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Freiwillige Rückkehr fördern durch das Programm "Perspektive Heimat"

Rückkehrer

In den vergangenen Jahren sind mehrere hunderttausend Menschen nach Deutschland gekommen, um Gewalt, Armut und mangelnden Zukunftsperspektiven in ihren Heimatländern zu entkommen. Nicht alle von ihnen wollen und können in Deutschland bleiben. Viele spielen bereits heute mit dem Gedanken, in ihre Heimat zurückzukehren. Häufig wissen sie jedoch nicht, unter welchen Umständen eine Rückkehr möglich ist und wie sie daheim wieder Fuß fassen können.

Das Bundesentwicklungsministerium unterstützt Menschen bei der freiwilligen Rückkehr in ihr Heimatland und schafft durch das Programm "Perspektive Heimat" Startchancen in den Ländern Albanien, Kosovo, Serbien, Tunesien, Marokko, Nigeria, Ghana, Senegal, Irak, Afghanistan und Ägypten.

Schon heute finanziert das BMZ in seinen Partnerländern viele Projekte, die auch Rückkehrern offenstehen. Hierzu zählen Existenzgründerberatung, Programme zur beruflichen Bildung und Beschäftigung oder Bewerbungstrainings. Aber nicht immer decken die bestehenden Angebote den Bedarf an Förderung und Beratung oder sie sind bei Rückkehrern nicht bekannt. Deshalb verstärkt und erweitert das BMZ bestehende Projekte der deutschen Entwicklungszusammenarbeit in den Partnerländern und die Beratungsmöglichkeiten hierzu, um sowohl für Rückkehrer als auch für die Menschen vor Ort neue Startchancen zu schaffen.

Beratung in Deutschland

Die bundesweite Rückkehrhotline des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) nimmt unter der Nummer +49 911 943-0 erste Anfragen von Migrantinnen und Migranten entgegen, die sich für eine Rückkehr in ihr Heimatland interessieren.

Bei der Hotline erhalten sie auch Auskunft darüber, an welche Rückkehrberatungsstellen in der Nähe ihres aktuellen Wohnorts sie sich für eine individuelle Beratung wenden können.

Über das Onlineportal www.returningfromgermany.de des BAMF können Rückkehrinteressierte ebenfalls nach Beratungsstellen in Deutschland suchen. Außerdem bietet das Portal Informationen über Rückkehr- und Reintegrationsprogramme und Unterstützungsmöglichkeiten.

Eine Kontaktdatenbank zu Rückkehrberatungsstellen bietet auch die Website www.integplan.de. IntegPlan ist ein Projekt zur Förderung der freiwilligen Rückkehr. Es bietet eine integrierte Rückkehrberatung an, bei der Berater in Deutschland mit Beratern in den Herkunftsländern zusammenarbeiten.

Auch die Website www.build-your-future.net informiert über Möglichkeiten der freiwilligen Rückkehr und Reintegration in die Herkunftsländer. Sie ist mit dem Informationsangebot des BAMF und der Internationalen Organisation für Migration (IOM) Deutschland verknüpft. Außerdem bietet sie ein länderübergreifendes virtuelles Migrationsberatungszentrum an, um einen direkten Kontakt zu den Beratern in den Herkunftsländern herzustellen.

Die Reintegrations-Scouts der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) unterstützen die Rückkehrberatungsstellen. Sie bilden eine Brücke zwischen der Rückkehrberatung in Deutschland und den Projekten der deutschen Entwicklungszusammenarbeit in den Herkunftsländern der Migranten. Sie informieren unter anderem über Beschäftigungsperspektiven in den Heimatländern, stellen Kontakt zu Migrationsberatungszentren und anderen Anlaufstellen im Herkunftsland her und loten Fördermöglichkeiten für Projekte deutscher Organisationen im Ausland aus. Ein Kontakt ist per E-Mail an reintegration@giz.de möglich.


Beratung im Heimatland

In ausgewählten Partnerländern der deutschen Entwicklungszusammenarbeit, zum Beispiel auf dem Westbalkan und in Nordafrika, werden Migrationsberatungszentren aufgebaut. Sie dienen als erste Anlaufstelle für Rückkehrer und als Verbindungsstelle zwischen der Rückkehrberatung in Deutschland und der Reintegrationsförderung im Herkunftsland. Die Zentren stehen aber auch allen anderen Menschen in den Herkunftsländern offen, die nach beruflichen Möglichkeiten in ihrem Land suchen oder sich für reguläre Wege der Migration interessieren. Die Zentren vermitteln unter anderem Aus- und Weiterbildungen, beraten Existenzgründer und helfen bei der Jobsuche.

Im Auftrag des BMZ betreibt die GIZ in Zusammenarbeit mit der Zentralen Auslands- und Fachvermittlung der Bundesagentur für Arbeit (ZAV/BA) und den jeweiligen nationalen Arbeitsagenturen bisher Beratungszentren in Albanien, Kosovo, Serbien, Tunesien und Marokko. In weiteren Ländern befinden sich Zentren im Aufbau.

Kontakt und nähere Informationen zu den Migrationsberatungszentren erhalten Sie über die Länderauswahl der Website www.build-your-future.net.


Kooperation mit der Zivilgesellschaft

Bei der Unterstützung von Rückkehrern ist das BMZ auch auf die Hilfe der Zivilgesellschaft, von Vereinen, den Kirchen und auch der Wirtschaft angewiesen. Gerade im Bereich der psychosozialen Begleitung sucht das Ministerium Projekte, die die staatlichen Maßnahmen ergänzen können. Wenn Sie im Bereich Flucht/Migration/Rückkehr/Reintegration bereits mindestens drei Jahre aktiv sind und sich für eine Kooperation interessieren, informieren Sie sich bitte über die E-Mail-Adresse flexfin-migration@giz.de.


Projektbeispiele aus der Praxis




 

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