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Newsletter Januar 2012
Editorial
"Entwicklung ist die beste Investition in eine freie und stabile Welt."
Staatssekretär Hans-Jürgen Beerfeltz
Liebe Leserin, lieber Leser,
Bundesminister Dirk Niebel reiste im Dezember nach Burundi und anschließend nach Togo, wo er die Wiederaufnahme der Entwicklungskooperation mit dem westafrikanischen Land bekanntgab. 1993 hatte Deutschland die staatliche Entwicklungszusammenarbeit aufgrund anhaltender Menschenrechtsverletzungen unter der damals herrschenden Diktatur ausgesetzt. "Die Aufbruchstimmung im Land ist deutlich spürbar", erklärte Niebel nach seiner Reise. Die Herausforderungen, vor denen das Land steht, sind allerdings noch groß: Zwei Drittel der Bevölkerung leben in Armut. Togo wird voraussichtlich sechs der acht Millenniumsentwicklungsziele verfehlen.
Weitere Ereignisse, die die Arbeit des BMZ in den vergangenen Wochen bestimmten, waren die Klimakonferenz im südafrikanischen Durban, die Veröffentlichung des Fortschrittsberichts Afghanistan der Bundesregierung, die Reise von Staatssekretär Hans-Jürgen Beerfeltz nach Peru und die Veröffentlichung des ersten Weltbehindertenreports von Weltbank und Weltgesundheitsorganisation.
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Dirk Niebel in Burundi und Togo
Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel war im Dezember in Burundi und Togo.
Im Gespräch mit dem burundischen Staatspräsidenten Pierre Nkurunziza versicherte Niebel: "Deutschland wird Burundi auch weiterhin auf seinem Weg von einem vom jahrzehntelangen Bürgerkrieg traumatisierten Land hin zu einer stabilen Demokratie, welche die Voraussetzung für eine nachhaltige Entwicklung bietet, unterstützen." Dafür wurden Burundi für die kommenden zwei Jahre insgesamt 27,5 Millionen Euro zugesagt. Gleichzeitig forderte Niebel die Regierung auf, sich für die weitere Verbesserung der Sicherheitslage und die Einhaltung der Menschenrechte einzusetzen.
Bei seinem Besuch in Togo gab Dirk Niebel die Wiederaufnahme der Entwicklungszusammenarbeit mit dem westafrikanischen Land bekannt: "Wir möchten die kontinuierlichen Anstrengungen der togoischen Regierung im Bereich demokratische Regierungsführung und Verbesserung der Menschenrechtssituation seit 2007 würdigen und in Zukunft unterstützen." 1993 hatte Deutschland die staatliche Entwicklungszusammenarbeit mit Togo aufgrund anhaltender Menschenrechtsverletzungen unter der damals herrschenden Diktatur ausgesetzt. Im Gespräch mit Staatspräsident Faure Gnassingbé sicherte Dirk Niebel Togo deutsche Unterstützung bei der Armutsbekämpfung zu und stellte eine erste Zusage in Höhe von 27 Millionen Euro in Aussicht.
- Meldung 02.12.2011: Minister beginnt Reise nach Burundi und Togo
- Meldung 04.12.2011: Minister Niebel besucht Projekte in Burundi und übergibt medizinische Geräte
- Meldung 05.12.2011: Niebel trifft burundischen Präsidenten Pierre Nkurunziza
- Meldung 06.12.2011: Wiederaufnahme der Entwicklungszusammenarbeit mit Togo – Unterstützung für eine erfolgreiche Zukunft
- Meldung 07.12.2011: Minister Niebel beendet Burundi- und Togo-Reise
- Deutsche Entwicklungszusammenarbeit mit Burundi
Bundesregierung veröffentlicht Fortschrittsbericht Afghanistan
Die Bundesregierung hat im Dezember einen aktuellen Fortschrittsbericht zur Lage in Afghanistan vorgelegt. "In Afghanistan wurde viel erreicht, aber es bleibt immer noch viel zu tun. Daher hat die internationale Gemeinschaft auf der Internationalen Afghanistan-Konferenz in Bonn deutlich gemacht, dass sie Afghanistan langfristig unterstützen wird. Das zivile Engagement wird dabei eine zunehmend wichtigere Rolle spielen. Allerdings erfolgt diese Unterstützung in Abhängigkeit von weiteren Reformbemühungen der afghanischen Regierung", erklärte Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel.
Bereits vor der Afghanistan-Konferenz kamen Vertreter der afghanischen Zivilgesellschaft zu einem Forum in Bonn zusammen, um Vorschläge für die Konferenz zu erarbeiten. "Mit den vorgelegten Politikempfehlungen unterstreicht die afghanische Zivilgesellschaft den ihr zustehenden politischen Gestaltungsanspruch. Ihr Engagement als Mittler zwischen Bevölkerung und afghanischer Regierung ist für die friedliche politische Zukunft Afghanistans von entscheidender Bedeutung", erklärte die Parlamentarische Staatssekretärin Gudrun Kopp. Sie freute sich, dass auch viele Frauen an dem Forum teilnahmen: "Afghanische Frauen müssen im politischen, wirtschaftlichen und sozialen Leben Afghanistans noch stärker Stimme und Gesicht bekommen", so Kopp.
- Meldung 02.12.2011: Gudrun Kopp: Zivilgesellschaftliches Engagement ist für friedliche politische Zukunft Afghanistans von entscheidender Bedeutung
- Meldung 14.12.2011: Fortschrittsbericht der Bundesregierung zu Afghanistan: "Viel erreicht, aber immer noch viel zu tun"
- Meldung 27.12.2011: Gudrun Kopp schreibt an afghanischen Justizminister wegen sexueller Gewalt
- Deutsche Entwicklungszusammenarbeit mit Afghanistan
- Fortschrittsbericht Afghanistan
- Informationen der Bundesregierung über das deutsche Engagement in Afghanistan
Peru: Strategischer Partner Deutschlands in Lateinamerika
Staatssekretär Hans-Jürgen Beerfeltz ist im Dezember nach Peru gereist. In Lima traf er sich zu Gesprächen mit Staatspräsident Ollanta Humala Tasso, Finanz- und Wirtschaftsminister Luis Miguel Castilla und anderen Regierungsvertretern. Beerfeltz hob bei seinen Gesprächen die große Bedeutung Perus als strategischer Partner Deutschlands in Lateinamerika hervor und würdigte die Erfolge der peruanischen Regierung bei der Armutsbekämpfung: "Ich bin beeindruckt von den wirtschafts- und sozialpolitischen Erfolgen Perus in den vergangenen Jahren. Ich vertraue darauf, dass der kluge und besonnene Kurs von der neuen peruanischen Regierung fortgesetzt wird."
Hans-Jürgen Beerfeltz nutzte die Reise auch, um sich vor Ort über die deutsch-peruanische Entwicklungszusammenarbeit zu informieren. So besuchte er Projekte zum Thema Umwelterziehung und Bearbeitung von Umweltkonflikten im Hochland Perus und eine Entwicklungspartnerschaft im Bereich des Wassereinzugsgebiets-Managements.
Außerdem traf Beerfeltz sich mit Vertretern der Wirtschaft und eröffnete eine Regionalkonferenz für Südamerika, zu der das Bundesentwicklungsministerium gemeinsam mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, dem Auswärtigen Amt und dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag eingeladen hatte.
Internationaler Tag der Süd-Süd-Zusammenarbeit
Am 19. Dezember, dem internationalen Tag der Süd-Süd-Zusammenarbeit, würdigte die Parlamentarische Staatssekretärin Gudrun Kopp diese Form der Kooperation als wichtigen Pfeiler der internationalen Entwicklungszusammenarbeit. "Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit kann nur so erfolgreich sein, wie unsere Partnerländer mit zunehmendem wirtschaftlichem Erfolg auch mehr Verantwortung gegenüber den am wenigsten entwickelten Ländern übernehmen. Dazu gehört ganz wesentlich auch die Süd-Süd-Nord- oder auch Dreieckskooperation, die wir aktiv durch Technische und Finanzielle Zusammenarbeit unterstützen", sagte Kopp. Im Rahmen der laufenden Generalversammlung der Vereinten Nationen setzt sich das BMZ für aussagekräftige Indikatoren zur Messung von Ausmaß und Auswirkungen von Süd-Süd-Kooperation sowie der Einbindung des Privatsektors und der Zivilgesellschaft ein.
Das BMZ hatte sich zuvor auch auf dem "High Level Forum on Aid Effectiveness" im November in Busan für die Stärkung der Süd-Süd-Zusammenarbeit eingesetzt: "Erstmals ist es uns in Busan gelungen, auch Schwellenländer beziehungsweise neue Geber in die Verantwortung zu nehmen und damit Süd-Süd-Kooperation als wichtige Ergänzung der Nord-Süd-Entwicklungszusammenarbeit zu etablieren", so Gudrun Kopp.
Gesellschaftliche Verantwortung im Dialog
Im Dezember fand in Berlin die Konferenz "CSR – Gesellschaftliche Verantwortung im internationalen Dialog" statt (CSR steht für Corporate Social Responsibility, deutsch: Gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen). Auf der Konferenz wurde der Aktionsplan CSR der Bundesregierung vorgestellt, der ein breites Spektrum national und international wirkender Maßnahmen umfasst. Auch das Konzept "CSR – made in Germany" wurde präsentiert. Außerdem waren die CSR-Aktivitäten der Europäischen Union, der OECD, der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) und der Vereinten Nationen Thema der Konferenz. Staatssekretär Hans-Jürgen Beerfeltz betonte, dass deutsche Unternehmen vielfach schon heute gesetzliche und internationale Vorgaben in Bezug auf Arbeitsnormen sowie soziale und ökologische Standards übererfüllen.
Das BMZ fördert die gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen auf verschiedenen Ebenen. "Wir haben für die gesamte deutsche Entwicklungszusammenarbeit erstmals einen umfassenden Menschenrechts-TÜV eingeführt, den auch alle von uns geförderten PPP-Projekte durchlaufen. Und wir treiben gemeinsam mit anderen die Umsetzung des Global Compact der Vereinten Nationen voran, mit seinen zehn Prinzipien für Menschenrechte, faire Arbeitsnormen, Umweltschutz und Korruptionsbekämpfung", so Beerfeltz.
- Meldung 16.12.2011: Beerfeltz zu Gast bei der Internationalen CSR-Konferenz
- Förderung von Unternehmensverantwortung (Corporate Social Responsibility)
- Gesellschaftliche Verantwortung in Unternehmen: Freiwillige Verhaltenskodizes
- Unternehmerische Verantwortung aus entwicklungspolitischer Perspektive – BMZ Spezial 167 (PDF 609 KB, barrierefrei)
- Website der Internationalen CSR-Konferenz am 15. und 16. Dezember in Berlin
Regierungsverhandlungen mit Vietnam, Kambodscha und Burkina Faso
Im Dezember hat das BMZ Regierungsverhandlungen mit Vietnam, Kambodscha und Burkina Faso geführt:
Vietnam wurden für die Fortsetzung der deutsch-vietnamesischen Entwicklungszusammenarbeit für zwei Jahre Mittel in Höhe von insgesamt 288,2 Millionen Euro zugesagt. Zusätzlich erhält das Land eine Million Euro zur Behebung von Flutschäden und zur Vorbeugung von Flutkatastrophen im Mekong-Delta. Darüber hinaus wird Vietnam erstmalig von Mitteln aus dem Sondervermögen des Energie- und Klimafonds profitieren.
Kambodscha wurden für die Jahre 2011 und 2012 Mittel in Höhe von 21,5 Millionen Euro zugesagt. Aufgrund der schlimmsten Überflutungen seit zehn Jahren wurde Kambodscha für 2012 außerdem zusätzliche Unterstützung zur Überwindung der Flutschäden an ländlicher Infrastruktur in Aussicht gestellt.
Burkina Faso werden für drei Jahre 82 Millionen Euro für Maßnahmen der Entwicklungszusammenarbeit in den Bereichen Dezentralisierung, Ernährungssicherung und Landwirtschaft sowie Wasserver- und Abwasserentsorgung zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus fördert Deutschland in Burkina Faso den Gesundheitssektor und Maßnahmen zur Stärkung der Menschenrechte.
- Meldung 15.12.2011: Regierungsverhandlungen mit Vietnam erfolgreich abgeschlossen
- Deutsche Entwicklungszusammenarbeit mit Vietnam
- Meldung 15.12.2011: Verwirklichung von Menschenrechten im Landsektor standen im Mittelpunkt der Regierungsverhandlungen mit Kambodscha
- Deutsche Entwicklungszusammenarbeit mit Kambodscha
- Meldung 02.12.2011: Regierungsverhandlungen mit Burkina Faso erfolgreich abgeschlossen
- Deutsche Entwicklungszusammenarbeit mit Burkina Faso
Strenge Kriterien für Budgethilfe zeigen Wirkung
Deutsche Beiträge zu Budgethilfe werden nur nach strengen und transparenten Vergabekriterien gewährt und fortlaufend überprüft. Die unter Bundesminister Dirk Niebel strikt eingeforderte Einhaltung der gemeinsam vereinbarten Grundprinzipien der Budgethilfekooperation (insbesondere Achtung der Menschenrechte und grundlegender demokratischer Standards) setzt wirksam Anreize für positive politische Veränderungen in den Partnerländern, zum Beispiel in Mosambik und Malawi:
Ende 2010 hatte Deutschland die Budgethilfe für Mosambik gekürzt, da Vereinbarungen zur Korruptionsbekämpfung nicht fristgerecht umgesetzt worden waren. Die mosambikanische Regierung hat dem Parlament jetzt ein umfangreiches und ambitioniertes Paket von gesetzlichen Maßnahmen zur Korruptionsbekämpfung vorgelegt. Die gesetzlichen Maßnahmen sind Teil eines Aktionsplans, der im Dialog mit der Gruppe der Budgethilfegeber in Mosambik erarbeitet wurde. "Der weitere Dialog mit der mosambikanischen Regierung muss nun darauf zielen, die Verabschiedung des Antikorruptionspakets zu erreichen. An der konsequenten Umsetzung werden wir die Regierung messen. So werden die Regierungsführung in Mosambik und damit die Rahmenbedingungen für Entwicklung weiter verbessert", so Niebel.
Auch in Malawi zeigt die konsequente Haltung der Bundesregierung Wirkung. Nach dem Aussetzen der Zahlungen aller Budgethilfegeber zeichnen sich eine Änderung in der Dialogbereitschaft und ein Umdenken in der malawischen Regierung ab. Strittige Gesetze (unter anderem zu den Rechten von Minderheiten und zur Pressefreiheit) wurden zur Überprüfung an die unabhängige Rechtskommission gegeben.
- Meldung 16.12.2011: Strenge Kriterien für Budgethilfe zeigen Wirkungen: Mosambikanische Regierung verstärkt Anstrengungen zur Korruptionsbekämpfung
- Meldung 08.12.2011: Regierungsverhandlungen mit Malawi abgeschlossen
- Deutsche Entwicklungszusammenarbeit mit Mosambik
- Deutsche Entwicklungszusammenarbeit mit Malawi
Deutsch-indonesisches Stipendienprogramm gestartet
Deutschland startet ein Programm für die Förderung indonesischer Stipendiaten an deutschen Hochschulen. Zur Finanzierung des Programms hat die Bundesrepublik der indonesischen Regierung eine Schuldenumwandlung angeboten: Indonesien werden 18,8 Millionen Euro Schulden erlassen. Im Gegenzug verpflichtet sich das Land, im Rahmen des Stipendienprogramms 9,3 Millionen Euro für Promotionsstipendien und Forschungsaufenthalte indonesischer Postgraduierter in Deutschland bereitzustellen. Ziel des Programms ist die Verbesserung der Qualifikation von bis zu 240 indonesischen Hochschuldozenten. Die Maßnahme wird im Auftrag des BMZ von der KfW Entwicklungsbank vorbereitet und inhaltlich vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) betreut.
Dirk Niebel: "Das neu geplante Vorhaben ist ein innovativer Ansatz zur Förderung der deutsch-indonesischen Hochschulkooperation. Es ist wichtig, dass wir unsere Zusammenarbeit gerade im Bildungsbereich verstärken – die Beseitigung von Bildungsarmut ist zentral für jede Art von Armutsbekämpfung!"
BMZ fördert Klimaschutz
Das Bundesentwicklungsministerium hat im Dezember einen weiteren Finanzierungsvertrag über 30 Millionen Euro für die Waldkohlenstoff-Partnerschaftsfazilität (Forest Carbon Partnership Facility, FCPF) der Weltbank unterzeichnet. Ziel der Initiative ist die Minderung von Treibhausgasemissionen aus Waldzerstörung. "Zu zukunftsfähigen und kohlenstoffarmen Entwicklungspfaden gehört neben einer konsequenten Energie- und Technologiewende der Kampf gegen die Zerstörung der Tropenwälder", erklärte Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel. Mit insgesamt 84 Millionen Euro ist Deutschland bereits jetzt der größte Geber der FCPF. Die FCPF ist die größte multilaterale Initiative zur Erprobung des REDD-Mechanismus (Reducing Emissions from Deforestation and Forest Degradation, deutsch: Reduktion von Emissionen aus Entwaldung und Schädigung von Wäldern).
Die jüngsten Beschlüsse des Weltklimagipfels im südafrikanischen Durban zu REDD haben den Ansatz weiter gestärkt. Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel begrüßte das in Durban erzielte Verhandlungsergebnis: "Der Fahrplan für einen neuen globalen Klimavertrag, der auch die Entwicklungsländer einbezieht, ist ein wichtiger Fortschritt. Die eigene Verantwortung der großen Schwellenländer wird nicht länger ausgeblendet."
- Meldung 16.12.2011: BMZ unterzeichnet 30 Millionen Euro für Klimaschutz durch Walderhalt
- Meldung 11.12.2011: Dirk Niebel begrüßt das Ergebnis der Klimakonferenz von Durban
- Meldung 07.12.2011: BMZ handelt – 120 Millionen Euro für Klimaschutz Südafrika
- BMZ-Animationsfilm "REDD: Einfach erklärt"
- Thema: Klimaschutz
- Thema: Wald
Festschrift zum 50-jährigen Jubiläum des BMZ
Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums des Bundesentwicklungsministeriums ist die Festschrift "Auf Augenhöhe" erschienen. Auf 200 Seiten dokumentieren die Professoren Sebastian Harnisch und Siegmar Schmidt ein halbes Jahrhundert deutscher Entwicklungszusammenarbeit. "Die Interviews, Hintergrundberichte und Beispiele von Projekten der Entwicklungszusammenarbeit geben einen umfassenden Überblick über die Arbeit des Entwicklungsministeriums einschließlich der Arbeit aller bisherigen Amtsinhaber. Deutlich wird dabei vor allem eines: Viel wurde schon erreicht, aber es gibt noch eine Menge zu tun. Denn Entwicklung ist die beste Investition in eine freie und stabile Welt", erklärte Staatssekretär Hans-Jürgen Beerfeltz.
Erster Weltbehindertenreport veröffentlicht
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die Weltbank haben im Dezember den ersten Weltbehindertenreport veröffentlicht. "Nach neuesten Erkenntnissen des ersten Weltbehindertenreports haben eine Milliarde Menschen weltweit eine Behinderung. Das entspricht etwa 15 Prozent der Weltbevölkerung. Diese Zahl liegt weit über den bisherigen Schätzungen und verdeutlicht die Notwendigkeit zum Handeln", erklärte die Parlamentarische Staatssekretärin Gudrun Kopp. Am 3. Dezember, dem Internationalen Tag der Menschen mit Behinderungen, versicherte sie: "Auch in der Entwicklungspolitik wollen wir umdenken und Menschen mit Behinderungen künftig noch stärker in unsere Arbeit einbeziehen."
Weltweit gegen Korruption
Durch Korruption gehen in Entwicklungs- und Schwellenländern jedes Jahr viele Milliarden US-Dollar verloren – und stehen damit nicht für Entwicklungsprozesse zur Verfügung. Die Prävention und Bekämpfung von Korruption ist deshalb ein zentrales Anliegen der deutschen Entwicklungspolitik.
Am 9. Dezember 2011, genau acht Jahre nach der Unterzeichnung der Konvention der Vereinten Nationen gegen Korruption (UNCAC), erklärte Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel: "In unmittelbarer Zusammenarbeit mit den Partnerländern unterstützen wir Reformen gegen Korruption vor Ort, wobei nicht nur staatliche Institutionen, sondern auch Zivilgesellschaft und Privatsektor wichtige Akteure gegen Korruption sind. Zugleich treiben wir auf internationaler Ebene das Thema bei den Vereinten Nationen, der OECD, im Rahmen der G20 und auf anderen Plattformen voran.
Äthiopien: Bundesregierung mahnt Verbesserung der Menschenrechtssituation an
Anlässlich einer Neuzusage von 14 Millionen Euro für die Wirtschaftsentwicklung in Äthiopien hat die Bundesregierung in Addis Abeba ihre Sorge darüber zum Ausdruck gebracht, dass die Spielräume für zivilgesellschaftliche Aktivitäten und die politische Opposition in Äthiopien geringer werden. Die Bundesregierung hat Äthiopien aufgefordert, aktuelle Vorwürfe zu Menschenrechtsverletzungen unverzüglich aufzuklären. Die Beachtung und Wahrung der Menschenrechte ist unabdingbare Grundlage der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Staatssekretär Hans-Jürgen Beerfeltz: "Unter der Bedingung, dass bis März 2012 erfolgversprechende Ansätze für Privatsektorförderung vereinbart werden, hat die Bundesregierung 14 Millionen Euro für die Förderung von Wirtschaftsentwicklung zugesagt. Voraussetzungen für die Durchführung der neuen Projekte sind unter anderem die Einhaltung marktwirtschaftlicher und rechtsstaatlicher Prinzipien, Rechtssicherheit und die Einbeziehung des äthiopischen Privatsektors."
BMZ verurteilt Durchsuchungen des Büros der Konrad-Adenauer-Stiftung in Kairo
Am 29. Dezember 2011 hat die ägyptische Regierung die Büros verschiedener Nichtregierungsorganisationen im Land durchsuchen lassen. Auch das Büro der deutschen Konrad-Adenauer-Stiftung in Kairo wurde durchsucht; sämtliche Computer und zahlreiche Dokumente wurden beschlagnahmt und die Räume wurden versiegelt. Die Bundesregierung forderte unmittelbar Aufklärung. Am 3. Januar wurden die Büroräume der Stiftung wieder freigegeben. Dazu erklärte Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel: "Ich begrüße ausdrücklich, dass das Büro der Konrad-Adenauer-Stiftung freigegeben worden ist und dass die ägyptischen Behörden einen konstruktiveren Ton angeschlagen haben. Ich erwarte aber nach wie vor, dass die Vorfälle vollständig aufgeklärt werden und dass die Arbeitsfähigkeit der Stiftung schnellstmöglich wiederhergestellt wird. Daran wird sich die ägyptische Regierung messen lassen müssen." Dirk Niebel betonte, die Stiftungen seien "ein wesentliches Rückgrat unserer Entwicklungsarbeit". Von den drei Transformationsfonds, die das BMZ zur Unterstützung des "arabischen Frühlings" eingerichtet hat, unterstützt einer vor allem die Arbeit der politischen Stiftungen, die zur Verbesserung von demokratischen Strukturen, der Menschenrechtslage und der Regierungsführung beitragen sollen.
BMZ erhöht Beitrag für UN Women
Das Bundesentwicklungsministerium erhöht den Beitrag zum Haushalt von UN Women auf über 1,7 Millionen Euro. Die Organisation wurde im Juli 2010 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen durch die Zusammenlegung von vier existierenden UN-Organisationen geschaffen, um Synergien besser nutzen zu können. Mit der Erhöhung des Beitrags betont Deutschland die Bedeutung der Gleichberechtigung der Geschlechter für die deutsche und internationale Entwicklungszusammenarbeit. Bundesminister Dirk Niebel: "UN Women ist ein wichtiger Partner. Beim anstehenden Exekutivrat in New York wird sich das BMZ für eine leistungsfähige und effiziente Organisation und Arbeitsweise von UN Women in 2012 einsetzen."
Fairer Handel
Fairer Handel ist moderne Entwicklungspolitik, weil er Menschen die Möglichkeit gibt, sich aus eigener Kraft aus der Armut zu befreien, und auf die Entscheidungsfreiheit von Verbrauchern jenseits weiterer Ge- und Verbote setzt. Darum setzte das BMZ mit seiner Weihnachtsanzeige ein Zeichen für mehr Fair-Trade-Produkte. Machen Sie mit, mit Fair-Trade-Produkten.
Kinder- und Jugendrechte konkret
Informationen zu den Rechten junger Menschen in der entwicklungspolitischen ZusammenarbeitBMZ-Informationsbroschüre 5|2011, Oktober 2011, 32 Seiten
Entwicklungspolitische Veranstaltungen
Informationen über Jahrestage der Vereinten Nationen, Konferenzen, Ausstellungen und andere entwicklungspolitische Veranstaltungen finden Sie in unserer Terminrubrik auf der BMZ-Website.
Programmvorschau
Sie möchten mehr erfahren über die wirtschaftliche und politische Lage in Entwicklungsländern? Sie interessieren sich für fremde Kulturen und für entwicklungspolitische Themen wie Globalisierung, Bildung, Ernährungssicherheit oder Klimawandel? Unsere aktuellen Radio- und Fernsehtipps informieren Sie über spannende Reportagen, Dokumentationen, Magazinsendungen, Hörspiele und Spielfilme, die – im weiteren und engeren Sinn – das Thema Entwicklungspolitik aufgreifen.





