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Zusammenarbeit konkret

Fördergeld effizient einsetzen – die Deutsche BACKUP-Initiative Bildung in Afrika

Schülerinnen und Schüler einer Schule in Bangui, der Hauptstadt der Zentralafrikanischen Republik

Eine gute Bildungsqualität ist eine der zentralen Voraussetzungen, um nachhaltige Entwicklung konsequent voranzubringen. In der Agenda 2030 ist festgeschrieben, dass bis zum Jahr 2030 eine inklusive, gerechte und qualitativ hochwertige Bildung für alle gewährleistet werden soll. Um die international vereinbarten Bildungsziele zu erreichen, werden einkommensschwache Länder durch die Globale Bildungspartnerschaft (Global Partnership for Education, GPE) unterstützt. Die GPE ist der größte Zusammenschluss von Geber- und Entwicklungsländern, internationalen Institutionen, dem privaten Sektor und zivilgesellschaftlichen Organisationen im Bereich der Bildungsförderung.

Die Deutsche BACKUP Initiative Bildung in Afrika (kurz: BACKUP Bildung) unterstützt seit 2011 über einen Fonds afrikanische Länder dabei, Fördergelder bei der GPE zu beantragen und diese erfolgreich für die Umsetzung ihrer nationalen Bildungsstrategie einzusetzen. BACKUP steht für Building Alliances, Creating Knowledge and Updating Partners (frei übersetzt: Allianzen aufbauen, Wissen schaffen, Partner auf den neuesten Stand bringen). Auftraggeber der Deutschen BACKUP Initiative Bildung in Afrika ist das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Von Oktober 2014 bis September 2017 wurde die Initiative von der Schweiz kofinanziert.

Über einen Fonds bietet die BACKUP Bildung afrikanischen Partnern schnelle, flexible und nachfrageorientierte Unterstützung, um Engpässe bei der Beantragung und Verwendung von Mitteln der Globalen Bildungspartnerschaft zu überwinden und Finanzierungslücken zu schließen.

Afrikanische Bildungsministerien, zivilgesellschaftliche Organisationen und regionale Bildungsnetzwerke können bei der BACKUP Bildung Unterstützung in unterschiedlichen Formen beantragen:

  • Im Fast Access Mode (bis zu 20.000 Euro) werden Mittel für die Teilnahme an Fortbildungen oder Konferenzen bereitgestellt (bis zu 10.000 Euro pro Person).
  • Mit dem Consultancy Mode (bis zu 50.000 Euro) werden Beratungseinsätze von Experten und Gutachtern gefördert.
  • Über den Project Mode (bis zu 100.000 Euro) werden Zuschüsse für kleine bis mittlere Projekte von staatlichen und nicht staatlichen Bildungsakteuren in den Partnerländern vergeben.

Bisherige Ergebnisse

Die BACKUP Bildung hat seit 2011 zahlreiche staatliche und zivilgesellschaftliche Bildungspartner dabei unterstützt, die notwendigen Voraussetzungen zu schaffen, um GPE-Finanzmittel erfolgreich beantragen und effektiv verwenden zu können. Der Erfolg des Vorhabens wird an folgenden Beispielen deutlich:

Der Einsatz eines von der BACKUP Bildung finanzierten Gutachters ermöglichte es 2013 der südsudanesischen Regierung, die Unterlagen zur Beantragung von GPE-Fördermitteln frist- und formgerecht einzureichen. Mit den bewilligten Mitteln in Höhe von 36,1 Millionen US-Dollar wird inzwischen das Bildungssystem des Landes wiederaufgebaut.

Im Niger hatte die GPE 84,2 Millionen US-Dollar für eine neue Bildungsstrategie zur Verfügung gestellt. Die BACKUP Bildung unterstützte 2015/2016 die nationale zivilgesellschaftliche Bildungskoalition dabei, die Umsetzung des Programms zu begleiten. Dazu wurden die Bevölkerung und wichtige Bildungsakteure umfassend über die Inhalte der neuen Strategie aufgeklärt. Außerdem wurden die Kompetenzen der Zivilgesellschaft beim Monitoring und bei der Budgetverfolgung gestärkt. Durch mehr Transparenz und Rechenschaftspflicht soll ein effektiver Einsatz der GPE-Mittel gefördert werden.

Außerdem hat die BACKUP Bildung dazu beigetragen, dass die Mitgliedsländer der im GPE-Vorstand vertretenen afrikanischen Stimmrechtsgruppen ihre Positionen in den Gremien der globalen Partnerschaft besser koordinieren. Dadurch können sie ihre Interessen wirksamer vertreten.


Lexikon der Entwicklungspolitik

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