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24. März 2018

Welt-Tuberkulose-Tag


Tuberkulose-Patient in einer Klinik der Ärzte ohne Grenzen in Somalia.

Am 24. März 1882 ver­öffent­lichte Robert Koch in Berlin seine Er­kennt­nisse zur Tu­ber­ku­lose-Er­krank­ung. Er er­staunte Öffent­lich­keit und Fach­welt gleicher­maßen, indem er den bis dahin un­be­kannten Er­reger "Mycobacterium tuberculosis" als Ursache ausmachte. Für diese Entdeckung erhielt er 1905 den Medizin-Nobelpreis.

Auch heute, mehr als 135 Jahre später, ist die Tuberkulose, früher auch als "Morbus Koch" bezeichnet, noch weit verbreitet. Sie führt die Liste der tödlichen In­fek­tions­krank­heiten an, nach Schätzungen der Welt­gesund­heits­organisation (WHO) starben 2016 rund 1,7 Millionen Menschen an Tuberkulose. 95 Prozent der Erkrankten leben in Ent­wick­lungs­ländern. Der Globale Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria (GFATM) schätzt, dass etwa ein Drittel der Welt­be­völ­ke­rung mit dem Erreger infiziert ist.

Zwar heilt die Krankheit bei guter Immunabwehr meist ohne Behandlung aus. Aber in Kombination mit anderen Erkrankungen, zum Beispiel Aids, ist der Verlauf oft tödlich. Die Erkrankung ist die häufigste Todesursache von Aids-Kranken – die Bekämpfung der Tuberkulose kann daher nur gemeinsam mit der Bekämpfung von HIV/Aids erfolgreich sein.

Das Bundes­ent­wick­lungs­mi­nis­te­ri­um fördert die weltweite Bekämpfung von Aids und Tuberkulose auf vielfache Weise, zum Beispiel durch die Stärkung von Gesundheitssystemen oder die Förderung von Präventionsmaßnahmen in Ent­wick­lungs­ländern. Vor allem in Afrika und Asien müssen die Menschen schnell und nach­hal­tig in ihrem Kampf gegen Tuberkulose unterstützt werden.

Termindetails

Samstag, 24.03.2018

Lexikon der Entwicklungspolitik

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