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Gruppe der 7 / Gruppe der 8 (G7/G8)


Die Gruppe der 7 (G7) beziehungsweise Gruppe der 8 (G8) ist – wie die G20 – keine internationale Organisation, sondern ein informelles Forum der Staats- und Regierungschefs.

Sie treffen sich auf Einladung der jeweiligen Präsidentschaft einmal jährlich zu einem Gipfel. Dabei diskutieren sie über Schlüsselfragen der Weltpolitik, tauschen ihre Standpunkte aus und versuchen, konstruktive Lösungen zu entwickeln. Der Vorsitz innerhalb der Gruppe wechselt jährlich unter den Mitgliedern. In der Vergangenheit waren diese Gipfeltreffen Ausgangspunkt verschiedener entwicklungspolitischer G7- beziehungsweise G8-Initiativen.

Zur vormals "Gruppe der 8 (G8)" genannten Gruppe gehörten bisher Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan, Kanada, Russland und die Vereinigten Staaten von Amerika; zusätzlich die Europäische Union, die in der G7/G8 einen Beobachterstatus hat.

Im Januar 2014 hatte die Russische Föderation turnusgemäß die G8-Präsidentschaft übernommen. Aufgrund der Verletzung der Souveränität und territorialen Unversehrtheit der Ukraine durch die Russische Föderation beschlossen die Staats- und Regierungschefs der anderen sieben Staaten, nicht am geplanten G8-Gipfel unter russischer Präsidentschaft in Sotschi teilzunehmen. Bis auf Weiteres werden sie sich im G7-Format ohne Russland treffen.

Weitere Informationen darüber finden Sie auf der Website des Auswärtigen Amts hier.

Die Organisation und die thematische Ausrichtung der Gipfel übernimmt traditionell die jeweilige Präsidentschaft, die ein Jahr dauert. Deutschland hat zuletzt 2015 die Präsidentschaft innegehabt. Am 7. und 8. Juni 2015 war die Bundesrepublik Gastgeber des Treffens der Staats- und Regierungschefs auf Schloss Elmau in Bayern.

Die Länder der G7 stellen 10,5 Prozent der Weltbevölkerung und erwirtschaften etwa 44 Prozent des weltweiten Bruttonationaleinkommens. Sie gehören zu den größten Beitragszahlern in internationalen Organisationen und finanzieren knapp 70 Prozent der weltweiten öffentlichen Ausgaben für Entwicklungszusammenarbeit (ODA).

Die Entscheidungsfindung innerhalb der G7 beziehungsweise G8 findet im Konsens statt. Auch wenn die gemeinsam erarbeiteten Beschlüsse und Selbstverpflichtungen keine rechtliche Bindung haben, ist ihre weltweite Wirkung nicht zu unterschätzen. Umgesetzt werden sie über bilaterale Maßnahmen der Staaten und über deren großen Einfluss in vielen multilateralen Organisationen.

Weitere Informationen über die G7/G8 finden Sie hier

Informationen über das entwicklungspolitische Engagement der G7/G8 finden Sie hier

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Lexikon der Entwicklungspolitik

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