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Stichwörter zum Buchstaben G

Gavi, die Impfallianz

Die Impfallianz Gavi ist eine öffentlich-private Partnerschaft mit dem Ziel, Menschen in Entwicklungsländern durch Impfungen gegen vermeidbare Krankheiten zu schützen. Dazu unterstützt Gavi unter anderem den Ausbau nationaler Impfprogramme, die Einführung neuer Impfstoffe und die nachhaltige Finanzierung von Impfkampagnen. Alle wichtigen Entscheidungsträger im Immunisierungsbereich – die Regierungen von Industrie- und Entwicklungsländern, die Welt­gesundheits­organisation (WHO), das Kinder­hilfs­werk der Ver­ein­ten Nationen (UNICEF), die Weltbank, die Bill-und-Melinda-Gates-Stiftung, Impf­stoff­hersteller, Einrichtungen des öffentlichen Ge­sund­heits­wesens und Nicht­regierungs­organisationen – ar­bei­ten dabei partner­schaft­lich zusammen. Das BMZ unterstützt die Arbeit der Impfallianz seit 2006.

Ausführliche Informationen über die Impfallianz Gavi finden Sie hier

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Geberländer

Geberländer sind Staaten, die internationale Ent­wick­lungs­zu­sam­men­arbeit fi­nan­zieren. Hier­zu ge­hören die Mit­glie­der des Ent­wick­lungs­aus­schusses (DAC) der Orga­ni­sa­tion für wirt­schaft­liche Zu­sam­men­arbeit und Ent­wick­lung (OECD). Auch die Euro­pä­ische Kom­mis­sion ist Mit­glied des Aus­schusses und zählt zu dieser Gruppe von Gebern. Zu den Geber­län­dern ge­hören außer­dem Saudi-Arabien und ein Teil der Golf­staaten, ein­zelne Schwel­len­länder wie die Tür­kei und Bra­si­lien sowie einige Mit­glieds­länder der Gruppe der 77 und die Volks­republik China. Diese Län­der sind Empfänger von öffent­licher finan­zieller und tech­nischer Unter­stützung, finan­zieren aber auch selbst Pro­jekte in Entwicklungsländern.

Gemeinsamer Markt Ost- und Südafrikas (COMESA)

Der Gemeinsame Markt Ost- und Südafrikas (Common Market for Eastern and Southern Africa, COMESA) ist ein Zusammen­schluss afrikanischer Staaten zur Förderung von Handel, Wirtschaft und regionaler Kooperation. Die Aktivitäten von COMESA umfassen unter anderem den Ausbau einer Frei­handels­zone und einer Zoll­union sowie weitere Maßnahmen zur Förderung des regionalen Handels.

Die Mit­glieds­staaten sind (Stand: Juni 2013): Ägypten, Äthiopien, Burundi, Demo­kra­tische Republik Kongo, Dschibuti, Eritrea, Kenia, Komoren, Libyen, Madagaskar, Malawi, Mauritius, Ruanda, Sambia, Seychellen, Simbabwe, Sudan, Swasiland und Uganda.

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Gemeinsamer Südamerikanischer Markt (MERCOSUR)

Der Gemeinsame Süd­amerika­nische Markt (Mercado Común del Sur, MERCOSUR) ist ein regionaler Zusammen­schluss der vier süd­amerika­nischen Staaten Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay. MERCOSUR wurde 1991 gegründet und hat zum Ziel, durch politische, soziale und wirt­schaft­liche Zu­sam­men­ar­beit die regionale Integration zu fördern. Bolivien, Chile, Ecuador, Kolumbien, Peru und Venezuela sind assoziierte Mitglieder.

Politische Schwerpunkte sind die Stärkung des freien Verkehrs von Dienst­leis­tun­gen, Produktions­mitteln und Waren, die Ausgestaltung einer gemein­samen Außenhandels- und Wirtschafts­politik und die Har­mo­ni­sie­rung der Gesetz­gebung in den jeweiligen Bereichen. Dazu wurden gemein­same In­sti­tu­tionen und Abkommen geschaffen, unter anderem ein Wirt­schafts­rat (Consejo del Mercado Común, CMC) und eine Zoll­union. Die Zu­sam­men­ar­beit innerhalb des MERCOSUR wird schritt­weise um kulturelle, soziale und wissen­schaft­liche Aspekte erweitert.

Die Europäische Union (EU) und MERCOSUR haben 1995 ein Kooperations­abkommen unter­zeichnet. Die EU unter­stützt den weiteren Ausbau des MERCOSUR durch ein Regional­programm.

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Gemeinsames Programm der Vereinten Nationen zur Reduzierung von HIV/Aids (UNAIDS)

UNAIDS ist das Gemeinsame Programm der Vereinten Nationen zur Redu­zierung von HIV/Aids. Es ist in diesem Bereich das füh­ren­de Gremium für ein koordiniertes Handeln bei der Be­kämp­fung der HIV/Aids-Epidemie. Das Programm hat die Aufgabe, welt­weit die Bemühungen um die Ein­dämmung der Epidemie zu steuern, zu stärken und zu stützen. UNAIDS baut dazu Wissens­sta­tio­nen und Netz­werke auf, bündelt Erfahrungen und unter­stützt andere Orga­ni­sa­tionen und Insti­tu­tionen auf allen Ebenen im Kampf gegen HIV und Aids.

Ausführliche Informationen über UNAIDS finden Sie hier

Gender

Die englische Sprache unterscheidet das bio­logische Ge­schlecht ("sex") vom so­zialen Ge­schlecht ("gender"), der ge­sell­schaft­lich ge­prägten und in­di­vi­duell er­lernten Ge­schlech­ter­rolle. Diese Ge­schlech­ter­rolle wird durch die soziale, kul­tu­relle und wirt­schaft­liche Orga­ni­sa­tion einer Ge­sell­schaft und durch die recht­lichen und ethisch-religiösen Normen und Werte bestimmt. Die Rol­len­zu­wei­sungen können in ver­schie­denen Ge­sell­schaften und auch inner­halb einer Ge­sell­schaft stark vari­ieren. Im Gegen­satz zum bio­lo­gischen Ge­schlecht sind die Ge­schlechter­rollen von Frauen und Män­nern wan­del­bar. Gender-Maß­nah­men bauen auf dieser Flexi­bi­li­tät auf. Sie be­rück­sich­tigen die unter­schied­lichen Lebens­situa­tionen und In­te­res­sen von Frauen und Män­nern und die Tat­sache, dass es keine ge­schlechts­neu­trale Wirk­lich­keit gibt. Anders als bei einer reinen Frauen­för­de­rung wer­den bei solchen ent­wick­lungs­poli­tischen Maß­nah­men die Män­ner in die Stra­te­gie ein­be­zogen und für die Ziele der Frauen sensibilisiert.

Generaldirektion der Europäischen Kommission

Generaldirektionen sind Verwaltungs­einheiten der Europäischen Kommission, die jeweils für einen bestimmten Politik­bereich zu­stän­dig sind. Jeder General­direktion steht ein EU-Kommissar vor.

Generaldirektion Entwicklung und Zusammenarbeit – EuropeAid

Die Generaldirektion Entwicklung und Zusammenarbeit – EuropeAid ist 2010 durch die Fusion der früheren General­di­rek­tion mit EuropeAid entstanden und hat am 3. Januar 2011 offiziell ihre Arbeit aufgenommen. Die General­direktion erarbeitet die Strategien für die Ent­wick­lungs­zusammenarbeit der EU und ist für die Durch­führung der Programme und Projekte in den Ent­wick­lungs­ländern zuständig. Dabei stimmt sie sich mit dem Euro­pä­ischen Auswärtigen Dienst (EAD) ab.

Georgien

Ausführliche Informationen über die deutsche Ent­wick­lungs­zusammen­arbeit mit Georgien finden Sie hier

Gesundheit

Trotz großer Fortschritte bei der Redu­zierung der Kinder­sterb­lich­keit sterben jedes Jahr noch immer fast 7 Millionen Kinder unter fünf Jahren an Krank­heiten, die größten­teils ver­meid­bar wären. Etwa 800 Frauen sterben täglich an den Folgen von Schwan­ger­schaft und Geburt, weil sie nicht aus­rei­chend medi­zinisch betreut wur­den. Millionen Menschen in den Ent­wick­lungs­ländern leiden unter HIV und Aids, Tuberkulose, Malaria und anderen Tropen­krank­heiten, aber auch zu­neh­mend unter nicht über­trag­baren Krank­heiten. Die Ver­bes­serung ihrer gesund­heit­lichen Situation ist eine der wich­tig­sten Auf­gaben der inter­natio­nalen und der deutschen Entwicklungszusammenarbeit.

Ausführliche Informationen zum Engagement des BMZ im Gesundheitssektor finden Sie hier

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Ghana

Ausführliche Informationen über die deutsche Ent­wick­lungs­zusammen­arbeit mit Ghana finden Sie hier

Globale Partnerschaft für Bildung
Globaler Fonds zur Bekämpfung von AIDS, Tuberkulose und Malaria (GFATM)

Der Globale Fonds zur Bekämpfung von AIDS, Tuberkulose und Malaria (Global Fund to Fight AIDS, Tuberculosis and Malaria, GFATM) wurde 2001 von der UN-Sonder­general­versammlung zu HIV/AIDS ins Leben gerufen, um diese drei und andere über­trag­bare Krank­heiten zurückzudrängen. Der Fonds finanziert na­tio­nale Programme einschließlich der Stärkung von Gesund­heits­systemen. Er fördert zudem die Eigen­ver­antwortung der Re­gie­rungen, die Mitwirkung der Zivilgesellschaft und des privaten Sektors sowie wirkungs- und genderorientierte Maßnahmen.

Ausführliche Informationen über den GFATM finden Sie hier

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Globales Netzwerk für Energie für nachhaltige Entwicklung (GNESD)

Das Globale Netz­werk für Energie für nach­hal­tige Ent­wick­lung (Global Network on Energy for Sustainable De­vel­op­ment, GNESD) verbindet politische und wissen­schaft­liche Akteure aus Ent­wick­lungs- und Industrie­ländern, die sich mit den Themen­bereichen Zugang zu Energie, Umwelt und Ent­wick­lung befassen. Schwer­punkt der Arbeit ist der Aufbau einer umwelt­freundlichen Energie­versorgung zur Reduzierung von Armut und zur Erreichung der Mil­len­ni­ums­ent­wick­lungs­ziele.

Das GNESD ist beim Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) angesiedelt und wird von verschiedenen nationalen und in­ter­na­ti­o­nalen Gebern, darunter Deutsch­land, unterstützt.

Ausführliche Informationen über das GNESD finden Sie hier

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Globale Umweltfazilität (GEF)

Die Globale Umweltfazilität (Global Environment Facility, GEF) för­dert Projekte in Entwicklungsländern, die dem globalen Um­welt­schutz zugute­kommen. Die GEF stellt Mittel für die Bereiche Kli­ma­wandel, Biodiversität, Land­de­gra­die­rung/Wüsten­be­kämp­fung, internationale Gewässer, Chemikalien und Wälder zur Verfügung. Die Weltbank, das Ent­wick­lungs­programm der Vereinten Nationen (UNDP) und das Umwelt­programm der Vereinten Nationen (UNEP) sind als Durchführungsorganisationen für die Projekte der GEF verantwortlich. Darüber hinaus beteiligen sich weitere multi­la­te­rale Orga­ni­sa­tio­nen, zahlreiche Nicht­regierungs­orga­nisationen sowie nationale und bilaterale Durch­füh­rungs­orga­ni­sa­tionen an der Umsetzung von GEF-Projekten.

Ausführliche Informationen über die Globale Umweltfazilität finden Sie hier

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Globalisierung

Als Globalisierung wird die zunehmende wirt­schaft­liche, poli­tische und kul­tu­relle inter­natio­nale Ver­flech­tung be­zeich­net. Aus­gangs­punkt sind dabei wirt­schaft­liche Pro­zesse, zum Bei­spiel die Inter­natio­na­li­sierung der Güter- und Finanz­märkte. Diese Pro­zesse haben sich durch die Ent­wick­lung der Verkehrs- und Kom­mu­ni­ka­tions­technik in den letzten Jah­ren be­schleu­nigt. So wächst zum Bei­spiel der Welt­handel schnel­ler als die Güter­pro­duk­tion. Auch viele öko­lo­gische Probleme – Klima­wandel, Deser­ti­fi­ka­tion – haben globalen Charakter.

Global Partnership for Education

Die Global Partner­ship for Education (Globale Partner­schaft für Bildung, GPE) ist ein Zusammen­schluss von Geber- und Ent­wick­lungs­ländern sowie inter­nationalen staat­lichen und nicht staat­lichen Orga­ni­sa­tio­nen, Stiftungen und der Privat­wirt­schaft. Anknüpfend an die Welt­deklaration Bildung für alle, den Aktions­plan von Dakar und die Millenniums­erklärung strebt GPE an, bis 2015 allen Kindern welt­weit den Zugang zu qualitativ hoch­wertiger und kosten­freier Grundbildung zu ermöglichen.

GPE besteht seit 2011 in Nach­folge der inter­nationalen Bildungs­initiative Education for All – Fast Track Initiative (sinngemäß: Bildung für alle – Schnellspur-Initiative, EFA-FTI).

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Goethe-Institut

Das Goethe-Institut ist das weltweit tätige Kulturinstitut der Bundesrepublik Deutschland. Es ist unter anderem für die Pflege der internationalen kulturellen Zusammenarbeit zuständig. Im Rahmen der entwicklungspolitischen Zusammenarbeit ver­an­stal­tet das Goethe-Institut unter anderem Treffen für ehemalige Fortbildungsteilnehmer.

Ausführliche Informationen über das Goethe-Institut finden Sie hier

Good Financial Governance

Wörtlich übersetzt bedeutet der Begriff Good Financial Gover­nance "gute finan­zielle Steuerung". Er steht für trans­pa­rente und leis­tungs­fähige öf­fent­liche Finanz­systeme, die sowohl die Seite der Ein­nahmen (vor allem Steuer­politik, Steuer­er­he­bung, Schul­den­auf­nahme, Ver­mö­gens­be­wirt­schaftung, Ver­wal­tung inter­na­tio­na­ler Zu­flüsse) als auch die Seite der Aus­gaben (Haus­halts­planung, Haus­halts­vollzug, Beschaffung, Rechnungslegung, Rechnungsprüfung) umfassen.

Ausführliche Informationen über entwicklungspolitische Ansätze im Bereich Good Financial Governance finden Sie hier

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Good Governance

Wörtlich übersetzt bedeutet der Begriff "gute Staats­führung" oder auch "gute Regie­rungs­füh­rung". Ge­meint ist die Art und Weise, in der in einem Staat Ent­schei­dungen ge­trof­fen und um­ge­setzt wer­den. Good Gover­nance be­schränkt sich nicht auf die Re­gie­rung, son­dern gilt für alle Be­trof­fenen und Be­tei­ligten. Gute Re­gie­rungs­füh­rung ist ver­ant­wor­tungs­volle Re­gie­rungs­füh­rung und hat unter anderem folgende Charak­teris­tika: Sie ist trans­pa­rent und ef­fek­tiv. Sie legt Rechen­schaft ab. Sie be­tei­ligt alle Menschen und berück­sich­tigt die Meinung von Min­der­heiten und die Be­dürf­nisse von Schwachen.

Ausführliche Informationen zum deutschen Engagement für Gute Regierungsführung finden Sie hier

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Grundbildung

Weltweit gehen rund 57 Millionen Kinder im Grund­schul­alter nicht zur Schule – eine er­heb­liche Ein­schrän­kung ihrer per­sön­lichen und ge­sell­schaft­lichen Ent­fal­tungs­mög­lich­keiten. Die inter­natio­nale Staa­ten­ge­mein­schaft hat sich im Aktions­plan von Dakar und in der Millenniums­erklärung ver­pflich­tet, bis zum Jahr 2015 allen Kindern und Ju­gend­lichen unter 15 Jahren den Schul­besuch zu er­mög­lichen. Deutschland unterstützt seine Part­ner­län­der dabei, den Zu­gang zu Grund­bil­dung – ins­be­son­dere für Mädchen – zu er­wei­tern, die Qua­lität des Unter­richts zu verbessern und außer­schu­lische Bil­dungs­ak­ti­vi­täten zu fördern.

Ausführliche Informationen zu den BMZ-Aktivitäten im Bereich Grundbildung finden Sie hier

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Gruppe der 20 (G20)

Der G20 gehören die 19 wichtigsten Industrie- und Schwellen­länder sowie die EU an. Dies sind im Einzelnen: Argentinien, Australien, Brasilien, China, Deutsch­land, Frankreich, Großbritannien, Indien, Indonesien, Italien, Japan, Kanada, Mexiko, Russland, Saudi-Arabien, Südafrika, Südkorea, die Türkei und die USA. Die G20-Staaten erwirtschaften mehr als 85 Prozent des welt­weiten Bruttoinlandsprodukts (BIP), wickeln drei Viertel des Welthandels ab und stellen rund zwei Drittel der Weltbevölkerung.

Im Zuge der Finanz- und Wirtschaftskrise und auf Beschluss der führenden Industrie- und Schwellen­länder wurde die G20 zum wichtigsten Koordinierungsgremium für Wirtschafts- und Finanzfragen. Zusätzlich zu den Treffen der Finanzminister begegnen sich auf der G20-Ebene inzwischen auch die Staats- und Regierungschefs.

Ausführliche Informationen über die G20 finden Sie hier.

Gruppe der 77 (G-77)

Die Gruppe der 77 (G-77) ist der größte Zusammen­schluss von Ent­wick­lungs­län­dern inner­halb der Ver­einten Na­tio­nen. Sie exis­tiert seit der ersten Kon­fe­renz der Ver­einten Na­tio­nen für Han­del und Ent­wick­lung (UNCTAD), die 1964 in Genf statt­fand. Damals zählte die Gruppe 77 Mit­glie­der, heute gehören ihr 131 Län­der an. Ziel der Gruppe ist es, die ge­mein­samen wirt­schaft­lichen Inte­ressen der Mit­glie­der inter­na­tio­nal zu ver­tre­ten und sich für eine ge­rech­tere Welt­wirt­schafts­ordnung ein­zu­setzen. Die G-77 för­dert außer­dem die wirt­schaft­liche und tech­nische Zu­sam­men­arbeit der Ent­wick­lungs­länder untereinander.

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Gruppe der 7 / Gruppe der 8 (G7/G8)

Die Gruppe der 7 (G7) beziehungsweise Gruppe der 8 (G8) ist – wie die G20 – keine internationale Organisation, sondern ein informelles Forum der Staats- und Regierungschefs.

Sie treffen sich auf Einladung der jeweiligen Präsidentschaft einmal jährlich zu einem Gipfel. Dabei diskutieren sie über Schlüsselfragen der Weltpolitik, tauschen ihre Standpunkte aus und versuchen, konstruktive Lösungen zu entwickeln. Der Vorsitz innerhalb der Gruppe wechselt jährlich unter den Mitgliedern. In der Vergangenheit waren diese Gipfeltreffen Ausgangspunkt verschiedener entwicklungspolitischer G7- beziehungsweise G8-Initiativen.

Zur vormals "Gruppe der 8 (G8)" genannten Gruppe gehörten bisher Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan, Kanada, Russland und die Vereinigten Staaten von Amerika; zusätzlich die Europäische Union, die in der G7/G8 einen Beobachterstatus hat.

Im Januar 2014 hatte die Russische Föderation turnusgemäß die G8-Präsidentschaft übernommen. Aufgrund der Verletzung der Souveränität und territorialen Unversehrtheit der Ukraine durch die Russische Föderation beschlossen die Staats- und Regierungschefs der anderen sieben Staaten, nicht am geplanten G8-Gipfel unter russischer Präsidentschaft in Sotschi teilzunehmen. Bis auf Weiteres werden sie sich im G7-Format ohne Russland treffen.

Weitere Informationen darüber finden Sie auf der Website des Auswärtigen Amts hier.

Die Organisation und die thematische Ausrichtung der Gipfel übernimmt traditionell die jeweilige Präsidentschaft, die ein Jahr dauert. Deutschland hat zuletzt 2015 die Präsidentschaft innegehabt. Am 7. und 8. Juni 2015 war die Bundesrepublik Gastgeber des Treffens der Staats- und Regierungschefs auf Schloss Elmau in Bayern.

Die Länder der G7 stellen 10,5 Prozent der Weltbevölkerung und erwirtschaften etwa 44 Prozent des weltweiten Bruttonationaleinkommens. Sie gehören zu den größten Beitragszahlern in internationalen Organisationen und finanzieren knapp 70 Prozent der weltweiten öffentlichen Ausgaben für Entwicklungszusammenarbeit (ODA).

Die Entscheidungsfindung innerhalb der G7 beziehungsweise G8 findet im Konsens statt. Auch wenn die gemeinsam erarbeiteten Beschlüsse und Selbstverpflichtungen keine rechtliche Bindung haben, ist ihre weltweite Wirkung nicht zu unterschätzen. Umgesetzt werden sie über bilaterale Maßnahmen der Staaten und über deren großen Einfluss in vielen multilateralen Organisationen.

Weitere Informationen über die G7/G8 finden Sie hier.

Informationen über das entwicklungspolitische Engagement der G7/G8 finden Sie hier.

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Guatemala

Ausführliche Informationen über die deutsche Ent­wick­lungs­zusammen­arbeit mit Guatemala finden Sie hier

Gute Regierungsführung

Lexikon der Entwicklungspolitik

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