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Stichwörter zum Buchstaben W

Wald

Wälder sind die artenreichsten Lebensräume der Erde. Sie be­sit­zen eine globale Bedeutung, unter anderem für den Er­halt der Ar­ten­viel­falt sowie für die Re­gu­lie­rung des Klimas. Als Lie­fe­rant von Lebens­raum, Nahrung, Wasser, Bau­ma­te­rial, Brenn­stof­fen, Roh­stof­fen und Heil­pflan­zen sind sie laut der Er­näh­rungs- und Land­wirt­schafts­or­ga­ni­sa­tion der Ver­ein­ten Na­tio­nen (FAO) Lebens­grund­lage für etwa 1,6 Milliarden Menschen, oft­mals aus den ärmsten Bevölkerungsschichten.

Trotzdem sind nach Schätzungen des World Wide Fund For Nature (WWF) mehr als die Hälfte der Wälder weltweit bereits vernichtet. Pro Minute fallen Wald­flächen in der Größe von 35 Fuß­ball­fel­dern land­wirt­schaft­licher Flächen­nutzung, illegalem Holz­ein­schlag, Brand­rodung oder dem generellen Bevöl­ke­rungs­wachs­tum zum Opfer. Der Schutz der Wälder ist darum ein wichtiges Anliegen der deutschen Ent­wick­lungs­politik. Durch die globale Bedeutung der Wälder dient dieses Engagement den Menschen in den Partnerländern ebenso wie den Menschen in Deutschland.

Ausführliche Informationen über das deutsche Engagement zum Schutz der Wälder finden Sie hier

Wasser

Fast 900 Millionen Menschen haben keinen Zugang zu sauberem Trink­wasser. Rund 2,5 Milliarden leben ohne sanitäre Basis­ver­sor­gung. Wasser­mangel und schlech­te Wasser­qua­li­tät sowie keine oder schlechte Basis­sani­tär­ver­sor­gung gehören zu den Haupt­ur­sachen für Armut, Krankheit und Zerstörung der Umwelt. Wasser ist ein Arbeits­schwer­punkt der deutschen Ent­wick­lungs­zu­sam­men­arbeit, vor allem in Subsahara-Afrika, Nordafrika und im Nahen Osten.

Ausführliche Informationen über die Arbeit des BMZ im Bereich Wasser- und Sanitärversorgung finden Sie hier

Weltbank

Die Weltbank wurde im Juli 1944 auf der Währungs- und Finanz­konferenz der Grün­dungs­mit­glieder der Ver­ein­ten Na­tionen in Bretton Woods (USA) zusam­men mit dem Inter­natio­nalen Wäh­rungs­fonds (IWF) gegründet. Sie ist wie der IWF eine Sonder­orga­ni­sa­tion der Ver­ein­ten Nationen. Ur­sprüng­lich war ihr Ziel, nach dem Zweiten Welt­krieg den Wieder­aufbau zu fördern und in Zusam­men­arbeit mit dem IWF stabile Währungen zu schaffen. Seit den 1960er Jahren ist es ihre Haupt­aufgabe, die Armut in der Welt zu bekämpfen und die Lebens­be­din­gungen der Menschen in den Ent­wick­lungs­ländern zu verbessern. So trägt sie zum Er­rei­chen der inter­nationalen Entwicklungs­ziele bei.

Ausführliche Informationen über die Weltbank finden Sie hier

Welternährungsprogramm (WFP)

Das Welternährungsprogramm (World Food Programme, WFP) wurde von den Vereinten Nationen und der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO)gegründet. Seine Aufgabe ist es, Bedürftige in besonderen Notlagen mit Nah­rungs­mit­teln zu ver­sor­gen, wie zum Beispiel Opfer von Dürre­kata­stro­phen oder Flüchtlinge. Es unterstützt aber auch breiter angelegte Ent­wick­lungs­pro­gram­me in Ent­wick­lungs­ländern, in denen Nahrungs­mittel­hilfe als ein Instrument zur Unterstützung der ökonomischen und sozialen Entwicklung der betroffenen Menschen eingesetzt wird.

Ausführliche Informationen über das WFP finden Sie hier

Weltgesundheitsorganisation (WHO)

Die Weltgesundheitsorganisation (World Health Organization, WHO) ist die wichtigste UN-Sonder­orga­ni­sa­tion im Gesund­heits­be­­reich. Schwer­punkt ihrer Arbeit ist der Auf- und Ausbau leistungsfähiger Gesund­heits­dienste und die Unter­stützung von Industrie- und Ent­wick­lungs­ländern bei der Be­kämp­fung von Krank­heiten. Zudem fördert die WHO medizinische Forschung und übernimmt die Aufgabe eines welt­weiten Gesund­heits­warn­dienstes. Für die deutsche Ent­wick­lungs­politik ist die WHO eine zentrale Instanz zur fachlichen Orientierung von Projekten und Programmen im Gesundheitsbereich.

Ausführliche Informationen über die WHO finden Sie hier

Weltgipfel für Nachhaltige Entwicklung
Welthandel

Die Industriestaaten haben entscheidenden Einfluss auf die Welt­wirt­schaft. Sie tragen eine große Ver­ant­wor­tung dafür, dass der Welt­handel gerecht betrieben wird. Damit auch die Ent­wick­lungs­länder von den Vor­tei­len der Glo­ba­li­sie­rung pro­fi­tie­ren und ihre Armut min­dern können, müssen ihre In­ter­es­sen im Welt­han­dels­system besser be­rück­sich­tigt werden. Deutsch­land setzt sich daher für den Abbau von Agrar­export­sub­ven­tionen und anderen handels­ver­zer­ren­den Förder­maß­nahmen der Industriestaaten ein.

Ausführliche Informationen über das deutsche Engagement für faire Regeln im internationalen Handel finden Sie hier

Welthandelsorganisation (WTO)

Neben dem Inter­natio­nalen Wäh­rungs­fonds (IWF) und der Welt­bank­gruppe ist die Welt­handels­organisation (WTO) eine der zentralen Or­ga­ni­sa­tionen der Welt­wirt­schafts­ordnung. Sie ist als ein­zige inter­nationale Or­ga­ni­sation dafür zu­ständig, Regeln für den inter­na­tio­na­len Han­del zu for­mu­lieren. Während sich die GATT-Regeln vor allem auf den Güter­handel kon­zen­trier­ten, um­fas­sen Die WTO-Verträge unter anderem Regeln für den Güter­handel, den Handel mit Dienst­leis­tungen und den Schutz geis­tigen Eigen­tums. Vor­rangiges Ziel der WTO ist der Abbau aller Hemmnisse, die den welt­weiten Handel behindern. Dazu gehört unter anderem der Abbau von Dis­kri­mi­nie­rungen zwischen im­por­tierten und hei­mischen Gütern und zwischen Importen aus ver­schie­denen Ländern.

Welthandels- und Entwicklungskonferenz (UNCTAD)

Die Welthandels- und Entwicklungskonferenz (United Nations Conference on Trade and Development, UNCTAD) ist ein Organ der UN-Generalversammlung. Ihr Ziel ist es, Handel und Entwicklung auf weltweiter Ebene zu fördern. Dabei sollen alle Länder den größtmöglichen Nutzen aus der Integration in die Weltwirtschaft ziehen. Die Entwicklungsländer verfügen über die Stimmenmehrheit, die UNCTAD-Resolutionen haben jedoch lediglich empfehlenden Charakter.

Ausführliche Informationen über die UNCTAD finden Sie hier

Weltstaudammkommission (WCD)

Die Weltstaudamm­kommission (World Commission on Dams, WCD) wurde 1998 auf Initiative der Weltbank und der World Conservation Union (IUCN) gegründet, um die Auswirkungen des Baus großer Stau­dämme zu unter­suchen. Im Jahr 2000 veröffentlichte die WCD einen in­ter­na­tional anerkannten Abschluss­bericht, der sowohl Chancen als auch Risiken großer Stau­damm­projekte benennt und unter anderem Richt­linien für die Beteiligung aller Betroffenen aufstellt.

Die WCD wurde im Jahr 2001 aufgelöst. Ihre Arbeit wurde zunächst vom Projekt für Dämme und Ent­wick­lung (Dams and De­vel­op­ment Project, DDP) sowie später von verschiedenen nationalen und in­ter­na­ti­o­nalen Or­ga­ni­sa­ti­on­en wie dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) fortgesetzt.

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Wirtschaftsgemeinschaft der westafrikanischen Staaten (ECOWAS)

Die Wirtschafts­gemeinschaft west­afrikanischer Staaten (Economic Community Of West African States, ECOWAS) wurde 1975 mit dem Ziel gegründet, die wirt­schaft­liche Zu­sam­men­ar­beit in West­afrika zu fördern. Sie ist die älteste und aktivste regionale Orga­ni­sa­tion auf dem afrikanischen Kontinent. Die zentralen Organe der ECOWAS sind die Kommission, das Parlament (Community Parliament) und der Gerichtshof (Community Court of Justice) sowie die Bank für In­ves­ti­tio­nen und Ent­wick­lung (ECOWAS Bank for Invest­ment and De­vel­op­ment, EBID).

Das Aufgaben­spektrum der ECOWAS wurde fort­laufend erweitert und umfasst zahl­reiche politische, kulturelle und soziale Elemente. Dazu zählen unter anderem zivil-militärische Friedens­einsätze und Maßnahmen zur Krisen­prävention, die Moder­ni­sie­rung der regionalen Infra­struk­tur, die Förderung des freien Personen- und Waren­verkehrs und die Zu­sam­men­ar­beit im Gesundheits­sektor.

Die 15 Mit­glieds­staaten der ECOWAS sind Benin, Burkina Faso, Côte d'Ivoire, Gambia, Ghana, Guinea, Guinea-Bissau, Kap Verde, Liberia, Mali, Niger, Nigeria, Senegal, Sierra Leone und Togo. (Stand: Juni 2013)

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