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Aus der Praxis

Libanon: Bildung für alle

Flüchtlingskinder werden in einer Zeltsiedlung für syrische Flüchtlinge im Libanon unterrichtet.

Die Hälfte der syrischen Flüchtlinge sind Kinder. 2016 waren insgesamt 1,6 Millionen syrische Kinder im Schulalter in den Aufnahmestaaten rund um Syrien registriert. Nur 52 Prozent (oder 870.000) der Schulkinder haben Zugang zu Bildungsmöglichkeiten, während fast 48 Prozent (739.000) der Kinder im Schulalter nicht zur Schule gehen. Ihnen droht die Gefahr, dass sie zu einer "verlorenen Generation" werden: Sie kennen nur Krieg und Zerstörung und haben kaum eine Chance auf ein selbstbestimmtes Leben.

Im Libanon hat das Bildungsministerium das Programm "Reaching all Children with Education" gestartet, um sowohl syrischen Flüchtlingskindern als auch bedürftigen Libanesen Zugang zu Bildung zu ermöglichen. Umgesetzt wird es unter anderem vom Kinderhilfswerk UNICEF im Rahmen seiner Initiative "No lost generation".

Deutschland zählt zu den größten Förderern der UNICEF-Arbeit im Libanon. Das BMZ hat das Bildungsprogramm mit insgesamt 42 Millionen Euro für das Schuljahr 2016/2017 unterstützt.

Bisherige Ergebnisse im Schuljahr 2016/2017 (Auswahl)

  • Rund 60.000 Kinder zwischen drei und 18 Jahren erhielten erstmals Zugang zum libanesischen Schulsystem.
  • Für knapp 40.000 Kinder und Jugendliche wurden psychosoziale Betreuungsangebote bereitgestellt.
  • Für 9.000 Kinder wurden zusätzlich Transportmöglichkeiten zur Schule eingerichtet.
  • Rund 8.200 Jugendliche und junge Erwachsene erhielten Zugang zu formalen und non-formalen Maßnahmen zur Förderung persönlicher Kompetenzen und Fertigkeiten.


 

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