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Lexikon der Entwicklungspolitik

Gruppe der 8 (G8)

Zur Gruppe der Acht (G8) gehören Frank­reich, Groß­bri­tan­nien, Italien, Japan, Kanada, USA, Deutsch­land (G7) und – seit 1998 – Russland.

Die G8 ist keine inter­natio­nale Orga­ni­sa­tion mit eigener Ver­wal­tung, son­dern ein in­for­mel­les Forum von Staaten. Bei allen Tref­fen der Gruppe ist auch die Europäische Kommission ver­tre­ten, sie wird aber nicht offi­ziell mit­ge­zählt. Den Vor­sitz der G8 über­neh­men die Mit­glie­der im Wech­sel für je­weils ein Kalenderjahr.

Die G8-Staaten erwirtschaften etwa zwei Drittel des welt­weiten Brutto­natio­nalein­kommens. Sie be­strei­ten rund die Hälfte des Welt­handels, gehören zu den größten Bei­trags­zah­lern in inter­natio­nalen Orga­ni­sa­tionen und stel­len drei Vier­tel der welt­weiten Mit­tel für Ent­wick­lungs­zu­sam­men­arbeit bereit.

Einmal im Jahr treffen sich die Staats- und Regie­rungs­chefs der Mit­glieds­staaten zu einem Gip­fel. Sie dis­ku­tie­ren dabei über Schlüs­sel­fragen der Welt­poli­tik, tauschen ihre Stand­punkte aus und ver­suchen, kon­struk­tive Lösungen zu ent­wick­eln. In der Ver­gan­gen­heit waren diese Gip­fel­treffen Aus­gangs­punkt ver­schie­dener ent­wick­lungs­poli­tischer G8-Initiativen.

Die Entscheidungen der G8 haben zwar keine recht­liche Bin­dung. Die Mit­glie­der der Gruppe ver­tre­ten die ge­mein­sam er­ar­bei­teten Posi­tionen aber auf der welt­poli­tischen Ebene und in inter­natio­nalen Orga­ni­sa­tionen. Da­durch kön­nen sie welt­weit Wir­kung erzielen.

Ausführliche Informationen über die G8 finden Sie hier

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