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Lexikon der Entwicklungspolitik
Gruppe der 20 (G20)
Der G20 gehören 19 Staaten sowie die EU an. Dies sind: Argentinien, Australien, Brasilien, China, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Indien, Indonesien, Italien, Japan, Kanada, Mexiko, Russland, Saudi-Arabien, Südafrika, Südkorea, die Türkei und die USA. Die G20-Staaten repräsentieren rund 90 Prozent des weltweiten Bruttoinlandsprodukts (BIP), 80 Prozent des Welthandels und rund zwei Drittel der Weltbevölkerung.
Als Reaktion auf die Finanzkrise der 1990er Jahre in Asien wurde die G20 1999 als Gruppe der Finanzminister und Notenbankchefs der bedeutendsten Industrie- und Schwellenländer eingerichtet.
Angesichts der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise kamen im Herbst 2008 zum ersten Mal die Staats- und Regierungschefs der G20 zu einem Gipfeltreffen zusammen. Sie erstellten einen Maßnahmenkatalog, um in der Krise deutlich gewordene Schwächen des Weltfinanzsystems möglichst rasch mit geeigneten Reformen zu beseitigen und die Folgen der Krise für die Wirtschaft einzudämmen. Auf dem G20-Gipfel 2010 in Seoul wurde eine Entwicklungsagenda verabschiedet, die konkrete Maßnahmen zur Förderung der Entwicklungszusammenarbeit vorsieht. Seitdem ist das Thema Entwicklungspolitik fest im G20-Prozess verankert.
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