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En­gage­ment des BMZ

Bildungsförderung – ein Schwerpunkt der deutschen Entwicklungspolitik

Grundsteinlegung bei einem durch Deutschland geförderten Neubau einer Grundschule in Liberia

Bildung ist die mächtigste Waffe, die du verwenden kannst, um die Welt zu verändern.
Nelson Mandela

Die Förderung der Bildung ist seit 2009 ein Schlüsselbereich der deutschen Ent­wick­lungs­po­li­tik. Im Februar 2012 legte das BMZ eine Strategie vor, die die ent­wick­lungs­po­litischen Ziele der Bun­des­re­gie­rung im Bereich Bildung beschreibt.

Leitbild der BMZ-Bildungsstrategie ist das lebenslange Lernen – von der früh­kindlichen über die Primarbildung (Grundschule), Sekundarbildung (weiter­führende Schule), die berufliche und die Hochschulbildung bis hin zur Er­wachsenen­bildung. Das BMZ verfolgt dabei einen ganzheitlichen Ansatz, der den Menschen in den Mittelpunkt stellt, alle Akteure einbezieht und Bildungs­systeme als Ganzes stärkt. Wichtige Querschnittsthemen sind die Qualität von Bildung und Chancen­gerechtig­keit beim Zugang zu hochwertiger Bildung. Deshalb fördert das BMZ eine inklusive Bildung, die der Vielfältigkeit der Lernenden Rechnung trägt und niemanden ausschließt.

Auch informelles Lernen sowie Formen der non-formalen Bildung werden gefördert. Mit solchen außerschulischen, speziell auf bestimmte Arbeits- und Lebenssituationen zugeschnittenen Angeboten werden Menschen erreicht, die bislang keinen Zugang zum formalen Bildungssystem hatten. Beispiele sind Alphabetisierungskurse für Erwachsene, Qualifizierungsprogramme für Aus­zu­bildende in Kleinst­unternehmen oder auch Gesundheits- und Ernährungskurse für junge Mütter.

Intensiver Dialog

In die Erarbeitung der BMZ-Bildungsstrategie wurden zahlreiche Akteure einbezogen, die sich in der Bildungsförderung in Ent­wick­lungs­ländern engagieren. Im März 2011 stellte das BMZ der Öffentlichkeit einen Entwurf vor. Es folgte ein halbjähriger Konsultationsprozess, in dessen Verlauf zahlreiche nationale und in­ter­natio­nale Partner des BMZ aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft ihre Anregungen zur Strategie einbrachten. Zu besonders wichtigen und komplexen Themen wurden Fachkonferenzen ausgerichtet. Außerdem wurden Anfragen und Zuschriften von Bürgern, Vereinen, Aktionsgruppen und akademischen Einrichtungen ausgewertet.

Auch in Zukunft plant das BMZ, einen intensiven Dialog zur Bildungsförderung mit interessierten Akteuren zu führen. Unter anderem lädt das BMZ zwei Mal jährlich zum Dialog mit der Zivil­ge­sell­schaft und kirchlichen Trägern im Bereich Bildung ein. Die Zu­sam­men­ar­beit mit der Privat­wirt­schaft, etwa bei der be­ruf­lichen Bildung, soll ebenfalls ausgeweitet werden.

Zehn Ziele für mehr Bildung

Das BMZ hat sich zehn strategische Ziele gesetzt, um die Qualität von Bildung in den Ko­ope­ra­tions­ländern zu verbessern und einen diskriminierungsfreien Zu­gang zu Bildung zu fördern:

  • Bildungschancen statt Bildungsarmut
  • Bildung ganzheitlich fördern
  • Qualität und Zugang zu Grund- und Sekundarbildung verbessern
  • Berufliche Bildung stärker ausbauen
  • Hochschulbildung und Wissenschaft für zukünftige Verantwortungsträger
  • Gleiche Chancen für Mädchen wie Jungen, für Frauen wie Männer
  • Innovative Bildungsansätze umsetzen
  • Dialog stärken, Wirksamkeit steigern
  • Unternehmerisches Potenzial für Bildung nutzen
  • Für Bildung begeistern und En­gage­ment fördern

Steigende Zusagen für Bildungsförderung

Die Bun­des­re­pu­blik fördert den Bereich Bildung in fast allen Ko­ope­ra­tions­ländern der deutschen Ent­wick­lungs­zusam­men­ar­beit und ist derzeit größter Geber in diesem Bereich:

Allein im Jahr 2012 stellte die Bun­des­re­gie­rung 1,34 Milliarden Euro für die Bildungsförderung in Ent­wick­lungs­ländern bereit. 690 Millionen Euro davon investierten die Bundesländer in Studienplatzkosten von Studentinnen und Studenten aus Ent­wick­lungs­ländern in Deutsch­land.

Künftig soll noch mehr Geld für die Bildungsförderung zur Verfügung gestellt werden. Das BMZ konzentriert sich dabei auf die Zu­sam­men­ar­beit mit afrika­nischen Staaten, weil hier ein großer Bedarf, aber auch großes Potenzial gesehen wird.

Ausbau des multilateralen Engagements

Neben dem zwischenstaatlichen En­gage­ment will Deutsch­land auch seinen Einsatz in multilateralen Or­ga­ni­sa­ti­o­nen verstärken. Dazu wird die deutsche Beteiligung an der Globalen Partner­schaft für Bildung (Global Partnership for Education, GPE) ausgeweitet, unter anderem durch die Weiterführung der finanziellen Beiträge und bilaterale Un­ter­stüt­zung des GPE-Sekretariats in Washington.

Zu den bedeutenden multilateralen Partnern im ent­wick­lungs­po­litischen Bildungsbereich gehört außerdem die UNESCO, mit der Deutsch­land eng zusammenarbeitet. So wird die Erstellung des Weltbildungsberichts finanziell und durch inhaltliche Mitarbeit unterstützt. 2012 war Deutsch­land erstmals Gastgeber der Erstvorstellung des Berichts.

Zu­sam­men­ar­beit konkret: Leuchtturmvorhaben

Sogenannte Leuchtturmvorhaben greifen das strategische Leitbild des BMZ in besonderer Weise auf. Durch ein Regionalprogramm zur Grund- und Se­kun­dar­bildung sollen Ko­ope­ra­tions­länder in Afrika ihre nationalen Bil­dungs­strategien verbessern und in­ter­natio­nale Finanzierungsangebote besser nutzen können (Deutsche BACKUP Initiative Bildung in Afrika). In Ghana wird mit einem Gutscheinprogramm ein neues Finanzierungsinstrument in der beruflichen Bildung getestet. Außerdem unterstützt Deutsch­land die Afrikanische Union beim Aufbau einer Panafrikanischen Universität und fördert die Ausbildung von Journalisten und anderen Medienschaffenden.

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Weitere Informationen

Sport und Ent­wick­lungs­zusam­men­ar­beit

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17.10.2013 - Die südafrikanerische Nationalspielerin Keneilwe Mathibela nutzt ihre Bekannt­heit und ihren Erfolg, um be­nach­tei­lig­ten Jugend­lichen mittels Fußball dabei zu helfen, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. In dem Projekt "Youth De­vel­op­ment Through Football" der deutschen Ent­wick­lungs­zusam­men­ar­beit bildet Keneilwe Jugend­liche zum Coach aus – und vermittelt ihnen auf spielerische Weise Werte wie Fair Play, Respekt, Teamgeist und Solidarität.

17.10.2013

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Die südafrikanische Fuß­ball­na­tio­nal­spielerin Keneilwe Mathibela bildet Jugend­liche zum Coach aus. Sie ver­mit­telt ihnen auf spiel­er­ische Weise Werte wie Fair Play, Respekt, Team­geist und Solidarität.

Lexikon der Entwicklungspolitik

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