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Menschenrechte

Inklusion von Menschen mit
Behinderung – Grundsatz der deutschen Entwicklungspolitik

Bitte beachten Sie:
Unsere Informationen zum Thema Rechte von Menschen mit Behinderungen werden zurzeit grundlegend überarbeitet. Die aktualisierte Version finden Sie demnächst hier.


Gehbehinderte Jungen in einem Krankenhaus in Daressalam. Tansania

Bei Menschen mit Behinderungen handelt es sich um eine heterogene Gruppe, die unterschiedliche Bedarfe hat (unter anderem Zugang zu öffentlichen Angeboten und Einrichtungen). Sie gehören oft zu den Ärmsten der Armen und sind damit generell schwierig zu erreichen. Menschen mit Behinderungen konnten in der Vergangenheit nicht immer von Vorhaben der Entwicklungszusammenarbeit profitieren. Oftmals werden gesellschaftlich ausgegrenzt. Dadurch können sie auch bei Projekten der Entwicklungszusammenarbeit ins Abseits geraten.


BMZ-Inklusionsstrategie von 2019

Auf Grundlage der Empfehlungen aus der Evaluierung des BMZ-Aktionsplans "Inklusion von Menschen mit Behinderungen" (2013-2017) durch das Deutsche Evaluierungsinstitut für Entwicklung (DEval) erarbeitete das BMZ eine Inklusionsstrategie für die deutsche Entwicklungszusammenarbeit (PDF 282 KB). Sie wurde im Dezember 2019 veröffentlicht. Unterstützt wurde dieser Prozess von einem Beratungsgremium, dem unter anderem Vertreterinnen und Vertreter der Zivilgesellschaft sowie der deutschen Selbstvertretungsorganisationen von Menschen mit Behinderungen angehörten.


Als übersektorales Konzept definiert die Strategie die Grundlagen und Leitlinien zur Inklusion von Menschen mit Behinderungen in der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Dadurch wird die Inklusion von Menschen mit Behinderungen als verbindliches Ziel und durchgängige Verpflichtung für alle Politikfelder, Politikinstrumente und Strategien der deutschen staatlichen Entwicklungszusammenarbeit und ihrer Partner etabliert. Fest verankert ist zudem die aktive Beteiligung von Expertinnen und Experten mit Behinderungen bei der Umsetzung von Maßnahmen gemäß dem Leitsatz "Nothing about us without us" ("Nichts über uns ohne uns").

Die deutsche Entwicklungspolitik hat den Anspruch, die Verpflichtungen aus der Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention einzulösen. Zudem beachtet sie das Leitprinzip der Agenda 2030 "Niemanden zurücklassen" und füllt dies mit Leben aus. Diesem Anspruch trägt die Umsetzung der Inklusionsstrategie Rechnung. Das BMZ wird deshalb im Jahr 2020 mit Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Zivilgesellschaft, Politik und Privatwirtschaft einen Umsetzungsplan für die Strategie entwickeln, um die Eckpfeiler für eine verbindliche inklusive deutsche Entwicklungszusammenarbeit weiter zu konkretisieren. 


Weitere Informationen

Lexikon der Entwicklungspolitik

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