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Entwicklungspolitische Schwerpunkte der G7

Ernährung sichern

Eine Frau begutachtet ihren Mais am Rande von Bangui in der Zentralafrikanischen Republik.

In den vergangenen 15 Jahren ist die Zahl der Menschen, die chronisch unter Hunger leiden, weltweit gesunken – auch dank der Umsetzung der im Jahr 2000 vereinbarten Millenniumsentwicklungsziele. Dennoch leiden auch heute noch knapp 800 Millionen Menschen an Hunger. Insgesamt etwa zwei Milliarden Menschen haben einen Mikronährstoffmangel. Besonders Kleinkinder erleiden durch Hunger oder Mangelernährung Schäden, die später nicht mehr ausgeglichen werden können.

Ergebnisse des G7-Gipfels in Elmau

Doch eine Welt ohne Hunger ist möglich! Auf Initiative des BMZ haben sich die G7 auf Schloss Elmau zum Ziel gesetzt, gemeinsam mit unseren Partnern 500 Millionen Menschen bis zum Jahr 2030 aus Hunger und Mangelernährung zu befreien. Damit sendet die G7 ein starkes Signal an die Weltgemeinschaft: Wir werden auch gegenüber ärmeren Ländern unserer Verantwortung als stärkste Wirtschaftsmächte gerecht! Mit diesem Engagement wollen wir auch zum Erfolg der nachhaltigen Entwicklungsziele beitragen, die beim UN-Sondergipfel im September beschlossen werden sollen. Der Hunger und die Mangelernährung müssen bekämpft werden, um Menschen überhaupt erst die Perspektiven für ein menschenwürdiges Leben zu eröffnen sowie die Voraussetzung zu schaffen, aktiv am gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Leben teilzunehmen.

Wir sprechen bewusst über Menschen, die wir gemeinsam mit unseren Partnern erreichen wollen. Wir richten damit den Blick auf die Ergebnisse, die wir anstreben: Durch erhöhte Effizienz und noch bessere Koordinierung untereinander und mit unseren Partnern, durch gezieltere Maßnahmen, und durch den richtigen Einsatz unserer finanziellen Mittel.

Als ein eigener Annex zum Gipfeldokument wurde ein "breiter Ansatz für Ernährungssicherung", beschlossen, der Wege hin zu diesem Ziel aufzeigt: Durch einen Fokus auf einen inklusiven Ansatz der ländlichen Entwicklung, die Förderung verantwortungsvoller Investitionen und einer nachhaltigen Landwirtschaft, die gezielte Unterstützung für mangelernährte Kinder und Frauen – eine der wirksamsten Grundlagen für selbstbestimmte Entwicklung – und gezieltere Hilfen für Hungernde in Krisen und Konflikten. Das BMZ hat gemeinsam mit den anderen G7-Partnern im Rahmen der G7-Arbeitsgruppe für Ernährungssicherung diesen Ansatz erarbeitet. Er unterstreicht die Notwendigkeit, für Ernährungssicherung viele Bereiche zu unterstützen, über reine Produktionssteigerung und Investitionsförderung in der Landwirtschaft hinaus.

Mit der Sonderinitiative "EINEWELT ohne Hunger" hat das BMZ seine Förderung der Ernährungssicherung, ländlichen Entwicklung und Landwirtschaft bereits deutlich ausgeweitet. Ziel der Initiative ist, einerseits Hunger und Mangelernährung der heute lebenden Menschen zu überwinden und andererseits die Voraussetzungen zu schaffen, dass sich auch künftige Generationen einer wachsenden Weltbevölkerung ernähren können.


Lexikon der Entwicklungspolitik

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