Hauptinhalt

Entwicklungspolitische Schwerpunkte der G7

Klima schützen, Folgen des Klimawandels abfedern

Wartung eines Solarmoduls durch einen Techniker

Der Klimawandel ruft immer mehr Stürme, Überschwemmungen und Dürren hervor. Gerade die Ärmsten tragen am wenigsten zum Klimawandel bei, aber sie leiden am meisten und können am wenigsten vorsorgen. Das internationale Klimaschutzabkommen, das im Dezember 2015 in Paris vereinbart wurde, verpflichtet alle Staaten völkerrechtlich verbindlich zum Klimaschutz. Im Rahmen der deutschen G7-Präsidentschaft hat das BMZ gemeinsam mit dem Bundesumweltministerium (BMUB) dazu beigetragen, Impulse für die entscheidende Phase der internationalen Klimaverhandlungen zu setzen.

Deutschland steht zu seinen Zusagen hat mit den beiden konkreten Initiativen zum Ausbau erneuerbarer Energien in Afrika und der Klimarisikoversicherung auch die Position der G7 maßgeblich mitbestimmt.

  • Bis 2020 wollen wir mit der G7 und unseren Partnerländern zusätzlich bis zu 400 Millionen arme Menschen vor den Folgen des Klimawandels absichern. Diejenigen, die am wenigsten für den Klimawandel verantwortlich sind, leiden nämlich besonders unter seinen Auswirkungen wie Flutkatastrophen, Dürren und Sturmschäden.
  • Zusammen mit der Afrikanischen Union sollen bis 2020 in Afrika 10 Gigawatt erneuerbare Energien installiert werden; das entspricht etwa der Leistung von 10 großen Kohlekraftwerken. Afrikanische Länder verfügen über erneuerbare Energien satt: Sonne und Windkraft gibt es im Überfluss und aufgrund der fallenden Preise für Photovoltaik oder Windanlagen sind sie gegenüber fossilen Kraftwerken auch wettbewerbsfähig.

Was ist die G7-Initiative zur Klimarisikoversicherung?

Standbild aus einem BMZ-Video über Klimarisikoversicherungen

Klimarisikoversicherungen für arme und vom Klimawandel besonders bedrohte Menschen in Entwicklungsländern sind ein wichtiger Beitrag Deutschlands und der G7 zu einem zukünftigen Klima-Abkommen.

Nach aktuellen Schätzungen sind in Entwicklungs- und Schwellenländern bisher nur etwa 100 Millionen arme Menschen gegen Klimarisiken versichert. Die G7-Initiative zur Klimarisikoversicherung hat das Ziel, bis 2020 weitere 400 Millionen gegen solche Risiken abzusichern. Die Initiative wird in enger Partnerschaft der G7-Staaten mit den Entwicklungs- und Schwellenländer realisiert.

Auf der G7-Konferenz zu Klimarisikoversicherungen berieten am 7. Mai 2015 in Berlin internationale Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft über die Ausgestaltung der Initiative.


Perspektiven und Herausforderungen – Studie zu Klimarisikoversicherungen

Bei der Konferenz wurde auch eine neue Studie zu Klimarisikoversicherungen vorgestellt, um "die Anpassungsfähigkeit an Klimaveränderungen von armen Menschen in Risikoländern zu stärken". Die vom BMZ beauftragte Studie geht der Frage nach, wie die G7-Initiative zu Klimarisikoversicherungen gestaltet werden kann: Welche Zielregionen, Instrumente, Strukturen und Mittel zur Umsetzung bieten sich an? Die Studie wurde in Kooperation mit der Munich Climate Insurance Initiative (MCII) und der Münchner Rück erstellt und auf der hochrangigen G7-Fachkonferenz in Berlin erstmals präsentiert.


Die Hintergründe

Der Klimawandel mit seinen weitreichenden Folgen ist zu einer der größten Herausforderungen der Menschheit geworden. Häufigere Katastrophen, ausgelöst durch Naturereignisse und Wetterextreme, zunehmende Wasserknappheit, überflutete Küstengebiete und ein beschleunigtes Artensterben sind seine unmittelbaren Folgen. Besonders Entwicklungs- und Schwellenländer sind von diesen Folgen stark betroffen.

Alle Staaten müssen aktiv werden, um den globalen Kohlendioxidausstoß zu senken und der weiteren Erderwärmung Einhalt zu gebieten. Den Industrieländern kommt eine besondere Verantwortung zu, da sie bislang den Großteil der klimaschädlichen Gase ausgestoßen haben. Auf dem G7-Gipfel in Brüssel im Juni 2014 bestätigte die G7 die Zusage der Industrieländer, ab 2020 jährlich 100 Milliarden US-Dollar aus öffentlichen und privaten Quellen für Klimafinanzierung zu mobilisieren.


Lexikon der Entwicklungspolitik

Fenster schließen

 

Seite teilen