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Deutsches Engagement

Den Zugang zu Bildung erweitern

Malende Kinder in einer Schule in Curitiba, Brasilien

In den vergangenen Jahren wurden dank nationaler und internationaler Bemühungen beachtliche Fortschritte beim Bildungszugang erreicht. Nach Angaben der Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO) ist die Anzahl der Kinder im Grundschulalter, die keine Schule besuchen, zwischen 2000 und 2015 weltweit von 100 Millionen auf etwa 61 Millionen gefallen. Die Einschulungsrate für das erste Grundschuljahr lag 2015 bei 91 Prozent.

Doch die erzielten Fortschritte reichen noch nicht aus, um das international vereinbarte Ziel einer hochwertigen Bildung für alle zu erreichen. So liegt zum Beispiel die Einschulungsrate in den Staaten südlich der Sahara bei nur 79 Prozent.

Auch bei der Sekundarschulbildung liegen die Entwicklungsländer noch hinter den Staaten in Nordamerika und Westeuropa zurück. Zwar steigen auch hier die Einschulungsquoten, doch im Jahr 2015 besuchten noch etwa 62 Millionen Jugendliche im Sekundarschulalter keine weiterführende Schule.

Deutschland engagiert sich in seinen Kooperationsländern in vielen verschiedenen Bereichen dafür, mehr Kindern eine Primar- und Sekundarschulbildung zu ermöglichen.

Verbesserung der Infrastruktur

Ein wesentlicher Teil der deutschen Bildungsförderung in Entwicklungsländern besteht darin, Schulen zu bauen, zu renovieren und zu erweitern. Vor allem Mädchen profitieren von einem dichteren Schulnetz, da viele von ihnen aus Sicherheitsgründen keine weit entfernten Schulen besuchen dürfen. Darüber hinaus wird auch die Ausstattung der Schulen durch sanitäre Anlagen, Möbel, Bücher, Tafeln und andere Unterrichtsmaterialien verbessert.

Um den Anreiz zu erhöhen, eine Schule zu besuchen und möglichst auch abzuschließen, werden vielerorts zusätzliche Serviceleistungen angeboten. Dazu zählen zum Beispiel ärztliche Betreuung oder Schulspeisungen. Solche Angebote können vor allem in benachteiligten Bevölkerungsgruppen entscheidend zur Motivation der Eltern beitragen, ihre Kinder in die Schule zu schicken.


Non-formale Bildungsangebote

In vielen Entwicklungsländern haben Jugendliche, die die Sekundarschule abbrechen mussten, kaum Chancen, ihren Schulabschluss nachzuholen. Deutschland setzt sich daher dafür ein, alternative non-formale Bildungsangebote zu schaffen. Das BMZ fördert unter anderem die Erarbeitung spezifischer Unterrichtsmaterialien für den "zweiten Bildungsweg" und entwickelt gemeinsam mit den Partnern Lehrkonzepte und Zertifizierungsverfahren.


Lexikon der Entwicklungspolitik

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