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Abfall- und Kreislaufwirtschaft

Meeresmüll – eine Gefahr für Mensch und Tier


Müll am Strand von Colombo, Sri Lanka

Meeresmüll stellt eine globale Gefahr für marine Ökosysteme, die Fischerei, den Tourismus und über die Nahrungskette möglicherweise auch für die menschliche Gesundheit dar. Nach Schätzungen gelangen jedes Jahr weltweit zwischen 4,8 und 12,7 Millionen Tonnen Plastikabfälle vom Land ins Meer. Ein Großteil davon stammt aus Entwicklungs- und Schwellenländern, unter anderem in Südostasien und im Mittelmeerraum. Hinzu kommen auf See verloren gegangene Fischernetze sowie in Abwässern enthaltenes Mikroplastik aus Kosmetik, Textilien und anderen Produkten.

Derzeit sind negative Auswirkungen von Meeresmüll auf rund 800 Tierarten bekannt. Vor allem Seevögel und Meeressäugetiere, aber auch Meeresreptilien und Fische nehmen Plastik mit der Nahrung auf oder verfangen sich darin.

Meeresvermüllung reduzieren

Mit der Agenda 2030 streben die Vereinten Nationen an, bis zum Jahr 2025 die Meeresverschmutzung, insbesondere durch Meeresmüll und Nährstoffe von Land, deutlich zu reduzieren. Beschlüsse im Rahmen der UN-Umweltversammlung und der Biodiversitätskonvention sowie regionale Meeresmüll-Aktionspläne rufen dazu auf, ein umweltgerechtes Abfallmanagement zu entwickeln sowie weitere Maßnahmen zu ergreifen.


Deutsches Engagement

Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) unterstützt den G7-Aktionsplan und die G20-Aktivitäten zur Bekämpfung der Meeresvermüllung.

Mit seinem eigenen 10-Punkte-Aktionsplan "Meeresschutz und nachhaltige Fischerei" will das BMZ dazu beitragen, die Ursachen von Meeresverschmutzung zu beseitigen. Dafür baut es die umweltpolitische Zusammenarbeit mit seinen Partnerländern aus und entwickelt mit ihnen modellhafte Ansätze einer integrierten Abfallwirtschaft. Darüber hinaus engagiert sich das BMZ für den Wissensaustausch zwischen Entwicklungs- und Schwellenländern und für Partnerschaften mit der Privatwirtschaft.


Weitere Informationen

Lexikon der Entwicklungspolitik

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