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Deutsches Engagement

Bildung für syrische Kinder

Syrische Flüchtlingskinder in einer Schule im Libanon

Wir empfangen derzeit viele E-Mails von engagierten Bürgerinnen und Bürgern aus aller Welt, die Bundesminister Gerd Müller dazu aufrufen, sich weiter für die Sicherstellung der Schulbildung für syrische Kinder einzusetzen.

Die Bundesregierung und Bundesminister Müller nehmen diese Appelle sehr ernst, denn wir wissen: Unsichere Bildungsperspektiven und mangelnde Aussicht auf Beschäftigung zählen zu den Hauptfluchtursachen. Bildung und Qualifizierung sind notwendig, um Menschen eine Zukunftsperspektive zu geben, in Heimatländern und auf der Flucht. Zudem bieten Bildungsangebote Kindern und Jugendlichen Schutz, Hoffnung und Zukunftsperspektiven und wirken gewaltpräventiv.

Deswegen leistet die deutsche Entwicklungszusammenarbeit durch Bildungsförderung für Flüchtlinge und aufnehmende Gemeinden insbesondere seit 2014 einen Beitrag, um dem Entstehen einer verlorenen Generation im Kontext der Syrienkrise entgegenzuwirken.

Mit derzeit 129 Millionen Euro ist Deutschland der größte bilaterale Geber für das UNICEF-Programm "Reaching all Children with Education" im Libanon. Damit konnten bereits mehr als 200.000 Kinder eingeschult werden. In einem speziellen Winterpaket sicherte das BMZ UNICEF zusätzliche Mittel aus der Sonderinitiative Flucht zur Verbesserung der Bildung in Jordanien (15 Millionen Euro), im Jemen (6 Millionen Euro), in der Türkei (25 Millionen Euro), im Libanon (25 Millionen Euro) und im Irak (24 Millionen Euro) zu.

Im Rahmen der Syrienkonferenz am 04. Februar 2016 spielte das Thema Bildung eine bedeutende Rolle. Als wichtiges Ergebnis der Konferenz haben sich die Geber zur verstärkten Finanzierung von Grundbildung verpflichtet, die Aufnahmeländer Jordanien, Libanon und Türkei ihrerseits dazu, bis Ende des Schuljahres 2016/2017 allen syrischen Flüchtlingskindern in ihren Ländern Zugang zu Bildung zu gewähren.



 

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Lexikon der Entwicklungspolitik

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