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Stichwörter zum Buchstaben F

Fairer Handel

Fairer Handel ist eine Handel­spart­ner­schaft, die auf Dialog, Trans­parenz und Respekt beruht und nach mehr Ge­rech­tig­keit im inter­nationalen Handel strebt. Durch bessere Handels­be­dingungen und die Sicher­ung so­zialer Rechte für be­nach­tei­ligte Pro­du­zen­tin­nen und Pro­du­zen­ten und Ar­bei­ter­innen und Ar­beiter – ins­be­son­dere in den Län­dern des Südens – leistet der faire Handel einen Beitrag zu nach­hal­tiger Ent­wick­lung. Die be­tei­ligten Handels­or­ga­nisa­tionen ver­ein­baren mit den Erzeugern (Pro­duk­tions­ge­nos­sen­schaften, Ko­ope­ra­tiven, sozial enga­gierte Unter­nehmen) jähr­lich bestimmte Min­dest­ab­nah­me­mengen und einen Preis für ihre Ware, der die Kosten einer sozial und öko­logisch nach­haltigen Pro­duktion abdeckt. Das BMZ unter­stützt den fairen Handel in Deutschland unter anderem durch Informationskampagnen.

Ausführliche Informationen über fairen Handel finden Sie hier

Finanzdienstleistungen für alle

Das Finanzsystem ist das Rückgrat jeder Volks­wirtschaft. Durch das An­gebot von maß­ge­schnei­derten Finanz­dienst­leistungen – Spar­konten, Kredite, Ver­sicherungen und Zah­lungs­ver­kehr – können arme Be­völ­ker­ungs­schich­ten un­mit­tel­bar bei ihrer wirt­schaft­lichen, so­zialen und po­li­ti­schen Ent­wick­lung unter­stützt werden.

In manchen Entwicklungs- und Trans­for­ma­tions­län­dern ist das Finanz­system für diese Aufgabe noch nicht aus­rei­chend dif­fer­en­ziert, leis­tungs­fähig und stabil. Das hemmt die In­ves­ti­tions­tä­tig­keit und die Ent­wick­lung. Denn unter un­zu­rei­chen­dem Zu­gang zu Fi­nanz­dienst­leis­tungen lei­den oft die Bereiche, die besonders große Be­deu­tung für den Erfolg einer Volks­wirt­schaft haben: die Land­wirt­schaft, die Kom­mu­nal­ver­wal­tungen und die kleinen und mitt­leren Betriebe (KMU).

Die Stabilisierung der Finanzsysteme ist auch vor dem Hin­ter­grund der Fi­nanz­krise von 2008 ein wich­tiges Ent­wick­lungs­ziel. Die globale Finanz­krise hat den Banken­sektor in vielen Partner­ländern der deutschen Ent­wick­lungs­zu­sam­men­arbeit in Mit­lei­den­schaft gezogen. Die Kredit- und Kapital­kosten an inter­na­tio­nalen Finanz­märkten sind gestiegen. Aus­län­dische Ka­pi­tal­ströme sind zeit­weise zu­rück­ge­gan­gen. Besonders für kleine und mitt­lere Unter­nehmen kann dies schnell zu einem er­schwer­ten Zugang zu Krediten führen und im schlimm­sten Fall das wirtschaftliche Aus bedeuten.

Ausführliche Informationen über das deutsche Engagement im Bereich Finanzdienstleistungen finden Sie hier

Finanzielle Zusammenarbeit (FZ)

Die Finanzielle Zusammen­arbeit hat die Auf­gabe, In­ves­ti­tionen der Ent­wick­lungs­länder zu för­dern. Das BMZ stellt hier­für güns­tige Kre­dite, Be­tei­ligungs­kapital oder Zu­schüsse, die nicht zurück­ge­zahlt wer­den müs­sen, zur Ver­fügung. Ver­ant­wort­liche Orga­ni­sa­tion für die Fi­nan­zielle Zu­sam­men­arbeit ist die KfW Ent­wick­lungs­bank.

Ausführliche Informationen zur Finanziellen Zusammenarbeit des BMZ finden Sie hier.

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Flüchtlingskommissariat der Vereinten Nationen (UNHCR)

Das Flüchtlingskommissariat der Vereinten Nationen (United Nations High Commissioner for Refugees, UNHCR) kümmert sich auf Grundlage der Genfer Flüchtlingskonvention um die Belange von Flüchtlingen und Menschen in flüchtlingsähnlichen Situ­a­tio­nen. Das UNHCR koordiniert die internationale Flücht­lings­hilfe und arbeitet dazu eng mit den UN-Schwesterorganisationen Welt­er­näh­rungs­pro­gramm (WFP), Kinderhilfswerk (UNICEF), Programm zur HIV/Aids-Bekämpfung (UNAIDS) und der Welt­gesund­heits­organisation (WHO) zusammen.

Ausführliche Informationen über das UNHCR finden Sie hier

Fragile Staatlichkeit

International gibt es keine einheitliche Definition fragiler Staat­lichkeit. Generell werden jene Staaten als instabil (fragil) an­ge­sehen, in denen staat­liche Ak­teure nicht willens oder in der Lage sind, Grund­funk­tio­nen im Bereich Sicher­heit, Rechts­staat­lich­keit, soziale Grund­ver­sor­gung und Legi­timität zu erfüllen. Staat­liche In­sti­tu­tionen in fra­gilen Staaten sind sehr schwach oder vom Zerfall bedroht; die Be­völ­kerung leidet unter großer Armut, Gewalt und po­li­ti­scher Will­kür. Da fragile Staaten ein re­gio­nales und glo­bales Sicher­heits­risiko darstellen, muss die Staa­ten­ge­mein­schaft behutsam auf eine Ver­bes­serung der Lage hinwirken. Dabei spielt die Entwicklungspolitik eine wichtige Rolle.

Ausführliche Informationen über das entwicklungspolitische Engagement in fragilen Staaten finden Sie hier

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Frauenrechte

Eine Grundmaxime der Menschenrechte ist ihre Uni­ver­sa­li­tät: Jeder Mensch hat An­spruch auf die glei­chen Rechte, un­ab­hängig von Geschlecht oder anderen Eigen­schaften. Dennoch werden Frauen noch immer in allen Re­gionen der Welt be­nach­teiligt und dis­kri­mi­niert: Fast 70 Prozent der Ärmsten der Welt und zwei Drittel aller Analphabeten sind Frauen. Täglich sterben etwa 1.000 Frauen an Kom­pli­ka­tionen während der Schwanger­schaft oder der Geburt, 99 Prozent von ihnen in Ent­wick­lungs­ländern. Welt­weit er­le­digen Frauen 66 Prozent der Arbeit, sie beziehen jedoch nur zehn Prozent der Ein­kommen. Die För­derung der Gleich­be­rech­ti­gung ist eine über­grei­fen­de Auf­gabe der deut­schen Ent­wick­lungs­zu­sam­men­arbeit. Das BMZ fördert deshalb vielfältige Maßnahmen zum Abbau der Diskriminierung von Mädchen und Frauen.

Ausführliche Informationen zur entwicklungspolitischen Förderung der Frauenrechte finden Sie hier

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Freiwilligenprogramm der Vereinten Nationen (UNV)

Das Freiwilligenprogramm der Vereinten Nationen (United Nations Volunteers, UNV) ist Teil des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen (UNDP). Seine Zentrale ist in Bonn. Das UNV re­kru­tiert und vermittelt berufs­erfahrene Expertinnen und Ex­per­ten aus Ent­wick­lungs- und Industrie­ländern als Freiwillige für Einsätze in der Ent­wick­lungs­zu­sam­men­arbeit. Partner sind dabei vor allem UN-Organisa­tionen, aber auch andere internationale Organisationen oder Regierungen.

Ausführliche Informationen über das UNV finden Sie hier

Frieden

Frieden ist die Abwesenheit von Konflikten oder Krieg. Ent­wick­lung und Frie­den sind un­trenn­bar miteinander ver­bunden und bedingen einander. Ein Krieg kann die Ent­wick­lung eines Landes oder einer Region um Jahr­zehnte zurück­werfen: So sind zum Bei­spiel die Kosten für den Wie­der­auf­bau der Infra­struktur nach einem Krieg enorm, auch soziale Struk­turen müssen wie­der­her­ge­stellt werden. Im Rahmen ihres Ein­satzes gegen Armut, Gewalt und Unrecht unter­stützt die deutsche Ent­wick­lungs­politik ihre Part­ner­län­der bei der Frie­dens­ent­wick­lung durch Krisen­prä­ven­tion, Konfliktbearbeitung und Friedensförderung.

Ausführliche Informationen zum BMZ-Engagement für den Frieden finden Sie hier

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Friedensdienst
Friedensförderung

Um langfristig Frieden zu schaffen, reicht es nicht, die sichtbare Gewalt zu beenden. Werden die Ursachen eines Konflikts nicht beseitigt, kann er immer wieder ausbrechen. Das BMZ unterstützt darum im Rahmen der Friedensförderung nicht nur die Wie­der­her­stel­lung von zer­stör­ter Infra­struktur. Es fördert auch die Arbeit von Wahrheits- und Menschen­rechts­kom­mis­sio­nen, die juristische Auf­ar­bei­tung von Kriegs­ver­brech­en sowie Ver­söh­nungs­pro­jekte und Pro­gram­me zur psy­cho­lo­gischen Betreuung von Kriegsopfern.

Ausführliche Informationen über das entwicklungspolitische Engagement zur Friedensförderung finden Sie hier

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Friedrich-Ebert-Stiftung (FES)

Die Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) wurde 1925 als politisches Vermächtnis des ersten demokratisch gewählten deutschen Reichspräsidenten Friedrich Ebert gegründet. Sie fördert die politische und gesellschaftliche Bildung von Menschen aus allen Lebensbereichen im Geiste von Demokratie, Pluralismus und internationaler Verständigung.

Ausführliche Informationen über die FES finden Sie hier

Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit (FNF)

Die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit (FNF) will dazu beitragen, dem Prinzip "Freiheit in Menschenwürde" in allen Bereichen der Gesellschaft Geltung zu verschaffen. Dafür setzt sie sich im Inland und im Ausland durch die Förderung demo­kra­ti­scher, marktwirtschaftlicher und rechtsstaatlicher Strukturen ein.

Ausführliche Informationen über die FNF finden Sie hier

Lexikon der Entwicklungspolitik

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