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Klimawandel und Entwicklung

Vom 6. bis 17. November 2017 findet in Bonn die 23. Vertragsstaatenkonferenz der Klimarahmenkonvention (COP23) unter der Präsidentschaft Fidschis statt.

Deutschland ist ein Vorreiter in der internationalen Klimapolitik. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) trägt mit seiner Arbeit entscheidend dazu bei – denn Klimawandel und Entwicklung sind untrennbar miteinander verknüpft.

"I'm an island" – der Song zur COP23

Zur 23. Weltklimakonferenz in Bonn hat die deutsche Musikerin Bernadette La Hengst den Song "I'm an island" komponiert. Der Song ist eine Liebeserklärung an unseren Planeten und ein Aufruf zu mehr Solidarität und gemeinsamem Handeln gegen den Klimawandel. Das Video zum Song und weitere Informationen zum Klimaschutz finden Sie auf www.ich-bin-eine-insel.de.

Aktuelles

Weltklimakonferenz in Bonn: Deutschland setzt sich für besseren Schutz der Ozeane ein

15.11.2017 – Das Entwicklungsministerium stockt im Rahmen der Weltklimakonferenz in Bonn seinen Beitrag zum Blue Action Fund auf und verstärkt damit seine Anstrengungen für den weltweiten Meeresschutz. Mit zusätzlichen zwölf Millionen Euro für diesen Naturschutzfonds können zum Beispiel neue Meeresschutzgebiete in Entwicklungsländern ausgewiesen oder nachhaltige Kleinfischerei und nachhaltiger Tourismus gefördert werden. Mehr

Weltklimakonferenz in Bonn: Deutschland unterstützt Marokko bei der Energiewende

15.11.2017 – Im Rahmen der Weltklimakonferenz hat Deutschland Marokko weitere Mittel für den Ausbau erneuerbarer Energien zugesagt. Marokko ist bereits heute Vorreiter einer afrikanischen Energiewende. Dazu der Parlamentarische Staatsekretär Thomas Silberhorn: "Mit seiner ambitionierten Energiepolitik setzt Marokko ein Zeichen für den Klimaschutz und zeigt, dass sich Klimaschutz und wirtschaftliche Vernunft nicht ausschließen. Wir unterstützen das Land auf diesem Entwicklungspfad und bauen unsere Zusammenarbeit aus." Mehr

Ein Jahr NDC-Partnerschaft: Neue Mitglieder, mehr Geld für den Klimaschutz bei der COP23

14.11.2017 – Die globale NDC-Partnerschaft feiert auf der 23. Weltklimakonferenz (COP23) in Bonn ihr einjähriges Bestehen und kann neue Mitglieder begrüßen: Die asiatische und die karibische Entwicklungsbank verkündeten ihren Beitritt. Der fidschianische Premierminister und COP-Präsident Frank Bainimarama kündigte die Gründung einer regionalen Plattform zur NDC-Umsetzung im Pazifik ("Regional Pacific NDC Hub") im Rahmen der Partnerschaft an. Mehr

Weltklimakonferenz: Globale Partnerschaft zur finanziellen Absicherung gegen Klimarisiken gegründet

14.11.2017 – Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Thomas Silberhorn hat heute gemeinsam mit Frank Bainimarama, Präsident der COP23 und Premierminister von Fidschi, der Weltbank sowie der Gruppe der V20 eine Globale Partnerschaft für Klima- und Katastrophenversicherungen und Risikofinanzierung gestartet. Silberhorn: "Mit der Partnerschaft bringen wir Vertreter der ärmsten und verwundbarsten Länder der Welt und die wirtschaftlich starke G20 erstmalig an einen Tisch." Mehr

Städtegipfel auf der Weltklimakonferenz: "Der Schlüssel für weltweiten Klimaschutz liegt in den Städten"

12.11.2017 – Entwicklungsstaatssekretär Hans-Joachim Fuchtel hat auf dem Städtegipfel dazu aufgerufen, die Rolle von Städten stärker in den nationalen Klimaplänen zu berücksichtigen: "Städte sind Leidtragende des Klimawandels – zugleich aber auch die Hauptverursacher der Erderwärmung. Sie müssen daher auch Teil der Lösung für eine klimafreundliche Entwicklung sein. Die Pariser Klimaziele können wir nur erreichen, wenn Städte als wesentliche Partner beim Klimaschutz anerkannt werden." Mehr

Willkommen im Deutschen Pavillon​!


04.11.2017 – ​Für die Delegierten der UN-Klimakonferenz COP23 in Bonn hat das Vorbereitungsteam des Bundesumwelt- und des Bundesentwicklungsministeriums (BMUB und BMZ) ein interessantes und vielseitiges Programm zusammengestellt.


​Eine Übersicht aller Veranstaltungen in Deutschen Pavillon finden Sie hier (PDF 1 MB).

BMZ-Twitter-Kanal: @BMZ_Bund #COP23


Entwicklungserfolge in Gefahr

In vielen Regionen der Welt sind die Auswirkungen des Klimawandels schon heute zu spüren. Häufigere und stärkere Stürme, Hitzewellen, extrem starke Regenfälle und Dürren sind nur einige der vielen negativen Auswirkungen, die der Klimawandel mit sich bringt. Entwicklungsländer sind davon besonders stark betroffen. Gerade ihnen fehlen jedoch die Mittel und Fähigkeiten, um wirksame Gegenmaßnahmen zu ergreifen und sich den klimabedingten Veränderungen anzupassen.

Die Auswirkungen des Klimawandels gefährden die Erfolge nachhaltiger Entwicklungspolitik. Sie führen bereits jetzt zu Hunger, wachsender Armut, Vertreibung und bewaffneten Konflikten.

Doch mit entschlossenem Handeln kann es gelingen, den Klimawandel einzudämmen, die Entwicklungsländer vor den direkten Folgen des Klimawandels zu schützen und zugleich Innovation, wirtschaftliche Modernisierung und letztlich nachhaltige Entwicklung zu fördern.

So wird etwa durch den Ausbau erneuerbarer Energien nicht nur das Klima geschützt. Da erneuerbare Energien auch der Bevölkerung in abgelegenen Gebieten zugänglich sind, eröffnen sie die Chance auf einen verbesserten Lebensstandard und neue Einkommensquellen.

Kurz erklärt: Herausforderung Klimawandel

Klimawandel

Der Klimawandel ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Laut Weltklimarat (Intergovernmental Panel on Climate Change, IPCC) ist die Temperatur seit der industriellen Revolution im weltweiten Durchschnitt um 0,85 Grad Celsius gestiegen. Diese Erwärmung wurde weitgehend von den Menschen verursacht. Ihre Folgen können wir bereits heute deutlich spüren: durch extreme Regenfälle, Dürreperioden, schmelzende Gletscher und einen steigenden Meeresspiegel.

Besonders in den Entwicklungsländern droht der Klimawandel, bereits erzielte Entwicklungserfolge zunichte zu machen. Daher unterstützt das BMZ seine Partner dabei, den Folgen des Klimawandels zu begegnen und gleichzeitig den Ausstoß von Treibhausgasen zu reduzieren.

Mehr über unser Engagement lesen Sie auf unseren ausführlichen Themenseiten zum Klimawandel.

Anpassung an den Klimawandel

Klimaschutz kann den Klimawandel zwar begrenzen, jedoch nicht rückgängig machen. Der jahrzehntelange übermäßige Treibhausgasausstoß hat das Klima bereits unumkehrbar verändert: Hitzewellen in Europa, Wirbelstürme in Asien und Dürreperioden in Afrika zählen zu den Folgen des Klimawandels. Viele weitere Auswirkungen werden hingegen erst im Laufe der Zeit in all ihren Konsequenzen erkennbar sein.

Um vor allem arme und besonders verwundbare Menschen gegen den Klimawandel abzusichern, sind Maßnahmen zur Anpassung an diese Folgen unerlässlich. Diese müssen in allen Bereichen von Wirtschaft und Gesellschaft verankert werden – etwa in der Landwirtschaft, bei der Waldbewirtschaftung, bei der Wassernutzung, im Gesundheitssektor, im Bauwesen und im Transport. Der Bedeutung solcher Maßnahmen trägt das Pariser Klimaabkommen Rechnung: Es weist die Anpassung an den Klimawandel als gleichwertiges Ziel neben der Minderung von Treibhausgasen aus.

Das BMZ unterstützt seine Partner bei der Planung und Umsetzung konkreter Anpassungsmaßnahmen. Dazu zählen zum Beispiel veränderte Ackerbautechniken, ein angepasstes Wasserressourcenmanagement oder ein verbesserter Küstenschutz. Das BMZ trägt so dazu bei, dass auch arme und verwundbare Bevölkerungsgruppen die Folgen des Klimawandels besser abfedern können. Deutschland hilft seinen Partnerländern außerdem dabei, ein umfassendes Klimarisikomanagement zu betreiben und fördert mit der G7-Initiative "InsuResilience" Versicherungen, die verbleibende Risiken wie Gebäudeschäden oder Viehverluste abdecken.

Einen Überblick über das Engagement des BMZ zur Anpassung an den Klimawandel bietet Ihnen unsere Publikation Adapting to Climate Change (PDF 5 MB).

Weitere Informationen zu unserem Engagement zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels erhalten Sie auf unseren Themenseiten.

Minderung der Emissionen

Das Wachstum von Wirtschaft und Bevölkerung bringt seit der industriellen Revolution einen rapiden Anstieg der weltweiten Treibhausgasemissionen mit sich. Diese entstehen insbesondere bei der Nutzung fossiler Brennstoffe wie Kohle und Öl für die Energieerzeugung. Laut Weltklimarat (Intergovernmental Panel on Climate Change, IPCC) hat sich dadurch die globale Temperatur bereits um durchschnittlich 0,85 Grad Celsius erhöht.

Vorsorge ist besser als Nachsorge: Der Klimawandel kann nur eingedämmt werden, wenn die Emissionen vermindert werden, etwa durch Klimaschutzmaßnahmen und die Ausweitung von "Kohlenstoffsenken" wie Wäldern. Die Erderwärmung muss auf deutlich unter zwei, wenn möglich 1,5 Grad Celsius begrenzt werden, um die Folgen auf ein kontrollierbares Maß zu beschränken – so lautet das politische Ziel, zu dem sich die internationale Staatengemeinschaft 2015 im Pariser Klimaabkommen verpflichtet hat.

Dieses Ziel kann erreicht werden, doch dazu muss schnellstmöglich der Trend zu immer weiter ansteigenden Treibhausgasemissionen umgekehrt werden. Das BMZ unterstützt daher seine Partner dabei, Zugang zu klimafreundlicher Energie zu schaffen, Städte nachhaltig zu gestalten, Verkehrsnetze klimafreundlich auszubauen und Entwaldung zu vermeiden.

Weitere Informationen zu unserem Engagement bei der Minderung von Treibhausgasen erhalten Sie auf unseren Themenseiten.

Wie macht sich der Klimawandel bemerkbar?

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Klimawandel – unsere Verantwortung

Im Gebiet rund um den Fluss Rio Grande in Bolivien macht sich der Schauspieler und Game-of-Thrones-Star Tom Wlaschiha ein Bild von den Auswirkungen des Klimawandels auf Mensch und Natur.

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Der Klimawandel und die Apfelernte in Bolivien

Die Äpfel im Hochland von Bolivien werden als Folge des Klimawandels zu früh reif und die Bauern können dadruch nicht an den eingeplanten Terminen liefern. Es kommt aber auch vor, dass unerwartet Kälte hereinbricht und die gesamte Ernte vernichtet.

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Klimawandel – Gletscherschmelze in Bolivien

Die Gletscher Boliviens schmelzen. Wenn die Gletscher verschwunden sind, wird den Menschen, die an ihrem Fuß leben, das Trinkwasser fehlen und ihr landwirtschaftlicher Ertrag wird zurückgehen.

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Klimawandel – Wasserknappheit entgegenwirken

Im bolivianischen Dorf Pojo, das 2.000 Meter über dem Meeresspiegel liegt, sind die Folgen des Klimawandels spürbar. Durch die zunehmende Hitze trocknet der Boden schnell aus und wird unfruchtbar. Die Bauern legen Wasserauffangbecken an.

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Leben mit dem Klimawandel

Deutschland unterstützt Bangladesch dabei, die Folgen des Klimawandels zu mildern – zum Beispiel durch den Bau von Brücken, Dämmen und Uferbefestigungen.

Pariser Klimaabkommen

Lichtinstallation am Eiffelturm mit dem Schriftzug "For the planet"

Die internationale Gemeinschaft hat die Notwendigkeit zum Handeln mit der Verabschiedung des Pariser Klimaabkommens im Dezember 2015 anerkannt. Die Umsetzung dieses Abkommens ist eines der wichtigsten Themen der 23. UN-Klimakonferenz in Bonn.

Globale Verantwortung

Deutschland übernimmt Verantwortung für die globale nachhaltige Entwicklung. Im Dezember 2016 hat Deutschland für ein Jahr die Präsidentschaft der G20 übernommen. Die G20 ist ein Zusammenschluss der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer sowie der Europäischen Union.

Deutschland hat die Chance seiner Präsidentschaft genutzt und die Umsetzung der Agenda 2030 und des Pariser Klimaabkommens auf die Tagesordnung gesetzt.

Der auf dem G20-Gipfel verabschiedete Aktionsplan der G20 von Hamburg zu Klima und Energie für Wachstum dient der Umsetzung des Pariser Klimaabkommens. Lediglich die USA gaben an, dass sie ihre Positionen in Bezug auf den Klimawandel aktuell überprüfen. Der Aktionsplan sendet ein klares Signal: Es gibt kein Zurück mehr, eine starke Allianz aus Industrie- und Entwicklungsländern, der Privatwirtschaft, der Zivilgesellschaft sowie aus Städten und Kommunen arbeitet daran, das klimafreundliche Wirtschafts- und Wachstumsmodell der Zukunft jetzt umzusetzen.

Weitere Informationen über die Ergebnisse des G20-Gipfels im Bereich Klimaschutz finden Sie hier.

Siehe auch: Kleine Inselstaaten unterstützen

"Wir haben keinen Plan B, weil es keinen Planeten B gibt."

Ban Ki-moon, UN-Generalsekretär 2007-2016, auf der UN-Klimakonferenz 2016 in Marrakesch

UN-Klimakonferenz COP23

Unter der Präsidentschaft Fidschis werden auf der 23. UN-Klimakonferenz – neben der konkreten Ausgestaltung des Pariser Klimaabkommens – die Interessen kleiner, vom Klimawandel stark betroffener Inselstaaten im Mittelpunkt stehen. Vor allem die Anpassung an den Klimawandel (Adaptation) und die Widerstandsfähigkeit gegen den Klimawandel (Resilienz) sind bedeutende Themen der Konferenz. Fidschi hat sich außerdem das Ziel gesetzt, auch nicht-staatliche Akteure intensiv einzubinden.

Kurz erklärt: Die UN-Klimakonferenz

Logo der 23. Vertragsstaatenkonferenz der Klimarahmenkonvention (COP23)

Weltklimakonferenz in Bonn

Die Weltklimakonferenz 2017 findet vom 6. bis 17. November 2017 in Bonn unter der Präsidentschaft Fidschis statt. Es ist die 23. Konferenz, bei der die Vertragsstaaten der Klimarahmenkonvention zusammenkommen (Conference of the Parties, COP) – sie wird daher mit COP23 abgekürzt. Erwartet werden bis zu 20.000 Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Zivilgesellschaft.

Wer leitet die Konferenz?

In diesem Jahr fällt die Präsidentschaft der Klimakonferenz auf Asien. Fidschi hat angeboten, diese Aufgabe zu übernehmen. Damit ist Fidschi das erste kleine Inselentwicklungsland, das die COP-Präsidentschaft innehat – und wäre damit auch Gastgeber der Klimakonferenz. Der Inselstaat kann aufgrund seiner begrenzten räumlichen Möglichkeiten eine solch große Konferenz jedoch nicht selbst ausrichten.

Warum in Bonn?

Falls kein Land anbietet, die Konferenz bei sich auszurichten, findet sie am Sitz des Klimasekretariats der Vereinten Nationen (UNFCCC) statt. Dieser ist in Bonn. Deutschland ist daher "technischer Gastgeber".

Was will die Konferenz erreichen?

Im Jahr 2015 wurde das Pariser Klimaabkommen beschlossen. Nun geht es darum, die Details zur Umsetzung auszuarbeiten. Außerdem werden Politik und Zivilgesellschaft ihre Klimainitiativen und -projekte vorstellen.

Weitere Informationen finden Sie auf www.cop23.de

Logo der 23. Vertragsstaatenkonferenz der Klimarahmenkonvention (COP23)

Pariser Klimaabkommen

Im Dezember 2015 kam die internationale Staatengemeinschaft auf der Pariser Klimakonferenz (COP21) zusammen. Sie einigte sich auf ein historisches Abkommen, das den Schutz des Klimas und die Anpassung an die Folgen des Klimawandels zum Ziel hat. Die Staaten verpflichteten sich, den Anstieg der durchschnittlichen Erdtemperatur deutlich unter 2 Grad Celsius über dem vorindustriellen Niveau zu halten und Anstrengungen zu unternehmen, um den Temperaturanstieg auf 1,5 Grad Celsius über dem vorindustriellen Niveau zu begrenzen.

Der Vertrag gilt als historischer Wendepunkt – erstmals haben sich mit 195 Vertragsstaaten fast alle Länder der Welt zu konkreten Klimaschutzbeiträgen verpflichtet.

Wenige Monate vor der Pariser Klimakonferenz verabschiedete die Staatengemeinschaft die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung mit 17 nachhaltigen Entwicklungszielen (Sustainable Development Goals, SDGs). Das Pariser Klimaabkommen nimmt darauf ausdrücklich Bezug und erkennt dadurch die enge Verknüpfung von nachhaltiger Entwicklung und Klimaschutz an.

Der politische Rahmen ist damit geschaffen und die meisten Vertragsparteien haben bereits ihre Klimaziele vorgelegt. Nun hat die Phase der Umsetzung begonnen. Es ist an der Zeit, die eigenen Anstrengungen zu verstärken, um diese Ziele zu erreichen, und sich neue, ehrgeizigere Ziele zu setzen.

Wie das BMZ dazu beiträgt, die Ziele des Pariser Abkommens zu erreichen, können Sie auf unseren Themenseiten nachlesen.

Logo der 23. Vertragsstaatenkonferenz der Klimarahmenkonvention (COP23)

Nationale Klimabeiträge

Das Kernstück des Pariser Klimaabkommens von 2015 bilden die nationalen Klimabeiträge (Nationally Determined Contributions, NDCs). Darin setzen sich sowohl Industrie- als auch Entwicklungsländer eigene Klimaziele und verpflichten sich, konkrete Maßnahmen zum Klimaschutz und meist auch zur Anpassung an den Klimawandel zu ergreifen.

Um Entwicklungsländer dabei zu unterstützen, ihre Klima- und Entwicklungsziele effektiv und schnell umzusetzen, gibt es die sogenannte "NDC-Partnerschaft". Diese wurde von Deutschland zusammen mit Marokko und dem World Resources Institute initiiert und auf der vergangenen Klimakonferenz in Marokko mit mehr als 50 Gründungsmitgliedern offiziell ins Leben gerufen.

Mehr Informationen dazu finden Sie auf unseren Themenseiten.

Beispiele aus der Praxis

Peru: Agroforstkredite für den Klimaschutz

Die peruanische Landwirtschaftsbank Agrobanco hat eine ehrgeizige Vision: Sie möchte sich zu einer "grünen Bank" entwickeln und Nachhaltigkeit ganz ins Zentrum ihrer Aktivitäten stellen. Hierfür nutzt sie ein bankinternes Aktionsprogramm, um passende Strategien und innovative neue Produkte für ihre Kunden zu entwickeln. Das BMZ begleitet die Bank dabei im Rahmen seines "Climate Finance Readiness"-Programms.

Bangladesch: Neue Perspektiven für Vertriebene

Bangladesch hat sehr mit den Auswirkungen des Klimawandels zu kämpfen. Das Land liegt zu weiten Teilen im Ganges-Brahmaputra-Delta, dem größten Flussdelta der Welt. Infolge des steigenden Meeresspiegels könnte ein Fünftel der Landesfläche dauerhaft überflutet werden. Deutschland unterstützt die Stadt Khulna beim Management der klimawandelbedingten Binnenmigration.

Neue Ideen für die traditionelle Landwirtschaft in Westkenia

Lucy Aloo Odamna bebaut im Dorf Gongo in Westkenia mit ihren sechs Kindern eine Fläche von 1,7 Hektar. Nach vielen Jahren einseitiger Bewirtschaftung fielen die Ernten immer schlechter aus. Im Rahmen des Programms "Bodenschutz und -rehabilitierung für Ernährungssicherung" beteiligt sie sich nun an Farmer-Feldschulen.

Äthiopien: Innovationen in der Weidewirtschaft

Im äthiopischen Tiefland Afar und Somali leben die Menschen traditionell als Hirtennomaden. Bis vor einigen Jahren war diese Wirtschaftsweise effektiv, inzwischen sind die Lebensgrundlagen der Hirten und Bauern aber stark in Gefahr. Deutschland unterstützt einen neuen Ansatz in Äthiopien, der bereits erfolgreich in der Sahel-Region getestet wurde. Bislang zerstörerisch wirkende Fluten aus dem Hochland werden für das Tiefland nutzbar gemacht.

Kenia: Ein Blick in die Zukunft – EverGreen Agriculture

"Früher konnte ich kaum genug Nahrung für den Eigenverbrauch ernten. Das lag an den schlechten Böden und dem Befall von Unkraut, trotz des ganzen chemischen Düngers. Jetzt hat sich die Produktivität meiner Farm immens verbessert," erklärt Cosmas Oduor. Er ist einer von 36 Landwirten, die begonnen haben, EverGreen Agriculture zu praktizieren.

Kambodscha: Regenwassertanks und Notfallpläne

Sok Soeung und sein Dorf rüsten sich gegen Überflutungen und Dürreperioden. Kürzlich trat er der örtlichen Gruppe zur Gesundheitsförderung bei, außerdem engagiert er sich im Wasserkomitee seines Dorfes. Diese Initiativen werden vom BMZ (über die GIZ) und durch die Hilfsorganisation Malteser International unterstützt und leisten einen großen Beitrag dazu, die Lebensbedingungen der Dorfgemeinschaft zu verbessern.

Madagaskar: Mit Rizinusöl eine klimaangepasste Landwirtschaft betreiben

Wenn der Süden Madagaskars in internationalen Medien erwähnt wird, dann fast immer nur im Zusammenhang mit Dürren und Hungersnöten. Das Potenzial, diese Krisen zu überwinden, wird meist nicht angesprochen. Landwirtschaftliche Wertschöpfungsketten, die an die schwierigen klimatischen Bedingungen angepasst werden, bieten einen Schlüssel zum Erfolg. In Ambory, einem abgelegenen Dorf an der Südostküste Madagaskars, hat Rizinusöl dafür gesorgt, dass sich die Lebensbedingungen deutlich verbessert haben.

Marokko: Wie ein Fischereibetrieb den Folgen des Klimawandels begegnet

In Marokko zeigt sich der Klimawandel besonders in Form von Hitzewellen mit Dürreperioden und Starkregen mit Überschwemmungen. Besonders betroffen sind Firmen, die landwirtschaftliche Produkte verarbeiten, auch der Fischereisektor gehört dazu. Für die Fischereiunternehmen, wie zum Beispiel dem mittelständischen Unternehmen AVEIRO, ergeben sich durch den Klimawandel erhebliche Risiken, auch weil sich als Folge des Klimawandels die Fischbestände verändern. Mit deutscher Unterstützung setzt das Unternehmen Anpassungsmaßnahmen um.

Bangladesch: Zugang zu Klimafinanzierungsprogrammen erleichtern

Als eines der ersten Länder weltweit muss Bangladesch mit konkreten Maßnahmen auf den Klimawandel reagieren. Dazu benötigt das Land Zugang zu internationalen Klimafinanzierungsmaßnahmen, denn alleine kann das Land die Folgen wie Versalzung des Grundwassers, extreme Dürreperioden oder stärkere Wirbelstürme nicht bewältigen. Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) das Land dabei, die notwendigen Rahmenbedingungen dafür zu schaffen.

Ruanda: Ein Kaffee-Exporteur passt sich an neue klimatische Bedingungen an

Ruanda ist bereits vom Klimawandel betroffen: einerseits durch Hitzewellen mit Dürren, andererseits durch Starkregen mit Überschwemmungen. Zusätzlich verschieben sich die Jahreszeiten. Der Kaffeeproduzent CCOPAC spürt inzwischen die ersten Auswirkungen des Klimawandels. Daher unterstützt die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) COOPAC bei der Klimarisikoanalyse und der Erarbeitung einer Anpassungsstrategie.

 

Ruanda: Kleinwasserkraftwerk liefert saubere Energie

Deutschland unterstützt Ruanda bei der Umsetzung seiner Energiestrategie: Im Norden des Landes, in der Nähe der Stadt Musanze, entsteht mit deutscher Unterstützung am Fluss Mukungwa das Kleinwasserkraftwerk Rwaza. Es soll bis Ende 2018 betriebsbereit sein und wird dann jährlich 20 Gigawattstunden Strom produzieren. Das entspricht zwei Prozent der im Land produzierten Elektrizität und deckt den jährlichen Strombedarf von 20.000 ruandischen Haushalten.

Thailand: Nachhaltiger Reisanbau

Die "Better Rice Initiative Asia" (BRIA) fördert in Thailand die Einführung eines Standards für nachhaltig angebauten Reis. Ziel ist, die Treibhausgasemissionen aus dem Reisanbau zu verringern, an den Klimawandel angepasste Produktionssysteme zu fördern und die Existenzgrundlage von Kleinbäuerinnen und Kleinbauern zu sichern. Die "klima-intelligenten" Reisanbaumethoden umfassen unter anderem ein alternatives Bewässerungs- und Trocknungsverfahren.

Malawi: Solarlampen erleichtern den Alltag

In Malawi sind nur zwölf Prozent der rund 18 Millionen Einwohner an ein Stromnetz angeschlossen. Die restliche Bevölkerung ist zum Kochen und Heizen auf Feuerholz, Holzkohle oder Pflanzenreste angewiesen. Zur Beleuchtung werden kleine Kerosin- oder batteriebetriebene Lampen genutzt – gefährliche und umweltschädliche Energielieferanten. Die Energiepartnerschaft Energising Development fördert in Malawi die Verbreitung von Kleinstsolargeräten.

Uganda: GET FIT fördert erneuerbare Energien

Die Wirtschaft in Uganda wächst – und mit ihr die Nachfrage nach Strom. Bis vor einigen Jahren hatte das Land deshalb regelmäßig mit Stromengpässen zu kämpfen. Um der steigenden Nachfrage auf klimafreundliche Weise gerecht zu werden, setzt die ugandische Regierung auf erneuerbare Energien. Das Potenzial dafür ist groß. Um die Energiewende voranzutreiben, haben die ugandische Regierung gemeinsam mit der KfW Entwicklungsbank das GET-FIT-Programm entwickelt. Es schafft Anreize zum Ausbau erneuerbarer Energien durch private Investoren.

Nepal: Strom für ländliche Gebiete

In Nepal hat etwa jeder fünfte Einwohner in ländlichen Regionen des Landes keinen Zugang zu Strom. Auch die Bewohner der Gemeinde Jalpa im Distrikt Khotang waren vor drei Jahren noch auf Kerosin und Feuerholz als Lichtquelle angewiesen. Durch die Energiepartnerschaft Energising Development (EnDev) haben sich die Lebensbedingungen der Bewohner von Jalpa verbessert. Das Dorf wird jetzt durch ein Kleinwasserkraftwerk mit Strom versorgt.

Nachhaltige Waldnutzung in Laos

Wälder sind für die Bevölkerung von Khangkao, einem Bergdorf im Norden von Laos, seit Generationen eine Nahrungs- und Einkommensquelle. Dennoch werden dort immer mehr Waldflächen niedergebrannt, um die steilen Hänge für den Anbau von Trockenreis oder Mais nutzen zu können. Das vom BMZ in Auftrag gegebene Programm "Klimaschutz durch Walderhalt" hat das Ziel, die Waldrodung zu stoppen.

Die Verkehrswende international gestalten

Weltweit ist eine Wende im Bereich Verkehr nötig. Die Infrastruktur, die wir heute bauen, bestimmt, wie wir morgen unterwegs sein werden und wie viele (oder wenige Emissionen) wir dadurch verursachen. Das Bundesentwicklungsministerium (BMZ) hat darum mit internationalen Partnern die Initiative für transformative urbane Mobilität (Transformative Urban Mobility Initiative, TUMI) ins Leben gerufen.

Links und Dokumente

BMZ-Themenseiten und Videos

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Erneuerbare Energien

Die Agenda 2030 und das Klimaabkommen von Paris haben die Welt auf einen neuen Kurs gesetzt, um eine Entwicklung zu erreichen, die wirklich nachhaltig ist. Erneuerbare Energien übernehmen dabei eine wichtige Aufgabe: Sie helfen, die Armut zu reduzieren, Innovationen zu fördern und Arbeitsplätze zu schaffen. Sie erhöhen die Energiesicherheit und schwächen den Klimawandel ab.

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Eine Erfolgsgeschichte der wirtschaftlichen Zusammenarbeit aus Uganda

Im Rahmen einer Entwicklungspartnerschaft mit dem BMZ expandierte der deutsche Unternehmer Lars Kirchner vor zehn Jahren nach Uganda. Die Kirchner Solar Group produziert "Off-Grid-Systeme" – das sind netzunabhängige und solarbasierte Anlagen zur Stromversorgung. Inzwischen elektrifiziert Kirchner mit diesen Systemen ganze Dörfer in Uganda. Und seine Firma bildet junge Menschen zu Elektrotechnikern aus. "Ohne die anfängliche Unterstützung durch die deutsche Entwicklungszusammenarbeit hätten wir nicht in dem getätigten Rahmen in Ostafrika investiert", so Kirchner.

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Luftverschmutzung reduzieren durch E-Trikes

In Naga City auf den Philippinen hat sich ein Betrieb auf den Bau von E-Trikes spezialisiert. Durch die Elektrofahrzeuge soll die Luftverschmutzung reduziert werden. 90 Prozent der benötigten Materialien werden aus der direkten Umgebung geliefert, nur 10 bis 15 Prozent müssen importiert werden.

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Philippinen: Hochwassermanagement in Naga City

Die Stadt Naga auf den Philippinen liegt im Zentrum eines Taifun-Gebietes, regelmäßig kommt es zu Überschwemmungen. Mit Hilfe der "Initiative Stadtentwicklung für Asien" (CDIA) wurden in Naga Maßnahmen zur Hochwasserbekämpfung finanziert.

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Mosambik: Küstenschutz in Beira

Mosambik ist schon jetzt von den Folgen des Klimawandels betroffen, zum Beispiel durch starke Überschwemmungen. Deutschland unterstützt das Land bei Präventionsmaßnahmen.

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Kenia: Grünes Innovationszentrum

In Kenia wird den Landwirten die Möglichkeit gegeben, ihren Ertrag zu steigern. Landwirtschaftliche Trainingszentren, eine Landwirtschaftsschule sowie ein Zentrum für agrartechnische Entwicklung arbeiten eng zusammen, um die Farmer in den betroffenen Gebieten zu unterstützen.

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Bolivien: Innovative Anbaumethoden

In Bolivien werden neben Äpfeln und anderem Obst auch Erdbeeren angebaut. Durch die zunehmende Trockenheit ist das dort nur duch innovative und moderne Anbaumethoden möglich, die Wasser sparen.

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Dürreresilienz: Sofortmaßnahmen und langfristige Lösungen

Dürren sind überaus zerstörerische Naturkatastrophen. Quer über den Globus haben sie Millionen von Toten und die Vernichtung von Lebensgrundlagen verursacht. Oft sind sie mit lokalen Konflikten verbunden und zwingen gerade die Ärmsten zur Migration. Mit dem fortschreitenden Klimawandel werden Häufigkeit, Dauer und Schwere von Dürren zunehmen.

Dieser Film hebt nicht nur die Probleme hervor, sondern stellt Lösungsansätze für größere Dürreresilienz in den betroffenen Regionen vor. Dazu ist ein pro-aktiver Ansatz notwendig, bei dem - koordiniert im Rahmen eines effektiven politischen Regelwerkes – Vorbereitung, Frühwarnsysteme und effiziente Nothilfe eng abgestimmt werden mit langfristigen Maßnahmen zur (Wieder)Herstellung von resilienten Öko-, Wirtschafts- und Sozialsystemen.

Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) stellt erhebliche Mittel zur Desertifikationsbekämpfung bereit. Jährlich gehen 225 Millionen Euro deutscher Mittel in Programme, die zur Desertifikationsbekämpfung beitragen. Im Rahmen der Sonderinitiative EINEWELT ohne Hunger werden beispielsweise mit dem Globalvorhaben "Bodenschutz und Bodenrehabilitierung für Ernährungssicherung" in sechs Ländern 340.000 Hektar Boden geschützt oder rehabilitiert. Durch nachhaltige Bodennutzung wird die Resilienz gegen Dürren und die Folgen des Klimawandels erhöht.

Der Film wurde unter Federführung des Deutschen Instituts für Entwicklungspolitik (DIE) und der Konvention zur Bekämpfung der Wüstenbildung der Vereinten Nationen (UNCCD) erstellt und mit Mitteln der deutschen Entwicklungszusammenarbeit gefördert.

Drehbuch und Regie: Dr. Patrick Augenstein

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Tropenwald nutzen – einfach erklärt

Der Klimawandel zeigt, wie wichtig es ist, verantwortungsvoll mit globalen Ressourcen umzugehen. Ein gutes Beispiel dafür sind die Wälder: Ihre nachhaltige Bewirtschaftung macht es möglich, sie zu erhalten und gleichzeitig zu nutzen.

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Die Zukunft, die wir wollen, braucht Wald

Der Wald schrumpft pro Minute um 35 Fußballfelder. Das hat gravierende Folgen für uns alle. Daher wollen die Bundesregierung und 180 weitere Regierungen und Nichtregierungsorganisationen bis 2030 die Rodung von Waldflächen komplett unterbinden.

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REDD – einfach erklärt

Animationsfilm über ein innovatives Modell zum Wald- und Klimaschutz, bei dem Regierungen und lokale Bevölkerung honoriert werden, wenn sie Entwaldung vermeiden.

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Wälder schützen und nachhaltig nutzen

Um den Regenwald zu schützen, werden mit den Menschen, die vom Wald leben, alternative Bewirtschaftungsmethoden entwickelt, damit sie Pflanzen in guter Qualität anbauen können, aber dafür nicht noch mehr Wald roden müssen. (Video in englischer Sprache)

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Video: Klimarisiken versichern – weltweit!

Eine Initiative der G7-Staaten hat das Ziel, bis zum Jahr 2020 400 Millionen durch den Klimawandel gefährdeten Menschen in Entwicklungsländern Versicherungsschutz gegen Klimarisiken zu bieten.

Termine

03. bis 04.07.2017:
COP23-Vorbereitung der Pazifikanrainer, Fidschi

07. bis 08.07.2017:
G20-Gipfel, Hamburg

12. bis 25.09.2017:
UN-Generalversammlung, New York

17. bis 18.10.2017:
Pre-COP, Fidschi

28.10.2017:
Tag der Vereinten Nationen, Thema "Klima", Bonn

02. bis 04.11.2017:
Jugend-Klimagipfel (COY13), Bonn

12.11.2017:
Internationaler Städtegipfel ICLEI (Local Governments for Sustainability), Bonn

06. bis 17.11.2017:
UN-Weltklimakonferenz (COP23), Bonn
COP23 | Publications and Side-events | Circular economy, waste management and resource efficiency for climate change mitigation (PDF 3,2 MB)

19. bis 20.12.2017:
Global Landscape Forum, Bonn