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Arbeitsfelder

Die Ausgrenzung beenden – ein Klima der Solidarität schaffen

Bild mit der englischen Aufschrift: Breche das Schweigen, rede über HIV/AIDS.

Jemanden wegen einer Infektion oder einer Erkrankung zu benach­teiligen, stellt einen Verstoß gegen die grund­legenden Men­schen­rech­te dar. Weil HIV in vielen Ländern mit abweichendem Sexual­verhalten und Tod assoziiert wird, leiden Menschen, die mit HIV leben, oft unter sozialer Aus­grenzung. Teil­weise werden sie sogar durch das Personal von Gesund­heits­einrichtungen diskriminiert – zum Beispiel, indem ihnen Tests oder Behand­lungen verweigert werden. Die Betroffenen davor zu schützen, ist ein wichtiges Ziel der in­ter­na­tio­nalen und der deutschen Ent­wick­lungs­po­li­tik.

Die Diskriminierung der Menschen, die mit HIV leben, erschwert auch die HIV-Prävention und die Therapie. Wenn sich Menschen aus Angst vor Aus­gren­zung nicht auf HIV testen lassen, ihre Infektion verschweigen oder sogar auf eine Behandlung verzichten, erhöht dies die Gefahr, dass sie die Infektion auf andere über­tragen. Auch offene Gespräche über die Ansteckungs­wege und die Möglich­keiten, sich zu schützen, sind in einem Klima der Dis­kri­mi­nie­rung und Aus­grenzung nicht möglich.

Damit eine gesamt­gesell­schaft­liche Solidarität mit HIV-infizierten Menschen und ihren Angehörigen entstehen kann, ist die enge Kooperation aller gesell­schaft­lichen Kräfte nötig.

Kind in der Aids-Station von Sant Egidio in Maputo, Mosambik. Urheberrecht: Thomas Imo/photothek.netDie Bun­des­re­pu­blik fördert darum in ihren Ko­ope­ra­tions­ländern Selbst­hilfe­gruppen von Betroffenen. Sie unter­stützt ihre Partner vor Ort dabei, die oft besonders unter Dis­kri­mi­nie­rung leiden­den Aids-Waisen­kinder zu schützen. Auf Betriebs­ebene fördert die deutsche Ent­wick­lungs­zusam­men­ar­beit Programme, die eine kosten­lose Beratung der Mitarbeiter und frei­willige Tests umfassen sowie den Zugang zu anti­retro­viraler Behandlung ermöglichen. Sie sollen mit­helfen, die Erkrankten aus der gesell­schaft­lichen Isolation zu befreien.

Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft

Nicht­re­gierungs­or­ga­ni­sa­tio­nen (NROs), kirchliche Einrichtungen, Selbst­hilfe­initiativen und Privat­unter­nehmen beteiligen sich intensiv am En­gage­ment gegen die Ausbreitung von HIV. Lokale und deutsche NROs spielen bei der Prävention, Behandlung, Pflege, bei der Beratung und bei der Unter­stützung von Familien und Waisen­kindern eine bedeutende Rolle. Die deutsche Ent­wick­lungs­zusam­men­ar­beit arbeitet intensiv und partner­schaft­lich mit diesen Or­ga­ni­sa­tio­nen der Zivilgesellschaft zusammen.

Lexikon der Entwicklungspolitik

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