beispiel Projekte, die die Beteiligung der Öffentlichkeit bei Fragen der biologischen Sicherheit fördern, sowie Fortbildungen für Beamte, Wissenschaftler und Fachleute von Nichtregierungsorganisationen. Länderspezifische Maßnahmen wurden in Algerien, China, Kolumbien und Peru durchgeführt. Darüber hinaus arbeitete das BMZ mit der Kommission der Afrikanischen Union (AUC) auf regionaler Ebene zusammen, um Kapazitäten für biologische Sicherheit aufzubauen. Um ihre Mitgliedsstaaten bei der Umsetzung des Cartagena-Protokolls zu unterstützen, führte die AUC unter anderem einen afrikaweiten Prozess zur Revision des Afrikanischen Modellgesetzes zur biologischen Sicherheit durch, welches 2012 verabschiedet wurde.

Der Großteil der deutschen Unterstützung für die Umsetzung des Cartagena-Protokolls wird über multilaterale Projekte gewährleistet, die von der Globalen Umweltfazilität (GEF) finanziert werden. Im GEF-Rat engagiert sich das BMZ seit 2000 maßgeblich bei der Ausgestaltung von Strategien der biologischen Sicherheit und entsprechenden Projekten.

Lexikon der Entwicklungspolitik

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