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G7 und Entwicklungspolitik

Schwerpunkte und Ergebnisse


Die Welt stehe vor enormen Herausforderungen, schreibt Bundeskanzlerin Angela Merkel in ihrem Vorwort zum Abschlussbericht des G7-Gipfels, der unter deutschem Vorsitz im Juni 2015 in Elmau stattfand. Für die G7-Staaten sei es wichtiger denn je, international Verantwortung zu übernehmen und für die gemeinsamen Werte einzustehen. Das Ergebnis des Gipfels zeigt: Die in der Gruppe der Sieben zusammengeschlossenen Industrienationen nehmen ihre Verantwortung ernst – ganz besonders auch gegenüber den Entwicklungsländern. Entwicklungspolitische Fragestellungen sind Gegenstand vieler der unter deutschem Vorsitz verabschiedeten Beschlüsse und Initiativen. Diese wurden vom BMZ mitentwickelt, um den Ärmsten zu helfen und Strukturen zu verbessern.


Menschenwürdige Arbeit schaffen, soziale und ökologische Standards in Lieferketten sichern

Arbeiterinnen und Arbeiter in einer Textilfabrik in Bangladesch, in der besonders auf die Einhaltung der gesetzlichen Sozial- und Umweltstandards geachtet wird

Unsere Kleider werden von den Ärmsten oft unter menschenunwürdigen Bedingungen produziert. Bundesentwicklungsminister Müller hat sich deshalb erfolgreich dafür engagiert, dass die Durchsetzung weltweiter Arbeits-, Sozial und Umweltstandards in Elmau erstmals auch auf der G7-Agenda stand. Vereinbart wurde: Auch in anderen G7-Ländern wird es künftig Bündnisse geben, die dem vom BMZ initiierten Bündnis für nachhaltige Textilien ähneln. Die Transparenz gegenüber den Verbrauchern wird erhöht. Und die G7 werden die Herstellerländer bei der Durchsetzung besserer Arbeitsbedingungen unterstützen. Weiterlesen


Klima schützen, Folgen des Klimawandels abfedern

Wartung eines Solarmoduls durch einen Techniker

Der Klimawandel ruft immer mehr Stürme, Überschwemmungen und Dürren hervor. Gerade die Ärmsten tragen am wenigsten zum Klimawandel bei, aber sie leiden am meisten und können am wenigsten vorsorgen. Das internationale Klimaschutzabkommen, das im Dezember 2015 in Paris vereinbart wurde, verpflichtet alle Staaten völkerrechtlich verbindlich zum Klimaschutz. Im Rahmen der deutschen G7-Präsidentschaft hat das BMZ gemeinsam mit dem Bundesumweltministerium (BMUB) dazu beigetragen, Impulse für die entscheidende Phase der internationalen Klimaverhandlungen zu setzen. Weiterlesen


Gesundheitssysteme stärken – Epidemien bekämpfen – Impfraten erhöhen

Eine Mutter mit ihrem frisch geimpften Kind im Südsudan

Als Lehre aus der Ebola-Krise verpflichtet sich die G7 zur Stärkung von Gesundheitssystemen und Krisenbewältigungsmechanismen in 60 Partnerländern. Auch die verstärkte Forschung zu vernachlässigten Tropenkrankheiten wird Menschen in den Entwicklungsländern direkt helfen. Bereits im Januar 2015 wurden die Mittel für die Impfallianz Gavi unter deutschem G7-Vorsitz erfolgreich wieder aufgefüllt. Weiterlesen


Frauen wirtschaftlich stärken

Rose Uyaka Ukunda, Unternehmerin in der Demokratischen Republik Kongo

Die Gleichberechtigung der Geschlechter und die Durchsetzung der Frauenrechte sind entscheidende Faktoren für eine menschenrechtsbasierte, sozial gerechte und nachhaltige Entwicklung von Gesellschaften. Die G7 will weit mehr Mädchen und Frauen in Entwicklungsländern eine berufliche Ausbildung ermöglichen und die Arbeitssituation von Frauen verbessern. Denn ohne eine starke Rolle von Frauen kann es keine nachhaltige Entwicklung geben. Weiterlesen


Ernährung sichern

Eine Frau begutachtet ihren Mais am Rande von Bangui in der Zentralafrikanischen Republik.

Angestoßen durch das BMZ hat die Bundesregierung ihren G7-Partnern eine Initiative gegen Hunger und Mangelernährung vorgeschlagen, die nun verwirklicht wird: Bis zum Jahr 2030 sollen 500 Millionen Menschen aus Hunger und Mangelernährung geführt werden. Davon geht das Signal aus, dass die in der Gruppe zusammengeschlossenen Wirtschaftsmächte ihrer Verantwortung gegenüber den Ärmsten gerecht werden: Durch die Förderung nachhaltiger Landwirtschaft, durch Unterstützung mangelernährter Kinder und Frauen und durch gezielte Hilfe für Hungernde in Krisen und Konflikten. Weiterlesen


Länder bei der Nutzung ihrer Rohstoffe unterstützen: die CONNEX-Initiative

Kobalt, abgefüllt in Metalltonnen in den Mopani Copper Mines, Sambia

Stimmen die Rahmenbedingungen, dann können die Einnahmen aus dem Rohstoffsektor in Entwicklungsländern einen großen Beitrag zur Armutsminderung leisten. Ziel der im Juni 2014 gestarteten CONNEX-Initiative der G7 ist es daher, rohstoffreiche Entwicklungsländer noch besser und gezielter zu beraten, insbesondere bei komplexen Vertragsverhandlungen. Beim Gipfeltreffen in Elmau erfuhr die CONNEX-Initiative erneute und deutliche politische Unterstützung. Weiterlesen


Transformation in Nordafrika und im Nahen Osten ermutigen: die Deauville-Partnerschaft

Textilunternehmen Sathya Clothers bei Tanger in Marokko

Deutschland übernahm im Juni 2014 mit dem G7-Vorsitz auch den Vorsitz der Deauville-Partnerschaft. Sie wurde 2011 von der G8 angesichts der Umbrüche in Nordafrika und dem Nahen Osten (MENA-Region) ins Leben gerufen. Ziel der Partnerschaft ist es, die Transformationsländer bei Reformprozessen politisch und finanziell zu unterstützen und diese internationale Unterstützung besser zu koordinieren. Weiterlesen


Rechenschaft ablegen: G7 Elmau Fortschrittsbericht 2015

Detail vom Umschlag des G7-Elmau Rechenschaftsberichts 2015

Dass die G7 ihre Beschlüsse auch umsetzt und ihre Zusagen einhält, zeigt der jährliche Fortschrittsbericht der Gruppe. Das BMZ hat gemeinsam mit den G7-Partnern einen Fortschrittsbericht über die Leistungen der G7 zum Erhalt der Biodiversität erarbeitet. Unter der japanischen Präsidentschaft 2016 wird ein Fortschrittsbericht erarbeitet, der den Stand aller aktiven G7-Zusagen darstellt. Diese umfassenden Berichte erscheinen im Dreijahresrhythmus. Weiterlesen


Das Treffen mit afrikanischen Partnern in Elmau

Gruppenfoto der G7-Staats- und Regierungschefs zusammen mit den Outreach-Gästen

Am zweiten Tag des Gipfeltreffens in Elmau wurden die Staats- und Regierungschefs aus Äthiopien, Liberia, Nigeria, Senegal und Tunesien sowie die Vorsitzende der Kommission der Afrikanischen Union zu einem ausführlichen Dialog zu weltpolitischen Themen, Afrika und den entwicklungspolitischen G7-Initiativen ("Outreach") eingeladen. Dadurch konnten die Perspektiven unserer Partner in die Gipfeldiskussion einfließen. Weiterlesen


Dokumente und Links

G7-Logo 2015

Sie möchten mehr erfahren? Hier finden Sie eine Auswahl von Links auf Dokumente und Websites mit weiterführenden Informationen zum Thema G7/G8/G20. Weiterlesen


Lexikon der Entwicklungspolitik

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